Gregor Kobel Borussia Dortmund 2026IMAGO / Kirchner-Media

"In der Phase des Spiels muss der Ball auf die Tribüne": Ex-Nationalspieler kritisiert BVB-Pechvogel Gregor Kobel

Pechvogel Gregor Kobel hat nach seinem teuren Patzer in der Schlussphase des dramatischen 1:4 seines BVB bei Atalanta Bergamo in der Champions League Klartext gesprochen. Der Schweizer Torhüter nahm den Fehler auf seine Kappe und schilderte, wie es zu dem missglückten Fehlpass kam, der zum entscheidenden Gegentor für das Ausscheiden von Borussia Dortmund führte.

  • Kobel war in der Nachspielzeit nach einem langen Ball aus der Bergamo-Abwehr in die Dortmunder Hälfte aus seinem Kasten geeilt. Zu diesem Zeitpunkt stand es 3:1 für Atalanta und nach dem 2:0 der Schwarzgelben im Hinspiel hätte dies Verlängerung bedeutet.

    Kobel drosch das Leder allerdings nicht aus der eigenen Hälfte, sondern entschied sich für einen Pass auf die rechte Seite. Das Zuspiel misslang, die Gastgeber schalteten schnell um und am Ende verursachte Ramy Bensebaini den Strafstoß, den Lazar Samardzic zum BVB-Aus verwandelte.

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  • Gregor Kobel Borussia Dortmund 2025IMAGO / Kirchner-Media

    Gregor Kobel: "Ich nehme das auf meine Kappe"

    "Mein Fehler. Super bitter, das tut mir sehr leid für meine Jungs", sagte Kobel nach dem Spiel in der Mixed Zone. Bereits bei DAZN hatte er geschildert, dass er "im Bruchteil einer Sekunde" die falsche Entscheidung getroffen habe.

    Und das passierte so: "Der erste Kontakt war nicht gut, sodass man ihn sauber wegschlagen kann. Dann gehst du zu Plan B über. Natürlich muss ich den irgendwie klären und am Ende ist's scheiß egal wie. Sowas ist hart für die Mannschaft und das tut mir natürlich weh. (…) Ich nehme das auf meine Kappe."

    Kritik gab es unmittelbar nach der Szene bereits von DAZN-Experte Nils Petersen. Der Ex-Nationalstürmer sagte: "In der Phase des Spiels muss der Ball auf die Tribüne."

  • Kein Vorwurf von Emre Can an Gregor Kobel

    Zum dritten Mal in dieser Saison musste Kobel in der Champions League vier Tore in einem Spiel schlucken. Vorhaltungen an den sonst so zuverlässigen Schlussmann gab es später nicht. Kapitän Emre Can, der mehrere "Kacktore" für Atalanta erlebt hatte, wollte Kobel "definitiv keine Vorwurf machen, so oft wie er uns schon den Arsch gerettet hat."

    Auch Trainer Niko Kovac wollte keine Schuldzuweisungen machen, auch wenn das letzte Tor "natürlich nicht passieren" dürfe. Insgesamt habe seine Mannschaft aber zu viele Fehler gemacht. "In der Champions League werden diese Fehler bestraft. Deshalb sind wir enttäuscht und extrem geknickt", so Kovac.

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