Ein Satz, der ihm in Liverpool schnell auf die Füße fallen sollte und der gerne wieder rausgekramt wurde, wenn Markovic mal wieder wenig überzeugend gespielt hatte. Und das kam oft vor. In der Liga verloren die Reds die Spitze schnell aus den Augen, in der Champions League war nach der Gruppenphase Schluss - und in der Europa League folgte im Achtelfinale gegen Besiktas das Aus. Markovic wurde von Trainer Rodgers zuletzt als Außenverteidiger aufgeboten, was ihn in der Rückschau laut meckern ließ: "Er hat mich auf jeder Position eingesetzt - außer auf meiner."
Nach einem Jahr entschied der Klub, Markovic per Leihe an Fenerbahce abzugeben, damit er dort Spielpraxis sammeln und Selbstvertrauen tanken konnte. Doch auch dort lief es nicht, genauso wenig wie bei den folgenden Leihstationen Sporting, Hull City und Anderlecht. Ein halbes Jahr vor Ablauf seines Fünf-Jahres-Vertrags in Liverpool gaben die Reds auf - und ließen Markovic ablösefrei zu Fulham ziehen. 25 Millionen Euro hatte er gekostet, der Ertrag lag bei mickrigen drei Pflichtspieltoren für Liverpool.
Damit konnte er keinen Reds-Fan überzeugen - und auch nicht seinen nächsten Trainer Claudio Ranieri, der 2019 bei FourFourTwo legendäre Sätze über Markovic sagte: "Wir wissen mit Sicherheit, dass er gut Uno spielen kann. Wir wissen, dass er immer einen Regenschirm dabei hat, wenn er rausgeht. Wir wissen, dass er andere Menschen immer fragt, wie es ihnen geht, und ihnen auch zuhört. Wir wissen, dass er gerne das Geschirr abwäscht, wenn er gerade gekocht hat. Wir wissen, dass er Taschen von zu Hause mit in den Supermarkt nimmt, anstatt Plastiktüten zu verwenden. Wir wissen, dass er beim Karaoke eine wunderschöne Version von 'How The West Was Won And Where It Got Us' von R.E.M. singt. Aber wir wissen nicht, ob er gut Fußball spielen kann."
Kein schönes Urteil über jemanden, der der beste Spieler der Premier League werden wollte.