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"Da hast du schon gemerkt: Er will mehr": Wie Harry Kane die Bayern aufrüttelte

Es lief bereits die Nachspielzeit, als Harry Kane zum abschließenden 4:0 gegen den 1. FC Heidenheim traf. Der passende Schlusspunkt einer beeindruckenden Hinrunde - für den FC Bayern generell, vor allem aber auch für ihn persönlich.

  • Mit diesem Treffer baute Kane einerseits einen Karriere-Bestwert aus: Es war sein 60. Tor für Klub und Land in 2025 - mehr schaffte er nie zuvor in einem Kalenderjahr. Außerdem war es seine 100. Torbeteiligung in der Bundesliga. Kane brauchte für diese Marke lediglich 78 Spiele. Bisheriger Rekordhalter war Arjen Robben mit 119 Spielen, also 41 mehr als Kane. 

    Bereits vorab waren dem 32-jährigen Engländer zwei besondere Ehren zuteil geworden. Erstens: Weil die beiden Kapitäne Manuel Neuer und Joshua Kimmich verletzt fehlten, trug Kane in seinem 121. Pflichtspiel für den FC Bayern erstmals die Binde. Zweitens: Der Kicker zeichnete ihn als "Persönlichkeit des Jahres" aus.

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  • Max Eberl lobt Harry Kane in den Himmel

    Davon hatte Kane selbst aber offenbar noch nichts mitbekommen. "Wirklich?", fragte er im Interview mit DAZN nach dem Heidenheim-Spiel. "Vielen Dank, ich bin überrascht. Ich liebe meine Zeit hier. Ich schätze das sehr."

    Immerhin Sportvorstand Max Eberl wusste über die Auszeichnung Bescheid, entsprechend hatte er ein kleines Loblied auf den Torjäger vorbereitet. "Völlig berechtigt" sei Kane laut Eberl geehrt worden: "Wir sind über alle unsere Spieler froh. Aber zu Harry muss ich fairerweise sagen: Was er in seinem höheren Fußballeralter in den letzten eineinhalb Jahren geleistet hat, kann man gar nicht hoch genug bewerten."

    Neben den zahlreichen Toren schätzt Eberl an Kane vor allem "die Art und Weise, wie er vorangeht. Ich erinnere mich an ein Spiel in Barcelona letzte Saison." Es handelte sich um eine 1:4-Pleite in der Champions League im Oktober. "Nachdem Vinnie geredet hat, ist er aufgestanden und hat gesagt: 'Männer, das müssen wir als Gruppe besser machen.' Da hast du schon gemerkt: Er will mehr." Am Ende gewannen die Münchner immerhin die Bundesliga, es war Kanes erster Titel. In dieser Saison streben sie nach noch Größerem.

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