Borussia Dortmund: Ousmane Dembele schadet sich selbst - und beiden Vereinen

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Mit dem Streik hat Ousmane Dembele alle Grenzen überschritten. Seine Suspendierung ist richtig und Borussia Dortmund zeigt Stärke. Ein Kommentar.


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Welch eine dumme und kindische Aktion von Ousmane Dembele. Weil Borussia Dortmund nicht auf das erste Angebot des FC Barcelona für das französische Talent eingegangen ist, blieb er dem Training am Donnerstag fern. Ganz klar: Er will damit einen Wechsel zu seinem Traumverein erzwingen. Damit schadet er sich nur selbst. Am Ende sitzt der BVB am längeren Hebel.

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Dembele besitzt in Dortmund noch einen Vierjahresvertrag. Die Schwarz-Gelben sind also keinesfalls verpflichtet, ihr Talent an den FC Barcelona zu verkaufen. Die Aktion des 20-Jährigen, die vielleicht sogar von Barcelona initiiert wurde, ist daher nichts weiter, als ein plumper Versuch, den BVB zu erpressen.

Der BVB hat richtig auf das Fernbleiben vom Training reagiert

Dortmund bleibt aber hart. Anstatt das erste Angebot der Katalanen anzunehmen, lehnte der BVB bestimmt ab. Der Grund ist ganz einfach. "In diesem Gespräch haben die Vertreter des FC Barcelona ein Angebot unterbreitet, welches nicht dem außerordentlichen fußballerischen und sonstigen Stellenwert des Spielers und auch nicht der derzeitigen wirtschaftlichen Marktsituation des europäischen Transfermarktes entsprach. Dieses Angebot hat der BVB daher abgelehnt", ließ der Verein in einer Ad-hoc-Meldung (der BVB ist börsennotiert und daher zu solch einer Meldung verpflichtet) mitteilen.

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Richtige Reaktion! Denn niemand bei der Borussia hat die Absicht, vor der unlauteren Art des Spielers sich aus einem gültigen Vertrag zu verabschieden, einzuknicken. "Da bis zum heutigen Tag kein anderslautendes Angebot des FC Barcelona vorliegt, ist derzeit mit einem Transfer des Spielers zum FC Barcelona nicht zu rechnen und dieser aktuell nicht überwiegend wahrscheinlich", hieß es in der Mitteilung. (Vorerst) Dumm gelaufen für Dembele.

Denn mit seinem Trainingsstreik hat er nicht nur sich, sondern auch den FC Barcelona öffentlich demaskiert. Wer mit solchen Mitteln arbeitet, treibt den Fußball immer weiter in eine dunkle Ecke. Am Ende wird es vielleicht allen Parteien egal sein. Allerdings demonstriert der BVB derzeit Stärke und das ist wichtig im immer mehr verrohenden Fußballgeschäft. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass ein vertraglich gebundener Profi mit solch unlauteren Methoden versucht, seinen Verein zu wechseln.

Dembele hat sich vorerst verzockt. Eine saftige Geldstrafe und eine Suspendierung sind die Folge seines Handelns. Und bleibt der BVB weiter wehrhaft, handelt er am Ende mindestens eine hohe Ablösesumme raus. Wenn es für Dembele und Barcelona allerdings ganz blöd läuft, wird er in diesem Sommer nicht zum FCB wechseln. Und sein bockiges Verhalten bei einem eventuellen Verbleib in Dortmund könnten seine Ambitionen, für Frankreich an der WM 2018 teilzunehmen, ernsthaft gefährden.

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