Kokorin Mamaev 2015 RusslandGetty Images

Rassismus, Randale, Prügel: Skandalöse Party-Nacht um zwei Russland-Stars?

Die russischen Nationalspieler Alexander Kokorin (27) und Pavel Mamaev (30) stehen im Verdacht, an einem Angriff auf den Fahrer von Fernsehmoderatorin Olga Ushakova sowie auf den Staatsbeamten Denis Pak in einem Moskauer Cafe beteiligt gewesen zu sein.

Das Innenministerium leitete Untersuchungen ein, nachdem sowohl Fahrer Viktor Soloviev sowie Pak bei dem Vorfall in der russischen Hauptstadt am Montag ernsthaft verletzt worden waren. Derzeit werden nach Angaben der Behörde die Umstände sowie alle Teilnehmer des Vorfalls untersucht.

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Kokorin, derzeit bei Zenit St. Petersburg unter Vertrag, und Mamaev, aktuell in Diensten des FK Krasnodar, sollen mit mehreren Personen unterwegs gewesen sein. So sollen sie laut dem Nachrichtenportal Mash vor einem Strip-Klub randaliert und geparkte Autos beschädigt haben. In einem davon saß Soloviev, der die Gruppe zur Rede stellte und anschließend krankenhausreif geschlagen wurde.

Kokorin und Mamaev: Champagner-Party in Monaco

Sodann soll die Gruppe in ein Cafe weitergezogen sein und auch dort lautstark gepöbelt haben, wobei sich Pak über das Verhalten der Gruppe beschwert habe. Der korea-stämmige Pak wurde daraufhin rassistisch beleidigt und mit einem Stuhl ebenfalls angegriffen.

Das Duo war vor zwei Jahren von der Nationalmannschaft ausgeschlossen worden, nachdem ein Video aufgetaucht war, das die beiden bei einer Champagner-Party in Monaco kurz nach dem enttäuschenden EM-Aus 2016 in Frankreich zeigte. Kokorin entschuldigte sich für sein Verhalten und kehrte zwischenzeitlich in das Nationalteam zurück, verpasste die Heim-WM aber verletzt. Für Mamaev war das Turnier in Frankreich der bisher letzte Auftritt im Nationaltrikot.

Entschuldigung und Scheidung von Mamaevs Frau?

Krasnodar erklärte am Dienstag, den Vertrag mit Mamaev so schnell wie möglich auflösen zu wollen. Der Vorfall sei "widerlich", teilte der Klub mit: "Wir prüfen derzeit, wie wir den Vertrag beenden können. Leider ist es heute so, dass Verträge so ausgearbeitet sind, dass sie die Spieler in einer größtmöglichen Art und Weise schützen." Mamaev werde die "höchstmögliche" Geldstrafe erhalten und vom Training der ersten Mannschaft ausgeschlossen, teilte der Klub mit.

Mamaevs Frau Alana soll laut Sport24 zudem die Scheidung von ihrem Mann eingereicht haben, angeblich kam es wenig später aber doch zu einer Versöhnung. Gegenüber Sport-Express entschuldigte sie sich für das Verhalten ihres Mannes: "Sie waren betrunken, das ist die einzige mögliche Erklärung für das Verhalten. Das ist eine Schande. Sorry, ich schäme mich für Pavel!"

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