WM-Qualifikation: Kane bewahrt England vor Blamage gegen Schottland
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Harry Kane rettet England mit einem Last-Minute-Treffer einen Punkt gegen Schottland, Dänemark bleibt weiter erster Verfolger von Deutschland.

Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 läuft auf Hochtouren. England holt im Battle of Britain gegen Schottland in letzter Minute einen Punkt. Dänemark holt gegen Kasachstan einen Pflichtsieg und bleibt weiterhin erster Verfolger von Deutschland.

Gruppe C: Nordirland nach Last-Minute-Sieg weiter erster DFB-Verfolger

EM-Achtelfinalist Nordirland bleibt in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland erster Verfolger der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Das Team von Trainer Michael O'Neill siegte in Aserbaidschan 1:0 (0:0) und vergrößerte in der Gruppe C den Vosprung auf Tschechien. Die Tschechen kamen in Norwegen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.

Das entscheidende Tor des Tages für Nordirland erzielte Stuart Dallas in der Nachspielzeit (90.+2). Für Tschechien war der Bremer Bundesliga-Profi Theodor Gebre Selassie (36.) erfolgreich, ehe Alexander Söderlund per Foulelfmeter (55.) den Endstand herbeiführte.
Nach dem deutlichen 7:0 (4:0)-Sieg der DFB-Elf gegen 

Fußball-Zwerg San Marino hat Nordirland weiterhin fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer und nun vier Zähler Vorsprung auf Tschechien. Die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die WM, die acht besten Gruppenzweiten spielen im K.o.-Modus vier weitere europäische Startplätze aus.

Aserbaidschan - Nordirland 0:1 (0:0)

Deutschland - San Marino 7:0 (4:0) (zur Analyse)

Norwegen - Tschechien 1:1 (0:1)

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Gruppe E: Lewandowski überragend: Polen weiter auf WM-Kurs, Dänemark holt Sieg in Kasachstan

Polens Nationalmannschaft hält dank Torjäger Robert Lewandowski weiter Kurs auf die WM 2018 in Russland. Der Stürmer von Bayern München traf am Samstag gegen die von Christoph Daum trainierten Rumänen dreifach und führte sein Team im Alleingang zum 3:1 (1:0)-Sieg in Warschau.

Polen hält in der Qualifikationsgruppe E mit 16 Punkten souverän den ersten Platz, der am Ende die sichere WM-Teilnahme bedeutet. Auf Rang zwei folgt Montenegro (10) dank eines 4:1 (2:0)-Erfolges gegen Armenien. Dänemark (10) liegt durch einen 3:1 (1:0)-Pflichtsieg bei Tabellenschlusslicht Kasachstan weiter auf dem dritten Rang. Daums Rumänen (6) haben als Vierter kaum noch Chancen.

Lewandowski unterstrich mit seinen drei Treffern (29./Foulelfmeter, 57., 62./Foulelfmeter) erneut seine enorme Bedeutung für den polnischen Fußball. Der Superstar traf im elften Qualifikationsspiel in Serie, zudem ist er mit nun 46 Länderspieltoren Polens zweitbester Schütze der Geschichte. Vor Lewandowski liegt nur noch Wlodzimierz Lubanski (48). Den Foulelfmeter zum 1:0 hatte der 28-Jährige zudem selbst herausgeholt.

Für die Dänen trafen Nicolai Jörgensen (27.), Christian Eriksen (51./Foulelfmeter) und Kasper Dolberg (81.) in Kasachstan. Werder Bremens Thomas Delaney und Yussuf Poulsen vom deutschen Vizemeister RB Leipzig waren an zwei Treffern entscheidend beteiligt. 

Montenegros Kapitän Stevan Jovetic war gegen Armenien mit drei Treffern (28., 54., 82.) bester Mann seines Teams.

Polen - Rumänien 3:1 (1:0)

Montenegro - Armenien 4:1 (2:0)

Kasachstan - Dänemark 1:3 (0:1)

Gruppe F: Kapitän Kane bewahrt England im "Battle of Britain" vor einer Blamage

Der neue Kapitän Harry Kane hat das Fußball-Mutterland England vor einer Blamage bewahrt und den Three Lions im 117. "Battle of Britain" in Glasgow gegen Schottland einen wichtigen Punkt in der WM-Qualifikation gerettet. Der Torjäger von Tottenham Hotspur traf in der Nachspielzeit (90.+3) zum 2:2 (0:0)-Endstand, nachdem die Gastgeber in der Schlussphase das Spiel zunächst zu ihren Gunsten gedreht hatten.

Leigh Griffiths ließ die Schotten mit einem Doppelpack (87., 90.) bereits vom ersten Heimsieg gegen den Erzrivalen seit 1985 träumen, ehe der Favorit in Person von Kane doch noch einmal zurückschlug. Joker Alex Oxlade-Chamberlain (70.) hatte England in Führung geschossen.
In der Europa-Gruppe F ist England weiter ungeschlagen und führt mit 14 Punkten nach sechs Spieltagen das Feld weiter souverän an. Schottland gerät seinerseits mit nur acht Zählern im Kampf um die Play-offs immer weiter ins Hintertreffen und der umstrittene Teammanager Gordon Strachan trotz der Energieleistung gegen England immer mehr unter Druck.

Vor 52.000 Zuschauern im Hampden Park waren die Gäste von Beginn an tonangebend, fanden gegen das Abwehrbollwerk der Schotten aber zunächst kein geeignetes Mittel. Gegen Dele Alli (29.) und Asam Lallana (41.) konnten sich zudem der schottische Torwart Craig Gordon zweimal auszeichnen. 

Die beste Gelegenheit für den Favoriten hatte Jake Livermore, der in der 50. Minute mit einem abgefälschten Schuss am Pfosten scheiterte. Anschließend hatten die Hausherren aber durch Andrew Robertson und Stuart Armstrong ebenfalls zwei gute Gelegenheiten. Arsenal-Profi Oxlade-Chamberlain fasste sich dann kurz nach seiner Hereinnahme ein Herz und düpierte mit seinem Schuss aus spitzem Winkel die komplette schottische Abwehr inklusive Keeper Gordon, der in dieser Szene nicht gut aussah. In der turbulenten Schlussphase waren dann Griffiths und Kane die Hauptdarsteller.

Die Bravehearts, die England zuletzt 1999 schlagen konnten, liegen bereits drei Punkte hinter der Slowakei, die 2:1 (1:0) in Litauen gewann. Vor den Schotten liegt auch noch Slowenien (11), das Schlusslicht Malta 2:0 (1:0) bezwang. Für die Gastgeber traf der eingewechselte Ex-Kölner Milivoje Novakovic im letzten Spiel seiner Karriere in der 84. Minute zum Endstand. Mit 32 Treffern für die Nationalmannschaft ist er hinter Zlatko Zahovic (35) zweitbester slowenischer Torjäger aller Zeiten. Josip Ilicic (45.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht.

Schottland - England 2:2 (0:0)

Slowenien - Malta 2:0 (1:0)

Litauen - Slowakei 1:2 (0:1)

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