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Ligue-1-Saisonstart am Wochenende: Jagd auf PSG mit Coach Tuchel beginnt


HINTERGRUND

Eine gute Woche nach seiner launigen Gesangseinlage wird es für Thomas Tuchel ernst: Mit dem Heimspiel gegen SM Caen am Sonntag (21.00 Uhr im LIVE-TICKER) startet Meister Paris St. Germain mit seinem neuen deutschen Chefcoach in Frankreichs Weltmeisterliga, die rund vier Wochen nach dem WM-Triumph der Equipe Tricolore in Moskau unter besonderer Beobachtung steht.

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"Es spielen zwar nur acht Weltmeister in der Ligue 1, aber allein das Wort Frankreich reicht aus. Das allein ist ein Extra-Argument für uns und macht die Liga für Investoren, die schauen was passiert, interessant", sagte Didier Quillot, der Generaldirektor der französischen Fußball-Profiliga LFP. Einziger "echter" WM-Champion in der Ligue 1 ist allerdings 180-Millionen-Mann Kylian Mbappe, der zusammen mit Brasiliens Superstar Neymar (222 Mio. teuer) wieder bei PSG zaubern soll.

PSG mit Machtdemonstration beim 4:0-Sieg im Supercup gegen Monaco

Die WM-Trophäe wird in allen Stadien präsentiert, in denen Weltmeister auf dem Platz stehen. Der 4:2-Erfolg im WM-Endspiel gegen Kroatien hat eine enorme Bedeutung für die Grande Nation - das haben schon die Veitstänze von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron im Luschniki-Stadion und die anschließenden Jubelfeiern Hunderttausender beim Empfang der WM-Helden auf den Champs-Elysees von Paris gezeigt.

Klar ist, dass es in der Ligue 1 nur eine Gejagten gibt: PSG! Tuchel hatte am vergangenen Wochenende mit dem imponierenden 4:0 gegen AS Monaco im chinesischen Shenzhen den französischen Supercup gewonnen. Sein erster Titel mit dem aus Katar alimentierten Renommierklub soll nicht der letzte bleiben.

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Erfolgsdruck für Trainer Thomas Tuchel

Kapitän Thiago Silva hatte nach dem Erfolg Tuchel kurzerhand ein Mikrofon in die Hand gedrückt, und der bisher nicht gerade als Gesangstalent in Erscheinung getretene Coach musste die ersten Strophen aus "Happy" von Pharrell Williams anstimmen. Ob der Ex-Dortmund-Trainer an der Seine tatsächlich glücklich wird, hängt von den zu liefernden Erfolgen ab.

Wenn Tuchel mit PSG nicht den nationalen Titel gewinnt und mindestens das Halbfinale der Champions League erreicht, wird er als gescheitert gelten. Der einzige Gegner von Paris in der neuen Saison ist PSG selbst. Weil der Verein im letzten Jahr massiv gegen das Finanzielle Fair Play der Europäischen Fußball-Union (UEFA) verstoßen hat (Transfers von Neymar und Kylian Mbappe für 400 Millionen Euro - ohne Gehalt) muss der Klub bis Ende August Spieler für mindestens 100 Millionen Euro verkaufen, ehe er auf dem Transfermarkt tätig werden darf.

Zukunft von Kevin Trapp und Julian Draxler bei PSG offen

Es ist ein offenes Geheimnis, dass PSG nach der ablösefreien Verpflichtung von Italiens Torhüter-Ikone Gianluigi Buffon Deutschlands Nationaltorhüter Kevin Trapp loswerden will. Aber dem Ex-Frankfurter gefällt es in der Stadt der Liebe, des Lichtes und des Geldes so gut, dass er nicht loslassen möchte. Die Rolle des 2014er-Weltmeisters Julian Draxler muss abgewartet werden, bis sich die Reihen gelichtet haben.

Die üblichen Verdächtigen hinter PSG sind Monaco, Olympique Lyon und Olympique Marseille. Da Frankreich nur drei Fixstarter in der Champions League hat, wird der Kampf um die internationalen Fleischtöpfe wohl interessanter werden als der Kampf um die Meisterschaft.Was aus OGC Nizza ohne Trainer Lucien Favre (nach Dortmund) wird, muss ebenfalls abgewartet werden. Patrick Vieira, Weltmeister 1998, tritt seine erste Cheftrainerstelle in Frankreich an.

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