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RB Leipzig vs. Schalke 04 Spielbericht 28.10.18

END
0 - 0
RBL
S04
Red Bull Arena
Nullnummer in Leipzig: Schalke verpasst Befreiungsschlag
17:31 MEZ 28.10.18
Weston McKennie Marcel Halstenberg FC Schalke 04 RB Leipzig 28102018
Der FC Schalke kann auch in Leipzig nicht gewinnen. In einem kampfbetonten Spiel trennten sich RB und Königsblau torlos.

Schalke 04 läuft den eigenen Ansprüchen in der Bundesliga weiter hinterher. Beim zähen 0:0 bei RB Leipzig verpasste das Team von Trainer Domenico Tedesco nach einer spielerisch durchwachsenen Leistung den erhofften Befreiungsschlag und steckt mit nur sieben Punkten weiter im Tabellenkeller fest. Die Offensivschwäche der Königsblauen wurde wieder einmal deutlich. Fünf Tore nach neun Spielen sind einfach zu wenig.

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Die Leipziger blieben wettbewerbsübergreifend zwar zum achten Mal nacheinander ungeschlagen, verpassten aber den Sprung auf einen Champions-League-Rang.

Nach den Auftritten im Europapokal gegen Celtic Glasgow (Leipzig) und bei Galatasaray Istanbul (Schalke) unter der Woche wählten die Trainer verschiedene Ansätze, um ihre Mannschaften auf den Liga-Alltag einzustellen.

Schalke in der Offensive einfallslos

RB-Coach Ralf Rangnick blieb seiner Linie treu und rotierte erneut kräftig, Leipzig startete mit sieben Veränderungen in der Startelf. Im Angriff kehrte Nationalspieler Timo Werner in die Anfangsformation zurück. Tedesco beließ es mit der Hereinnahme von Weston McKennie und Nabil Bentaleb bei zwei Umstellungen. Nationalspieler Sebastian Rudy fiel mit einem grippalen Infekt kurzfristig aus, der zuletzt erkrankte Abwehrchef Naldo saß auf der Bank.

Beiden Mannschaften fehlte vor 41.939 Zuschauern in der Anfangsphase die Präzision. In der Leipziger Offensive war das Fehlen der Kreativspieler Emil Forsberg und Kevin Kampl unübersehbar. Sturmspitze Werner musste sich häufig weit zurückfallen lassen, um sich am Spielaufbau beteiligen zu können. Schalke agierte überhastet und war mit langen Bällen auf Angreifer Breel Embolo zu berechenbar.

Nach einer zähen ersten Viertelstunde erspielte sich RB mit gutem Kurzpassspiel ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld. Der sehr agile Werner war dabei auf den Flügeln sowie im Zentrum stets anspielbar. Auch der erste gefährliche Abschluss des Spiels erfolgte durch den 22-Jährigen (21.), der seit seiner viel diskutierten Schwalbe gegen Schalke im Dezember 2016 zu einem Feindbild der Königsblauen Anhänger geworden ist. Werner musste sich erneut Schmähgesänge aus dem Gästeblock anhören.

Embolo vergibt erneut Riesenchance

Die defensiv sicheren Schalker fanden in der ersten halben Stunde offensiv kaum statt, hatten plötzlich aber dennoch die Führung vor Augen. Nach einem Eckball köpfte Embolo völlig freistehend aus fünf Metern am Tor vorbei (28.).

In der Folge flachte das ohnehin nicht hohe Niveau der Begegnung weiter ab. Nickligkeiten und technische Fehler häuften sich, Chancen dagegen blieben Mangelware. Für eine Schalker Schrecksekunde sorgte der junge Torhüter Alexander Nübel, als er sich bei einer Ecke verschätzte (40.) und am Ball vorbeifaustete.  Auf der Gegenseite hatte kurz nach Wiederanpfiff RB-Schlussmann Peter Gulasci Glück, als McKennies Kopfball die Latte touchierte (51.).

Standards sorgten auch in der Folge für die größte Gefahr auf beiden Seiten. Spielerisch taten sich RB und Schalke bei nasskaltem Wetter äußerst schwer.