Er konnte alles außer Ballstoppen

Weggefährten erzählen von Leroy Sanes
Aufstieg zum Superstar

Mit Manchester City kehrt Leroy Sane am Mittwoch zum Champions-League-Achtelfinale (21 Uhr live auf DAZN und im LIVETICKER) zu seinem Jugendklub FC Schalke 04 zurück - als Superstar. Goal und SPOX sprachen mit seinen Ex-Mitspielern Frederik Streit, Donis Avdijaj, Maurice Neubauer, Pascal Itter, Fabian Reese und Roman Neustädter sowie City-Journalist David Mooney und zeichnen Sanes Aufstieg nach.

Mutters Beweglichkeit,
Vaters Ballgefühl

Da müsse er erst mal bei Leroy nachfragen, ob er das denn auch will, sagt Souleyman Sane am Telefon. Ob der Sohn will, dass sein Vater über ihn spricht. Souleyman war einst selbst Fußballprofi, kein schlechter sogar. Er spielte unter anderem beim SC Freiburg, dem 1. FC Nürnberg und der SG Wattenscheid 09. Er weiß, wie es ist, in der Öffentlichkeit zu stehen. Er weiß, wie sehr Nebengeräusche stören können.

Deshalb schloss Souleyman einst ein Abkommen mit seinem Vater: dieser äußert sich nur, wenn es vorher mit ihm abgesprochen ist. Das System hat sich bewährt und deswegen handhaben es Souleyman und Leroy genau so. Diesmal jedenfalls will er nichts sagen. Vater und Sohn halten zusammen, die Familie hält zusammen.

Souleyman Sane

Souleyman Sane

"Leroy ist ein Familienmensch. Ich habe gespürt, wie nahe ihm seine Familie steht", sagt Donis Avdijaj. Vier Jahre verbrachten sie einst gemeinsam bei Schalke, beide kamen am 1. Juli 2011 in die Jugendabteilung des Klubs. "Ich kann mich erinnern, dass er mit seinem älteren Bruder Kim da war", sagt Avdijaj. Kim hatte damals auch seinen ersten Tag bei Schalke, genau wie der dritte Bruder. Sidi, der jüngste.

Kim ist mittlerweile 24 und hat seine Karriere beendet, der 15-jährige Sidi spielt aktuell in der Schalker U16. Die Wege der drei durch den Nachwuchsfußball waren ähnliche. In Bochum-Wattenscheid wuchsen die Sanes auf. Dort, wo Souleyman nach dem Ende seiner aktiven Fußballerkarriere heimisch wurde.

Sport spielte von Beginn an eine große Rolle in der Familie, auch Mutter Regina Weber-Sane war Profisportlerin. Als Gymnastin holte sie bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles Bronze. Die Beweglichkeit von der Mutter, das Ballgefühl vom Vater.

Der Wattenscheider Robben

Kim, Leroy und Sidi spielten als Kinder auf den Bolzplätzen ihres Viertels unweit des Wattenscheider Lohrheidestadions, später im Verein bei der SG, Kim auch beim VfL Bochum und Leroy bei Schalke - ehe sie alle zu Bayer 04 Leverkusen wechselten. Zwölf war Leroy damals, erstmals verließ er zumindest zeitweise sein gewohntes Umfeld. Schule in Wattenscheid, Fahrdienst nach Leverkusen, Training und zurück. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat.

Anpassungsprobleme hatte Sane in der neuen Umgebung keine. "Er war gleich voll integriert und bei allen sehr beliebt", sagt Frederik Streit, der damals mit Sane in einer Mannschaft spielte. "Man konnte mit ihm jeden Blödsinn machen und er hatte immer einen flapsigen Spruch auf Lager. Manchmal war er aber ein bisschen chaotisch." Gerne denkt Streit auch an gemeinsame Abende mit der Mittelrhein-Auswahl zurück: "Da haben wir viel Mist gemacht." Genau wie der ganze Spaß mit ihm ist Streit aber auch Sanes wahnsinniges Talent in Erinnerung geblieben.

"Ich habe seine typische Fintenbewegung noch genau im Kopf. Mit dem linken Fuß machte er immer die gleiche Bewegung - jeder wusste es, aber es war trotzdem nicht zu verteidigen. Ein bisschen wie bei Arjen Robben."

Drei Jahre verbrachte der Wattenscheider Robben in Leverkusen, 2011 kehrte er gemeinsam mit seinen beiden Brüdern zurück in den Ruhrpott. Fortan spielten sie alle drei bei Schalke. Untereinander besuchten sie die Spiele der anderen und Papa Souleyman war auch oft da.

Leroy Sane mit seinem Bruder Kim (links)

Leroy Sane mit seinem Bruder Kim (links)

"Sein Vater achtete sehr genau auf Leroys Lebenswandel. Wenn wir zum Beispiel mal Essen waren, es halb neun wurde und wir am nächsten Tag ein Spiel hatten, dann hat er oft gesagt: 'Komm Leroy, jetzt geht’s nach Hause'", erzählt Pascal Itter, der später - ab der U19 - mit Sane zusammenspielte. Avdijaj hat ähnliche Erinnerungen: "Leroy kümmerte sich immer gut um seinen kleinen Bruder und seine restliche Familie um ihn. Vor allem die Unterstützung von seinem Vater war riesengroß. Es war wichtig für ihn, Tipps zu bekommen von einem, der das alles schon erlebt hat."

Von heute auf morgen den Unterschied gemacht

An Sanes damaliger körperlichen Konstitution konnte aber auch der Vater nichts ändern. Im Vergleich zu seinen Mitspielern hatte er noch zu U17-Zeiten erhebliche Nachteile. "Er war ziemlich schlank und klein", erinnert sich Avdijaj. In seiner Premierensaison in der U17-Bundesliga war Sane kein Stammspieler, nur ein Treffer und eine Vorlage gelangen ihm. Im Jahr darauf war es nur unwesentlich besser: ein Treffer, zwei Vorlagen.

Vieles war damals auf Avdijaj ausgerichtet, der als größtes Talent der Mannschaft galt. 44 Tore schoss er in einer Saison. Sane war einer von vielen, auch bei den deutschen U-Nationalmannschaften spielte er keine Rolle. "Man wusste natürlich, dass er Talent hat, aber ich würde nicht sagen, dass er der Beste war", erinnert sich Maurice Neubauer, der die Schalker Jugend gemeinsam mit Sane durchlief und heute beim FC 08 Homburg in der Regionalliga Südwest spielt.

Donis Avdijaj

Donis Avdijaj

2013 stiegen Neubauer, Avdijaj und Sane gemeinsam von der U17 in die U19 auf, in die Mannschaft des legendären Trainers Norbert Elgert. Eine "sehr wichtige Person in meinem Leben" nannte ihn Sane mal. Elgert erreicht die jungen Spieler, er bringt sie weiter. "Die Zeit unter ihm hat Leroy sehr gutgetan. Er trichterte ihm Disziplin ein und half ihm auch in Sachen Selbstbeherrschung und Selbstmotivation", sagt Itter. "Wenn man nicht gemacht hat, was Elgert wollte, bekam man von ihm auch mal einen auf den Deckel."

In der damaligen Mannschaft spielte auch Fabian Reese, der heute für die SpVgg Greuther Fürth stürmt. "Die zwei Jahre unter Elgert waren für mich eine prägende Zeit", sagt er. "Solange er dort Trainer ist, kann ich jedem, der ein Angebot von der Schalker U19 hat, empfehlen, den Schritt zu gehen."

Unter Elgert startete Sane schließlich durch. Endlich. In einem 4-4-2 mit Raute spielte er meist auf der Spielmacherposition. Zehn Tore und zehn Vorlagen gelangen Sane in seiner ersten Saison in der U19-Bundesliga. Er avancierte zum Schlüsselspieler der Mannschaft. Gleichzeitig entwickelte sich Sane körperlich weiter, wurde größer und schwerer. Viele Besuche im Kraftraum machten ihn durchsetzungsstärker. Neubauer erinnert sich an einen sagenhaften Leistungssprung.

"Gefühlt hat er von heute auf morgen den Unterschied gemacht."

Zur Belohnung debütierte Sane im Frühling 2014 mit 18 bei einem Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart am 31. Spieltag für die Schalker Bundesligamannschaft und wurde dann auch erstmals in eine deutsche U-Nationalmannschaft berufen, die U19.

Gaudi und Blödsinn machen

Im Schalker Mittelfeld spielte damals Roman Neustädter. Bestens kann er sich an Sanes Anfänge bei den Profis erinnern. "Bei seinem ersten Training war er ein bisschen nervös und ihm ist jeder einzelne Ball versprungen. Dann hat er sich aufgeregt und immer wieder geflucht: 'Wie kann der nur verspringen?' Alle haben gelacht und ihn damit aufgezogen, dass er keinen Ball stoppen kann. Aber wir haben ihm auch gleich gesagt: 'Wenn du das noch lernst, dann wirst du ein Weltklassespieler.' Das hat schneller geklappt als gedacht." Sane selbst nahm es mit Humor.

Seine positive Art kam in der Mannschaft gut an, das betonen alle seine ehemaligen Kollegen ganz unabhängig voneinander. "Er war immer nur am Lachen, Gaudi und Blödsinn machen", sagt Neustädter.

"Plumpe Antworten auf blöde Fragen waren seins", weiß der gebürtige Nordhesse Itter, der mit den anderen Spielern, die nicht aus der Gegend kamen, im Schalker Internat wohnte. Regelmäßig zu Gast war dort auch Sane. Mal vor dem Training, mal danach. "In seiner Freizeit hing er oft bei uns im Internat ab, wo wir im Gemeinschaftsraum viel Playstation gespielt haben. Er hat immer groß angegeben, dass er der Beste sei, und konnte es gar nicht verstehen, wenn er mal verloren hat." Gerne hörte Sane in seiner freien Zeit auch Musik. "Damit hat er sich viel auseinandergesetzt", sagt sein ehemaliger Leverkusener Mitspieler Streit. "Immer Hip-Hop und R’n’B."

Roman Neustädter

Roman Neustädter

Zur Schule ging Sane nahe des Schalker Vereinsgeländes, in die Gesamtschule Berger Feld. Gemeinsam unter anderem mit Avdijaj und Reese. "Wir haben damals die Pausen zusammen verbracht. Leroy ist ein sehr lockerer, witziger Typ. Ein Spaßvogel", sagt Reese. "Leroy und ich waren eng befreundet und haben viel Blödsinn miteinander gemacht", erinnert sich Avdijaj und lacht. "Was genau, ist jetzt aber leider nicht druckreif."

Der Spaß schlug bei Sane jedoch gelegentlich in Übermut um, unter anderem im Straßenverkehr. Im November 2014 schrottete er 18-jährig seine Mercedes C-Klasse. "Mir wäre viel wohler gewesen, wenn Leroy sich nicht gleich so einen Wagen angeschafft hätte. Aber vielleicht lernt er jetzt ja daraus", sagte Vater Souleyman damals. Zunächst tat er das nicht, einige Monate später passierte ihm nämlich das Gleiche mit einem Audi R8. "Wenn man gerade den Führerschein hat, denkt man, man kann schon sehr gut Auto fahren und schätzt Situationen falsch ein", sagt Reese. "Ich glaube aber, dass die wenigsten ganz ohne Lackschaden davongekommen sind - egal welches Auto man fährt." In der Mannschaft wurde Sane für seine Unfälle laut Neustädter aufgezogen: "Wir haben ihm halt gesagt: 'Du kannst nicht Auto fahren, das ist wie mit dem Ballstoppen.'"

Der teuerste deutsche Fußballer aller Zeiten

Zwischen den beiden Unfällen machte Sane den Schritt vom U19- zum Bundesliga-Stammspieler. Bereits in der Saison 2014/15 rückte er fest in den Kader der Profimannschaft und schoss seine ersten Bundesligatore.

Gleichzeitig stürmte er mit der U19 ins Bundesligafinale. Es ging gegen die TSG Hoffenheim, im Wattenscheider Lohrheidestadion. Sane wurde beim Stand von 0:1 in der 37. Minute eingewechselt, am Ende gewann Schalke 3:1. "Er hat das Ruder zum Positiven rumgerissen", erinnert sich Neubauer. "Die Feier danach war unvergesslich", sagt Reese, der ebenfalls eingewechselt wurde. Ein paar Gassen von seinem Elternhaus entfernt ging für Sane die Zeit im Jugendfußball zu Ende.

Ab der neuen Saison spielte er ausschließlich für die Profimannschaft. Im November debütierte er bei einem Freundschaftsspiel in Frankreich für die deutsche Nationalmannschaft, im darauffolgenden Sommer nominierte ihn Bundestrainer Joachim Löw auch für die Europameisterschaft in Frankreich.

Dann wechselte Sane für 50 Millionen Euro zu Manchester City. Damit wurde er zum teuersten deutschen Fußballer aller Zeiten. Mit 20 war sane ganz oben angekommen.

Guardiola verbesserte sogar seine Ballannahme

Anders als andere junge Spieler hatte Sane keine Akklimatisierungsprobleme in der neuen Umgebung. Genau wie einst in Leverkusen halfen ihm seine positive Art und sein breites soziales Umfeld. "Er hat sich in Manchester von Anfang an wohlgefühlt. Auch, weil ihn immer viele Freunde besucht haben", sagt Neustädter, der noch regelmäßigen Kontakt mit Sane hat. "Als ich mit Fenerbahce Istanbul im Herbst 2016 in der Europa League in Manchester gegen United gespielt habe, hat er bei mir im Hotel vorbeigeschaut." Wichtig beim Einleben war für Sane laut Neustädter auch Trainer Pep Guardiola, der auf seine Verpflichtung gedrängt haben soll.

"Leroy hat alles richtig gemacht. Er ist zu einem Trainer gegangen, der Spieler weiterentwickelt und individuell viel mit ihnen arbeitet. Guardiola hat es sogar geschafft, Leroys Ballannahme zu verbessern."

Laut dem Journalisten David Mooney, der unter anderem für die BBC und ESPN über Manchester City berichtet, ist Guardiola "eine Vaterfigur" für Sane. Sein Papa Souleyman, U19-Trainer Elgert, jetzt Guardiola. Die wichtigsten Personen in Sanes bisheriger Fußballerkarriere.

Trotz der hohen Ablösesumme gab Guardiola Sane Zeit. Erst fehlte er ohnehin verletzt, dann kam er von der Bank oder auch nicht. "Zunächst wirkte er wie ein junger Bursche im Männerfußball. Ein bisschen naiv und mit viel Bedarf an Anleitung", sagt Mooney. Erstmals in der Startelf stand Sane Mitte Oktober. Erstmals für Furore sorgte er Mitte Dezember, als er bei einem 2:1-Sieg gegen den FC Arsenal das zwischenzeitliche 1:1 erzielte. "Dieses Tor war sein persönlicher Startschuss", erinnert sich Mooney. In der Rückrunde etablierte sich Sane als Stammspieler - und blieb es auch in der folgenden, in der City Meister und Sane zum besten Nachwuchsspieler der Liga gewählt wurde. Alles ging schnell, sehr schnell. Bei einem Spiel gegen Chelsea lief Sane 35,48 km/h. Premier-League-Rekord!

Von Schock und
Schadenfreude

Jahrelang ging es für Sane ausschließlich nach oben - und dann kam der 4. Juni 2018. "Bernd Leno, Jonathan Tah, Nils Petersen", sagte Bundestrainer Löw, "und Leroy Sane." Löw trank dann noch rasch seinen Espresso aus, ehe ihn ein Schwall an Unverständnis überschüttete. Löw hatte Sane aus seinem finalen Kader für die Weltmeisterschaft in Russland gestrichen.

"Ich habe ihm geschrieben: 'Kopf hoch, kann eh keiner verstehen'", sagt Neustädter. Schon in Deutschland begriffen die wenigsten Löws Entscheidung und in Sanes Wahlheimat England noch weniger. Mooney erinnert sich an "shock and outrage" in England.

"Die Fans waren entsetzt und die Medien absolut entrüstet. Normalerweise interessiert hier nur das englische Nationalteam, aber auf einmal kam diese Nachricht und hat alles andere in den Hintergrund gestellt."

Die Reaktionen auf Sanes Nichtnominierung zeigen, welchen Stellenwert er sich in seinen bis dahin zwei Jahren in England bereits erarbeitet hat. "Alle haben sich gefragt: Wie kann er der beste junge Spieler der Premier League sein, aber nicht im deutschen WM-Kader stehen?", erinnert sich Mooney. Angeblich soll Sanes Confed-Cup-Absage aus dem Vorjahr eine Rolle gespielt haben. Damals zog er eine Nasenoperation Nationalmannschaftseinsätzen vor.

In Manchester schwenkte die Stimmung während der Weltmeisterschaft unterdessen von Schock in Schadenfreude um. "Viele City-Fans haben sich über das schlechte Auftreten Deutschlands bei der WM gefreut, weil sie das Gefühl hatten, dass Sane seines Platzes beraubt worden war", sagt Mooney. Gleichzeitig hofften die Fans auf einen ausgeruhten Sane, der vom Saisonstart an in Top-Form ist.

Man muss ihn einfach
machen lassen

Sanes Saisonstart gelang aber nicht, weil er nicht spielte. Bei den ersten drei Premier-League-Spielen wurde Sane erst spät eingewechselt, beim vierten fehlte er sogar im Kader. "Seine Saisonvorbereitung war nicht gut, er hat es sich nicht verdient, zu spielen", erklärte Guardiola damals. Einstellungs- und Fitnessprobleme wurden Sane nachgesagt, über Ähnliches wurde auch im Zuge seiner WM-Ausbootung spekuliert. "Er wird bei City immer wieder dafür kritisiert, dass er in den Spielen defensiv nicht ganz so hart arbeitet", sagt Mooney, "und dann liegt es natürlich nahe, weiterzudenken, dass er womöglich auch nicht der Trainingsfleißigste ist."

Es waren harte Wochen für Sane, erstmals in seiner Karriere wurde er hinterfragt. Von seinen Trainern und auch von der Öffentlichkeit.

Kraft gab Sane zu dieser Zeit die Geburt seiner Tochter. "Das hat ihn als Persönlichkeit reifer gemacht", findet Neustädter, der neulich ebenfalls Vater geworden ist. "Wenn wir miteinander schreiben, schwärmt er davon, wie schön es ist, Zeit mit seinem Kind zu verbringen. Unsere Gespräche drehen sich viel um unsere Kinder und wir schicken uns Fotos hin und her. Sein Mädel sieht eins zu eins aus wie er - und mein Sohn eher wie meine Frau."

Auf dem Platz fand Sane im Laufe der Hinrunde zu seiner Form zurück. Acht Tore und zehn Vorlagen gelangen ihm seitdem in der Premier League, unter anderem das so wichtige 2:1 im Topspiel gegen den Titelrivalen FC Liverpool Anfang Januar. Am besten ist Sane dann, wenn er Sane sein darf.

"Spieler wie ihn muss man einfach machen lassen", sagt Neustädter. "Wenn er mal nicht mit nach hinten läuft, dann sollte man ein Auge zudrücken - denn vorne kommt bei ihm immer was dabei rum."