Vor dem 2:3 beim FC Bayern München am Samstag bei DAZN auf die Thematik angesprochen, entgegnete Krösche zunächst diplomatisch: "Grundsätzlich besteht in Deutschland Meinungsfreiheit und jeder kann sagen, was er möchte und was er denkt. Und jeder kann auch eine Meinung über Personen, Spielstile oder Spieler haben."
Getty Images"Das ist echt befremdlich": Provokante Aussagen von zwei Ex-Bundesliga-Stars bringen Frankfurt-Boss Markus Krösche in Rage
Markus Krösche knöpft sich Max Kruse und Martin Harnik vor
Dann holte Krösche jedoch sichtlich angefressen zur Retourkutsche gegen Kruse und Harnik aus: "Ich finde, das ist einfach viel zu viel und echt befremdlich. Speziell als ehemalige Spieler, die das Geschäft kennen. Wenn die dann sagen, sie würden es witzig finden, wenn jemand scheitert – da sind wir mittlerweile auf einem Niveau angekommen, wo man sich fragen muss: Wo soll das denn noch hinführen?"
Getty ImagesFrankfurt-Boss stocksauer: "Auf welchem Niveau befinden wir uns mittlerweile?"
In ihrem gemeinsamen Podcast Flatterballhatten sich Harnik und Kruse über das extrovertierte Auftreten Rieras ausgelassen. "Als Spieler hätte ich so meine Probleme mit dem. Ich finde, es ist auch ein bisschen zu viel Show", sagte der frühere deutsche Nationalspieler Kruse, während Harnik seine Abneigung gegenüber dem Spanier deutlicher zum Ausdruck brachte: "Was er da los trommelt auf den Pressekonferenzen. Ich finde das noch nicht mal witzig. Es ist also nicht mal so, dass du sagst: Okay, er ist jetzt einfach ein bisschen speziell. Aber er ist ja von einem anderen Stern überheblich. Das spricht mich auch nullkommanull an."
Der Österreicher, der für Werder Bremen, den VfB Stuttgart und Hannover 96 in der Bundesliga spielte, ergänzte dann noch die Aussagen, die Krösche ganz besonders störten: Riera sei "so ein Typ, da bin ich ganz ehrlich, dem gönne ich auch keinen Erfolg. Er bewegt bei mir gar nichts, dass ich sage: Ja okay, superinteressant oder spannender Ansatz. Bei dem denke ich nur so: Okay, ihn sang- und klanglos untergehen zu sehen, wäre schon ganz witzig."
Krösche unterstrich indes noch einmal, dass er die Worte von Harnik und Kruse als grenzüberschreitend empfand: "Die nächste Stufe wäre praktisch, wenn man als Ex-Spieler über einen anderen Spieler sagt: Es wäre witzig, wenn er sich verletzen würde. Auf welchem Niveau befinden wir uns denn mittlerweile? Ich muss echt sagen, das ist keine gute Tendenz."
Frankfurt kassierte bei Bayern erste Niederlage unter Albert Riera
Auf seiner Pressekonferenz im Vorfeld des Spiels bei Bayern war auch Riera schon auf die Giftpfeile von Harnik und Kruse angesprochen worden. "Wer? Sind das Fußballer?", reagierte der 43-Jährige zunächst spöttisch und betonte: "Ich bin nicht hier, um jemanden zu kritisieren. Aber man muss eines wissen: Wenn man spricht, besonders als Person des öffentlichen Lebens, gibt es immer ein Für und Wider. Man hat Hasser, man hat Leute, die einen mögen. Du kannst mich nur verletzen, wenn ich dich liebe. Wenn ich dich nicht liebe, kannst du mich nicht verletzen. Meine Frau, meine Kinder, meine Freunde - sie können mich verletzen, wenn sie Dinge sagen."
Riera, der zuvor erfolgreich in Slowenien bei NK Celje arbeitete, hatte in Frankfurt Anfang Februar die Nachfolge des entlassenen Dino Toppmöller angetreten. In München kassierte er seine erste Niederlage als Eintracht-Coach, nachdem es unter ihm zuvor ein 1:1 bei Union Berlin und ein 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach gegeben hatte.
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