Giulia GwinnGetty Images
Christian Guinin30. März 2025
Bundesliga
Bayern München
G. Gwinn

"Schade und enttäuschend": Medien-Schelte nach Giulia Gwinns Kritik an den Bossen des FC Bayern München

Gwinn war mit dem Fehlen der Bayern-Bosse beim Pokal-Halbfinale nicht einverstanden. Aus dem Klub bekommt sie Zuspruch - Kritik gibt es an den Medien.

Giulia Gwinn hat nach der Kritik an der Vereinsführung des FC Bayern München Rückendeckung von Bianca Rech, Direktorin Frauenfußball im Klub, bekommen.

  • WAS WURDE GESAGT?

    "Natürlich darf Giulia Gwinn mündig bleiben - das ist überhaupt keine Frage. Zu dem Thema habe ich nur zu sagen: Ich finde es sehr schade und enttäuschend, dass die Medien nichts anderes zu tun haben als, dass nach so einem erfolgreichen sportlichen Highlight das am nächsten Tag die einzige Headline ist", sagte Rech im Vorlauf des 2:0-Sieges der Münchnerinnen gegen Bayer Leverkusen am Sonntag.

  • WAS IST DER HINTERGRUND?

    Gwinn hatte sich am Rande des DFB-Pokal-Halbfinals der Bayern-Frauen gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Wochenende enttäuscht von der Abwesenheit der Verantwortlichen um Präsident Herbert Hainer und Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge gezeigt. Rummenigge beispielsweise entschied sich am Samstag lieber für die Infinity League, wo einige ehemalige Stars des deutschen Rekordmeisters aufdribbelten. Nicht mal Hainer, der sonst häufig und gern bei den Frauen vorbeischaut, ließ sich beim Halbfinale blicken.

    "Ein bisschen schade ist es schon. Ich glaube, es ist eines der größten Spiele, wenn man sich alle Wettbewerbe anschaut", sagte die Nationalspielerin bei Sky. Wir sind in der Liga super dabei, da ist ein Pokal-Halbfinale eigentlich was, wo man sich Präsenz erhofft. Sehr, sehr schade. Ich hoffe, dass sie es zumindest im Fernsehen verfolgen. Ich hoffe, dass wir weiterkommen und sie in Köln (beim Finale; Anm. d. R.) anwesend sind." Bayern gewann mit 3:2 gegen Hoffenheim und trifft im Finale auf Werder Bremen.

  • WAS WURDE NOCH GESAGT?

    Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen spielte die Vorwürfe anschließend herunter. "Wir tun eine Menge für den Frauenfußball, sowohl was Infrastruktur als auch die Mannschaft angeht. Der Support vom Klub ist enorm groß."

    Auch Direktorin Rech verwies auf die Wertschätzung, "die wir vom ganzen Verein, von Präsident Herbert Hainer wie vom gesamten Vorstand erhalten. Wir haben eine tolle Infrastruktur, eine große Qualität im Kader und konnten uns in den vergangenen Jahren erfolgreich weiterentwickeln."