Der 2:0-Heimsieg von Juventus Turin gegen Benfica Lissabon hat den Italienern das Ticket für die K.-o.-Runde der Champions League gebracht – doch sportliche Erleichterung und große Emotionen gingen Hand in Hand. Im Mittelpunkt stand dabei Juve-Cheftrainer Luciano Spalletti, der sich während der Partie gleich in zwei Situationen Luft verschaffte.
Getty"Bleib zuhause!": Trainer Luciano Spalletti verliert bei Juventus-Sieg die Nerven
Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit, in der Benfica die besseren Chancen hatte und es zur Pause 0:0 stand, machten sich auf den Rängen Unmut breit. Ein Fan hinter der Trainerbank kommentierte lautstark Fehlpässe – zu viel für Spalletti. Der 66-Jährige drehte sich um und fuhr den Anhänger an: "Bleib' nächstes Mal zuhause."
Kurz nach Wiederbeginn folgte die sportliche Antwort. Khephren Thuram traf in der 55. Minute zur Führung, Weston McKennie erhöhte wenig später auf 2:0. Spalletti jubelte demonstrativ in Richtung des zuvor kritischen Fans – ein klares Zeichen, dass die Emotionen noch nicht abgeklungen waren.
Juve-Trainer Luciano Spalletti erklärt Ausraster nach dem Abpfiff
Auch an der Seitenlinie blieb es hitzig. Als Spalletti den von RB Leipzig ausgeliehenen Lois Openda für eine Einwechslung instruierte, wurde es handgreiflich: Der Trainer klatschte seinem Stürmer ins Gesicht. Laut Berichten soll Opendas Unaufmerksamkeit der Auslöser gewesen sein. Spalletti soll ihm dabei zugerufen haben: "Du musst aufwachen." Trotz des Vorfalls brachte er den Angreifer kurz darauf ins Spiel.
Nach dem Abpfiff versuchte Spalletti, die Ereignisse einzuordnen. Die Partie sei extrem wichtig gewesen, erklärte er, und gerade bei Heimspielen baue sich schnell Anspannung auf, wenn es nicht sofort laufe. Seine Mannschaft müsse lernen, konstanter und wacher zu agieren: "Wir müssen immer aufmerksam sein." Sportlich zählt für Juventus am Ende der Erfolg – emotional aber hinterließ der Abend reichlich Gesprächsstoff.
Juve, Spielplan: Die nächsten Spiele von Juventus Turin
- 25. Januar, Serie A: SSC Neapel (H)
- 28. Januar, Champions League: Monaco (A)
- 1. Februar, Serie A: Parma (A)
- 5. Februar, Coppa Italia: Atalanta (A)

