Robert Kovac, Co-Trainer von Bruder Niko beim BVB, hat Serhou Guirassy für dessen Orientierungslosigkeit vor dem Ausgleich von Eintracht Frankfurt beim Jahresauftaktspiel in der Bundesliga kritisiert.
Imago Images / Jan Huebner"Blackout"! Serhou Guirassy sorgt mit unglücklicher Aktion beim BVB für Diskussionsstoff
Kovac-Brüder nach Guirassy-"Blackout" uneinig
Guirassy hatte bei einer Kopfballverlängerung von Arthur Theate auf Robin Koch seinen aus seinem Rücken zum Ball laufenden Gegenspieler aus dem Blick verloren und Koch anschließend unbeholfen und elfmeterreif umgetreten.
"Klarer Elfmeter", sagte Kovac in der Halbzeitpause bei Sky und maßregelte den 29 Jahre alten Stürmer: "Das muss er sehen! Das versucht der Gegner heute, nur den Körper reinzustellen. Er trifft ihn da ganz klar."
Etwas anders sah Bruder Niko die Sache nach dem Spiel bei Sky: "Er sieht ihn ja gar nicht. Blackout würde ich da nicht behaupten. Er kommt aus dem Rücken, Guirassy will den Ball wegschlagen und es passiert allzu oft in der Bundesliga, dass dann einer den Fuß reinhält und dann gibt's Elfmeter."
Den anschließenden Strafstoß verwandelte Can Uzun zum Ausgleich (22.). Zuvor hatte Maximilian Beier den BVB nach einem tollen Spielzug über Nico Schlotterbeck und Julian Ryerson sehenswert in Führung gebracht (10.).
"Ich habe mit ihm gerade noch gesprochen, er weiß selber, dass er da nicht so hingehen darf. Das passiert in zehn Fällen einmal, das ist ärgerlich, weil wir Frankfurt gut im Griff hatten in den ersten 20 Minuten. Das hat sie wieder zurück ins Spiel gebracht", sagte Waldemar Anton bei Sky nach dem spektakulären Ende des Spiels, in dem der BVB am Ende mit den Schlusssekunden ein 3:3 rettete.
GettyGuirassy läuft beim BVB seit Wochen seiner Form weit hinterher
Auch abseits seines Schnitzers in der Defensive war Guirassy in der ersten Halbzeit gegen die Eintracht nahezu unsichtbar und hatte kaum Situationen. In der 65. Minute musste er für Fabio Silva weichen.
Damit setzte sich der Abwärtstrend des so wichtigen Unterschiedsspielers, den Kovac desöfteren schon als "Lebensversicherung" bezeichnet hatte, weiter fort.
Seit Anfang Oktober traf er nur noch einmal in der Bundesliga. Seit November (Doppelpack gegen Villarreal am 25.11.) wartet er auf einen Torerfolg. Zudem mehrten sich zuletzt zunehmend die Wechselgerüchte um den guineischen Nationalspieler.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge darf Guirassy den BVB per Ausstiegsklausel in Höhe von lediglich 50 Millionen Euro verlassen, sollte ein europäischer Top-Klub anklopfen. Für ebenfalls interessierte Klubs aus Saudi-Arabien ist die Klausel aber dem Vernehmen nach nicht gültig.



