FC Bayern München mit Heynckes und Nagelsmann: Die potenzielle Königslösung

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Jupp Heynckes übernimmt den FC Bayern München offenbar bis Saisonende, dann könnte Julian Nagelsmann folgen. Es wäre die bestmögliche Lösung.


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"Das ist eine Königslösung. Hut ab, was unsere Chefs geleistet haben", sagte Philipp Lahm zur Regelung der Nachfolge von Jupp Heynckes. Im Januar 2013 war das, der FC Bayern München hatte gerade Pep Guardiola als Nachfolger für den Triple-Trainer bekanntgegeben. Anno 2017 spielt Philipp Lahm nicht mehr beim FC Bayern und auch Pep Guardiola arbeitet nicht mehr bei den Münchnern. Und doch könnte das Wort Königslösung schon in wenigen Tagen erneut fallen an der Säbener Straße. Und wieder wird es in Zusammenhang mit Jupp Heynckes stehen.

Der 72-Jährige wird den deutschen Rekordmeister voraussichtlich zum vierten Mal übernehmen, bis Saisonende heißt es. In der Zwischenzeit können sich die Bayern in aller Ruhe um Julian Nagelsmann bemühen, die langfristige Wunschlösung von Uli Hoeneß. Etwas Besseres hätte den Münchnern zum aktuellen Zeitpunkt kaum passieren können. 

Heynckes ist ein alter Bekannter, er kennt den Klub, die Liga, die Spieler. Allein im Champions-League-Finale 2013 standen mit Manuel Neuer, Jerome Boateng, Javi Martinez, David Alaba, Arjen Robben, Franck Ribery und Thomas Müller sieben noch heute aktive Spieler in seiner Startelf. Zudem spricht Heynckes fließend Spanisch, was ganz sicher kein Hindernis sein wird bei all den spanischsprachigen Kickern, die sich im Kader der Münchner tummeln. Seine gute Beziehung zu Arturo Vidal, den er in Leverkusen groß machte, könnte ihm dabei helfen, die zuletzt gespaltene Mannschaft wieder zu einen.

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Das wahrscheinlich wichtigste Argument pro Heynckes ist aber die Autorität, die er in der Branche, aber vor allem innerhalb der Mannschaft genießt. Genau das scheinen die Münchner zu brauchen in Zeiten des Aufruhrs. Ja, auch Carlo Ancelotti eilte sein Ruf voraus, als Dreifach-Gewinner-Trainer der Königsklasse, als Meister der guten Stimmung, als sensibler Moderator. Die Tatsache, dass viele wichtige Spieler den größten Erfolg der Klubgeschichte vor vier Jahren mit Heynckes erzielten, wird jedoch ein anderes Vertrauensverhältnis schaffen, ein Urvertrauen.

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Die Königszwischenlösung Heynckes hält den Bayern zudem die Tür für die Königsdauerlösung Nagelsmann offen. Der progressive Jungtrainer, der vergangene Saison so grandios mit 1899 Hoffenheim durch die Liga stürmte, wäre aktuell wohl nicht zu haben gewesen. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass die beiden Partein sehr wohl eine Lösung für den kommenden Sommer finden, falls sie das nicht schon getan haben.

Natürlich birgt die erneute Zusammenarbeit mit Heynckes auch Risiken, man könnte jetzt über sein Alter diskutieren oder über die Tatsache, dass er vier Jahre raus war aus dem Trainergeschäft. Nur muss man sich dann auch fragen, welche Risiken mit anderen Optionen verbunden gewesen wären, etwa mit Thomas Tuchel. Der innovative Fußballlehrer hätte der Mannschaft vielleicht schon in dieser Saison ein gänzlich neues Gesicht verpassen, gänzlich neue Impulse und Reize setzen können, mehr noch als Heynckes dazu in der Lage sein dürfte. Ihm, der nicht zwingend als feinfühligster Empath in der Fußballwelt bekannt geworden ist, jetzt aber eine Mannschaft vorzusetzen, an der gerade einer gescheitert ist, der sehr wohl als feinfühliger Empath gilt, wäre doch ein ziemliches Wagnis gewesen. Davon abgesehen, dass eine langfriste Zusammenarbeit ohnehin schwierig geworden wäre zwischen dem eigenwilligen Tuchel und den untereinander zuletzt immer öfter voneinander abweichenden Machtmenschen Hoeneß sowie Rummenigge.

 

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