Dank Schlitzohr Suarez: Uruguay vorzeitig für WM-Achtelfinale qualifiziert
Ryan Pierse/Getty Images
In einer schwachen Partie reicht ein Suarez-Treffer für die Entscheidung. Dank des 1:0-Erfolgs gegen Saudi-Arabien steht Uruguay im Achtelfinale.

Beim "Beißer" ist der Torhunger zurück: Jubilar Luis Suarez hat Uruguays Minimalisten ins Achtelfinale der WM geführt. Der im ersten Spiel gegen Ägypten noch enttäuschende Starstürmer schoss die Celeste in seinem 100. Länderspiel zu einem glanzlosen 1:0 (1:0) gegen Saudi-Arabien.

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Mit seinem Treffer (10.) schloss Suarez nach WM-Toren zu Diego Forlan auf. Beide waren sechsmal bei einer Endrunde erfolgreich. Uruguay, zweimaliger Weltmeister, erreichte nach zwei 1:0-Siegen in der Gruppe A zum dritten Mal in Serie die K.o.-Runde einer WM und kämpft am Montag (16.00 Uhr) gegen Russland um den Gruppensieg. Auch die Russen sind durch den Erfolg der Südamerikaner weiter.

Saudi-Arabien nach Niederlage ausgeschieden

Die Grünen Falken indes sind nach der 0:5-Klatsche gegen den Gastgeber zum Auftakt vorzeitig ausgeschieden. Die schier endlose Durststrecke hält an: Seit zwölf WM-Spielen warten die Saudis bereits auf ein Erfolgserlebnis auf der großen Fußball-Bühne.

Suarez stand schon im Vorfeld des Anpfiffs vor 42.678 Zuschauern in der Rostow-Arena im Fokus. Der Torjäger vom FC Barcelona, bei der WM vor vier Jahren in Brasilien nach einer aufsehenerregenden Beiß-Attacke lange gesperrt, hatte beim Last-Minute-Sieg gegen die Ägypter zum Auftakt schließlich eine Reihe hochkarätiger Chancen vergeben.

In Rostow aber kehrte sein Torriecher zurück. Nach einem Eckball von Carlos Sanchez segelte Torhüter Mohammed Al-Owais am Ball vorbei, der am zweiten Pfosten lauernde Suarez musste nur noch den Fuß hinhalten. Für Uruguays Rekordtorschützen war es bereits der 52. Treffer im himmelblauen Trikot.

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Uruguays Passivität wird nicht bestraft

Der indisponierte Schlussmann von Al Ahli war einer von vier neuen Spielern, die Nationaltrainer Juan Antonio Pizzi nach der Auftaktpleite gegen den Gastgeber in die Startelf rotierte - wohl auch auf Anordnung von Verbandsboss Adel Ezzat, der nach der Demütigung am vergangenen Donnerstag Strafen angekündigt hatte.

Die Falken hatten bei der Anreise bange Minuten überstehen müssen. Im Landeanflug waren Flammen aus dem rechten Triebwerk des Airbus geschlagen, der das Team am Montag nach Rostow am Don brachte. Die Passagiere kamen aber mit dem Schrecken davon.

Auf dem Feld war den Saudis von Angst nichts anzumerken. Trotz des frühen Rückstands ging der Underdog engagiert zu Werke. Nur der Abschluss blieb zu ungefährlich, um den Favoriten für sein erstaunlich passives, uninspiriertes Spiel zu bestrafen.

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