Auf die Nachfrage von Moderatorin Esther Sedlaczek, was die Ursachen für diese Leistung sein könnten, wurde Schweinsteiger nochmals deutlich: "Die Spieler müssen von selbst drauf kommen, dass das so nicht reicht. Da kann der Trainer die ganze Nacht reden. Aber wenn du so spielst wie heute, dann musst du froh sein, wenn du überhaupt zur WM kommst."
Auch die enttäuschte Reaktion der Fans in Bratislava blieb Schweinsteiger nicht verborgen: "Wann hab ich die deutschen Fans mal die eigenen Spieler wegpfeifen sehen? Das tat mir im Herzen weh. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das so einmal gesehen habe." Im Gespräch mit dem Bundestrainer riet er, dass man den Spielern "eigentlich nur diese Szenen zeigen müsse", damit diese wüssten, was die Stunde geschlagen hat.
Er habe 121 Länderspiele absolviert, "aber die Motivation war für mich nie ein Problem", schilderte Schweinsteiger. Sein vernichtendes Fazit schloss er mit den Worten: "Für mich war das heute keine deutsche Nationalmannschaft."