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Auch von Harry Kane kommt zu wenig! Die Hintergründe der erschreckenden Entwicklung beim FC Bayern München

Beim Fußball geht es bekanntlich darum, Tore zu schießen und keine zuzulassen - vor diesem Hintergrund ist Joshua Kimmichs Bestandsaufnahme des FC Bayern München durchaus dramatisch. "Wir haben echte Probleme damit, uns Chancen zu erarbeiten. Wir lassen auf der anderen Seite aber auch zu viele Chancen zu", sagte Kimmich nach der 0:3-Pleite gegen Bayer Leverkusen.

Vollkommen chancenlos - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes - verloren die Münchner das Spitzenspiel gegen den in allen Belangen überlegenen und nun auf fünf Punkte enteilten Tabellenführer. Der FC Bayern erspielte sich gegen Leverkusen keine einzige klare Torchance, 100-Millionen-Euro-Stürmer Harry Kane verzeichnete lediglich 18 Ballaktionen und keinen Schuss aufs Tor.

Nach dem Untergang von Leverkusen galt es nicht nur, Probleme zu orten. Sondern bei dieser Fülle auch, sie zu gewichten. Kimmich bereitete der Mangel an "Spielfreude, Kreativität, Leichtigkeit und Freiheit nach vorne" am meisten Sorgen: "Das ist bei unserem Anspruch das eigentliche Problem."

Thomas Müller sah es in seinem emotionalen TV-Interview nach Abpfiff ähnlich: Er ortete eine "Verkopftheit" im Spiel des FC Bayern. "Keiner hat die Freiheit, einfach mal zu zocken!" Trainer Thomas Tuchel gab sich - einmal mehr - völlig ratlos: "Wir waren nicht in der Lage, uns Torchancen herauszuspielen, wir konnten uns nicht durchsetzen. Ich habe keine Erklärung, warum wir es nicht geschafft haben, Harry Kane ins Spiel zu bringen."

Ein Blick auf die bedenklichen Statistiken vor dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Lazio Rom am Mittwoch.