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"Das ist das Lächerliche": Berater feuert nach Kritik gegen Bayern Münchens Uli Hoeneß zurück

Der prominente deutsche Spielervermittler Jörg Neblung hat die Kritik von Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß am Berater-Business gekontert.

  • Berater feuert gegen Uli Hoeneß zurück: "Die Bayern werden immer zornig, wenn ..."

    "Die Bayern werden immer zornig, wenn sie ihren Willen nicht kriegen", sagte Neblung der Deutschen Presse-Agentur und nannte die Hoeneß-Kritik "heillosen Populismus" und "platt". 

    Nachdem sich der Poker um die letztlich Mitte Februar verkündete Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern sehr lange gezogen hatte und die Forderungen des Franzosen sehr üppig ausgefallen waren, hatte Hoeneß über die Berater im Fußballgeschäft geschimpft. Man werde es sich bei Bayern "nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft. Ihr Beitrag steht zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird", polterte Hoeneß bei der Bild. "Wir werden verstärkt Nein sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen."

    Schon wenige Tage bevor Upamecano seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag verlängerte, war Hoeneß dessen Berater angegangen: "Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen", sagte er dem kicker. Über das Verhalten der Upamecano-Agenten im Vertragspoker sei er "entsetzt" gewesen, so Hoeneß.

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  • HoeneßGetty Images

    Neblung kontert Hoeneß nach Berater-Kritik: "Das ist das Lächerliche"

    Neblung stört sich indes vor allem daran, dass Upamecano in der kritischen Bewertung weitgehend ausgespart wird. "Es wird ja regelmäßig auf die Berater geschimpft. Upamecano kriegt in diesem Fall aber gefühlt nichts ab, obwohl er letztendlich die Entscheidung trifft. Das ist das Lächerliche. Wir haben keine Prokura", beklagte der 58-Jährige. Neblung, der unter anderem den vor kurzem von Manchester City zu Nottingham Forest gewechselten deutschen Torhüter Stefan Ortega vertritt, führte aus: "Es ist immer der Spieler, der entscheidet, und die Vereine versuchen darüber hinaus auch, immer wieder den Keil zwischen den Spieler und den Agenten zu treiben."

    Neblungs Ansicht nach haben Berater sehr wohl eine Existenzberechtigung. Nicht zuletzt, um Ungerechtigkeiten bei Vertragsabschlüssen zwischen Spielern und Vereinen vorzubeugen. Die Klubs "schließen mit sehr jungen Spielern langfristige Verträge ab – oft ohne Ausstiegsklauseln oder ein ausgewogenes Gleichgewicht der Interessen", so Neblung. "Wenn sie nicht funktionieren, werden sie einfach aussortiert. Dies ist ein Spiel der längeren Hebel: Mal hat der Spieler, mal der Verein die bessere Position."

  • Die nächsten Spiele des FC Bayern München

    • Samstag, 21. Februar (15.30 Uhr): Eintracht Frankfurt (Heim, Bundesliga)
    • Samstag, 28. Februar (18.30 Uhr): Borussia Dortmund (Auswärts, Bundesliga)
    • Freitag, 6. März (20.30 Uhr): Borussia Mönchengladbach (Heim, Bundesliga)
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