2. Liga: Kiel mit Rückschlag im Aufstiegsrennen, Lasogga sichert HSV-Remis, Köln verliert trotz Comeback-Tor von Modeste
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Holstein holt gegen Fürth nur ein Remis. Der HSV kommt in Heidenheim zweimal zurück. Bei Köln ist Modeste zurück. Die 2. Bundesliga im Überblick.

Holstein Kiel hat im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga einen großen Sprung verpasst. Das Team von Trainer Tim Walter kam im Duell mit der SpVgg Greuther Fürth vor eigener Kulisse zu einem 2:2 (0:0) und hat als Siebter aktuell drei Punkte Rückstand auf den 1. FC Köln auf Rang drei.

Der Hamburger SV und der 1. FC Köln haben beide Punkte liegen gelassen. Der HSV reist mit einem 2:2-Remis aus Heidenheim zurück in den Norden, während der FC nicht gegen den SC Paderborn gewinnen konnte.

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Union Berlin liegt auf Aufstiegskurs. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer kam bei Kellerkind MSV Duisburg zu einem 3:2 (1:1) und kletterte am 1. FC Köln vorbei auf Aufstiegsplatz zwei.

Der FC St. Pauli hat im Aufstiegskampf dagegen gepatzt. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski unterlag Erzgebirge Aue überraschend mit 1:2 (1:1) und rutschte nach der zweiten Niederlage in Folge auf den sechsten Platz ab. Magdeburg setzt derweil seinen Aufwärtstrend fort, Dresden verpasst Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Holstein Kiel - SpVgg Greuther Fürth 2:2 (0:0)

Tore: 0:1 Green (50., Foulelfmeter), 1:1 Karazor (76.), 1:2 Caligiuri (84.), 2:2 Wahl (90.+4)

Die Franken blieben im zweiten Spiel unter dem neuen Coach Stefan Leitl ungeschlagen. Julian Green traf vom Elfmeterpunkt zur Führung (50.) vor 8669 Zuschauern in Kiel, zuvor hatte Jannik Dehm den Fürther Mittelfeldmann Kenny Prince Redondo gefoult.

Kiel kam durch Atakan Karazor (77.) zum Ausgleich und drängte anschließend auf den Siegtreffer. Doch ein kapitaler Fehler von Holstein-Keeper Kenneth Kronholm ermöglichte Marco Caligiuri (84.) das 2:1 für die Franken. Hauke Wahl (90.+4) rettete mit dem Treffer zum 2:2 den Störchen einen Punkt.

Im Hinspiel hatten die Kieler beim 1:4 ihre höchste Saisonniederlage kassiert, nun wollte die Walter-Elf unbedingt im Aufstiegsrennen punkten. Doch die Gäste präsentierten sich erneut als unbequemer Gegner, Fürth verteidigte diszipliniert und suchte auch den Weg nach vorne.

Auf Kieler Seite machte sich das Fehlen der Kreativkräfte Alexander Mühling (Gelbsperre) und Kingsley Schindler (Außenbandriss) bemerkbar.

Arminia Bielefeld - 1. FC Magdeburg 1:3 (0:2)

Tore: 0:1 Perthel (33.), 0:2 Lohkemper (45.), 1:2 Klos (69.), 1:3 Türpitz (85., Foulelfmeter)

Der 1. FC Magdeburg hat seinen Aufwärtstrend in der 2. Bundesliga fortgesetzt. Der abstiegsbedrohte Aufsteiger setzte sich am 22. Spieltag bei Arminia Bielefeld mit 3:1 (2:0) durch und schraubte seine Erfolgsserie in der Rückrunde auf zehn Punkte aus vier Spielen.

Vor 19.568 Zuschauern erzielten Winter-Neuzugang Timo Perthel (33.) per Freistoß und Felix Lohkemper (45.) die Tore zur 2:0-Führung. Bielefelds Fabian Klos (69.) gelang mit seinem achten Saisontor der Anschlusstreffer. Für die Entscheidung zugunsten der Gäste sorgte Philip Türpitz (85.) per Foulelfmeter.

Dem 1:0 war ein Foul von Bielefelds Julian Börner an Lohkemper vorausgegangen. Börner sah dafür die Rote Karte (31.), obwohl zwei Magdeburger zuvor klar im Abseits gestanden hatten. Den fälligen Freistoß setzte Perthel zum 1:0 in die Maschen.

Bielefeld präsentierte sich lange Zeit schwach und musste nach drei Siegen in Folge erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen. Mit 27 Punkten steht das Team von Trainer Uwe Neuhaus aber weiterhin im gesicherten Mittelfeld, Magdeburg verließ mit 21 Punkten wieder die Abstiegszone.

Magdeburg hatte von Beginn an mehr Spielanteile und brachte die Hausherren mit frühem Pressing immer wieder in Not. Lohkemper hätte schon nach sieben Minuten die Führung erzielen könne, doch sein Schuss landete auf der Latte. Andreas Voglsammer (27.) besaß nach schöner Einzelleistung für lange Zeit die größte Chance für die Gastgeber, scheiterte aber an FCM-Keeper Giorgi Loria.

Dynamo Dresden - Jahn Regensburg 0:0

Dynamo Dresden hat in der 2. Fußball-Bundesliga einen entscheidenden Schritt im Abstiegskampf verpasst. Die Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis kam im Heimspiel vor 25.303 Zuschauern gegen Jahn Regensburg nicht über ein 0:0 hinaus.

Aus den letzten acht Spielen holten die Sachsen nur einen Sieg, liegen aber trotz der Negativserie weiter sieben Punkte vor dem Relegationsplatz. Regensburg, zuletzt mit zwei Niederlagen, bleibt im gesicherten Mittelfeld.

Dresden, das die letzten drei Partien verloren hatte, fand zunächst kaum ins Spiel. Regensburg ließ die Gastgeber mit frühem Pressing nicht zur Entfaltung kommen. Klare Torchancen gab es in einer umkämpften und intensiven Partie ohne große spielerische Höhepunkte lange Zeit nicht. Erst kurz vor der Pause kam Dresden zu guten Möglichkeiten. Jahn-Keeper Philipp Pentke klärte jedoch stark gegen Patrick Ebert und Haris Duljevic.

Nach dem Wechsel entwickelte sich eine offene Partie, in der beide Teams vehement, aber oft unkontrolliert die Entscheidung suchten. Pech hatte vor allem der Regensburger Sebastian Stolze, dessen Kopfball an den Pfosten sprang (49.). Damit blieb der SSV, der seine letzten sechs Spiele gegen Dresden verloren hatte, auch im dritten Spiel in Folge ohne Torerfolg.

1. FC Heidenheim - Hamburger SV 2:2 (1:1)

Tore: 1:0 Dorsch (16.), 1:1 Berkay Özcan (30.), 2:1 Glatzel (54.), 2:2 Lasogga (70.)

Der Hamburger SV hat auf dem Rückweg in die Fußball-Bundesliga wieder einen Dämpfer hinnehmen müssen. Der Zweitliga-Spitzenreiter kam beim Überraschungsteam 1. FC Heidenheim nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus.

Trotz des dritten Auswärtsspiels in Folge ohne Sieg behaupteten die Hanseaten ihren Vier-Punkte-Vorsprung auf die ärgsten Verfolger. Heidenheim hielt durch sein achtes Spiel in Serie ohne Niederlage Kontakt zur Aufstiegszone.

Niklas Dorsch (16.) und Robert Glatzel (54.) brachten die Gastgeber vor 15.000 Zuschauern im Duell der Pokal-Viertelfinalisten zweimal in Führung. Berkay Özcan (31.) und Pierre-Michel Lasogga (70.) glichen für Hamburg jeweils aus.

Die Begegnung war im ersten Durchgang dem Pausenstand entsprechend ausgeglichen. Neben ihren Treffern ließen beide Mannschaften jeweils eine weitere Torgelegenheit aus. Nach der Pause agierte Heidenheim stärker und ging aufgrund der größeren Spielanteile auch verdient wieder in Führung. Danach jedoch geriet die Mannschaft von FCH-Coach Frank Schmidt zusehends unter Druck und konnte den Hamburger Ausgleich nicht mehr verhindern.

ONLY GERMANY Pierre-Michel Lasogga HSV Hamburger SV Bundesliga 16022019

Ingolstadt - Bochum 2:1 (2:0)

Tore: 1:0 Kittel (31.), 2:0 Kittel (38.), 2:1 Janelt (72.)

Sonny Kittel schnürte einen Doppelpack und war damit Wegbereiter für den 2:1 (2:0)-Erfolg des FC Ingolstadt in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den VfL Bochum. Die Schanzer haben im Abstiegskampf drei ihrer vergangenen vier Spiele gewonnen (eine Niederlage) und die Abstiegsplätze jetzt verlassen. Unter Trainer Jens Keller haben sich die Bayern stabilisiert.

Die Westfalen kassierten hingegen die dritte Niederlage in Folge und rutschen in der Tabelle immer weiter ab. Dabei hatte der VfL die letzten vier Duelle gegen die Schanzer für sich entschieden. Dem FCI gelang die Revanche für die 0:6-Pleite im Hinspiel in Bochum. Kittel traf vor 7464 Zuschauern per Doppelschlag in der 31. und 38. Minute. Vitaly Janelt (72.) gelang das Anschlusstor für die Bochumer.

Der FCI tat sich allerdings in der Anfangsphase schwer, es lief nicht viel zusammen bei den Gastgebern. Bochum wirkte zu Beginn etwas entschlossener und zielstrebiger. Nach der Ingolstädter Führung bekamen die Hausherren die Begegnung besser in den Griff, sie ließen geschickt Ball und Gegner laufen. Beim zweiten Gegentor machte VfL-Keeper Manuel Riemann keinen guten Eindruck und lenkte die Kugel über die Torlinie.

Die zweite Hälfte begannen die Bochumer druckvoll, hatten aber nicht das nötige Fortune im Abschluss. So verfehlte Tom Weilandt (65.) per Kopf knapp das gegnerische Tor. Erst Janelt brach den Bann.

MSV Duisburg - Union Berlin 2:3 (1:1)

Tore: 0:1 Zulj (11.), 1:1 Nielsen (45.), 2:1 Fröde (56.), 2:2 Hartel (64.), 2:3 Andersson (89.)

Robert Zulj (11.) brachte Union in Führung, doch Havard Nielsen (45.) und Lukas Fröde (56.) drehten mit ihren Toren zwischenzeitlich die Begegnung. Marcel Hartel (64.) und Sebastian Andersson (89.) bescherten dem Favoriten aber drei wichtige Punkte. Duisburg bleibt nach der Niederlage Schlusslicht.

Die Gäste übernahmen vor 12.316 Zuschauern von Beginn an die Spielkontrolle und belohnten sich schnell. Carlos Mane bediente Zulj, der aus kurzer Distanz zur Führung traf. Die Berliner waren auch in der Folge spielbestimmend, machten aus ihrer Überlegenheit aber zu wenig. Andersson (28.) und Hartel (42.) verpassten den zweiten Treffer.

Duisburg war bemüht, wurde aber zunächst nur nach Standardsituationen gefährlich. Oliveira Souza scheiterte mit einem Freistoß an Torhüter Rafal Gikiewicz (18.), Nielsen zielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit genauer.

Davon beflügelt legte der Abstiegskandidat durch einen Kopfball von Fröde nach. Die Berliner drängten den MSV danach weit zurück und kamen durch Hartel zum Ausgleich. Union wollte mehr, Andersson traf per Kopf zum Sieg.

FC St. Pauli - Erzgebirge Aue 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 Buchtmann (10.), 1:1 Hochscheidt (29.), 1:2 Hochscheidt (49.)

Christopher Buchtmann sorgte für die Führung der Hamburger (11.), Jan Hochscheidt drehte mit einem Doppelpack die Partie (29./49.). Aue verschaffte sich durch den Erfolg Luft im Abstiegskampf.

Die Gastgeber begannen vor 29.546 Zuschauern äußerst schwungvoll, doch die erste große Chance hatte Aue. Emmanuel Iyoha scheiterte aber an Torhüter Robin Himmelmann (9.). Buchtmann machte es zwei Minuten später besser und brachte St. Pauli in Führung. In der Folge hatten die Hamburger das Spiel im Griff, klare Chancen erspielte sich der ehemalige Bundesligist aber nicht. Der Ausgleich von Hochscheidt per Kopf nach Flanke von Iyoha kam überraschend.

Der Gegentreffer zeigte Wirkung. St. Pauli verlor seine Souveränität und geriet durch Hochscheidts zweiten Treffer in Rückstand. Die Gastgeber erhöhten danach den Druck, vergaben aber eine Großchance durch Alex Meier (79.).

 

 

 

 

SC Paderborn - 1. FC Köln 3:2 (0:1)

Tore : 0:1 Cordoba (38.), 0:2 Modeste (73.), 1:2 Tekpetey (80.), 2:2 Pröger (86.), 3:2 Ritter (90.+2)

Gelb-Rote Karte: Kainz (Köln, 89.)

Der 1. FC Köln hat trotz des emotionalen Tor-Comebacks von Anthony Modeste wichtige Punkte im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga verschenkt. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang unterlag im Duell der besten Offensivreihen beim SC Paderborn trotz einer Zwei-Tore-Führung mit 2:3 (1:0).

Modeste (73.) traf nur vier Minuten nach seiner Einwechslung zum zwischenzeitlichen 2:0, 90 Tage nach Bekanntgabe des Wechsels flossen beim Franzosen gleich nach dem Treffer die Tränen. Zuvor hatte bereits Sturmkollege Jhon Cordoba (38.) getroffen. Bernard Tekpetey (80.), Kai Pröger (86.) und Marlon Ritter (90.+2) drehten in einer denkwürdigen Endphase die Begegnung. In der hektischen Schlussphase sah Kölns Florian Kainz (88.) wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

Mit nun 39 Punkten liegt Köln als Tabellenzweiter weiter vier Zähler hinter Spitzenreiter Hamburger SV. Paderborn (37) bleibt zuhause weiter ungeschlagen und verbesserte sich zunächst auf Relegationsplatz drei.

Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion wurde das Spiel in Sachen Intensität zunächst den hohen Erwartungen gerecht. Beide Teams setzten den Gegner schon an dessen Strafraum unter Druck und schalteten nach Ballgewinn schnell um, Cordoba (6.) aufseiten der Kölner und Tekpetey (12.) für Paderborn kamen schnell zu guten Chancen.

Die Kölner wirkten durch die spektakuläre 3:5-Niederlage aus dem Hinspiel gewarnt und erarbeiteten sich im Laufe der ersten Hälfte ein Übergewicht. Eine der wenigen guten Chancen nutzte Cordoba per Direktabnahme aus kurzer Distanz. Auch Paderborn wirkte im Umschaltspiel zwar gefährlich, kam aber im Spielverlauf zunächst immer seltener durch. Das änderte sich aber in den letzten Minuten.

SV Sandhausen - Darmstadt 98 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Schleusener (24.), 1:1 Kempe (34., Elfmeter)

Zweitligist SV Sandhausen tritt im Kampf um den Klassenerhalt auf der Stelle. Durch das 1:1 (1:1) gegen Darmstadt 98 verpasste die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat den zumindest vorläufigen Sprung ans rettende Ufer und belegt nach nur einem Sieg aus den vergangenen zwölf Spielen weiterhin den Abstiegsrelegationsplatz. Darmstadt hingegen wahrte durch das Remis nach zuvor zwei Niederlagen seinen Vorsprung von sechs Punkten auf Sandhausen.

Vor 7624 Zuschauern brachte Fabian Schleusener die Platzherren nach 24 Minuten in Führung. Zehn Minuten später glichen die Hessen durch einen von Tobias Kempe verwandelten Foulelfmeter aus.

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Sandhausen hatte sich die Führung aufgrund der größeren Spielanteile zunächst verdient. Die Gastgeber hatten in der Anfangsphase auch mehr Chancen als die Hessen. Nach dem umstrittenen Strafstoß für Darmstadt, über den sich Koschinat und sein Darmstädter Kollege Dirk Schuster an der Seitenlinie ein lautstarkes Wortgefecht lieferten, blieb Sandhausen in der Spielanlage gefälliger und drängte auf die Entscheidung. Bei Darmstädter Gegenangriffen hatten die Gastgeber jedoch mitunter auch Glück wie bei einem Pfostentreffer von Kempe (69.). In der Schlussphase verflachte die Begegnung wegen zahlreicher Unterbrechungen etwas.

Beste Spieler der Gastgeber waren Rurik Gislasson und Torschütze Schleusener. In Darmstadts Mannschaft überzeugten besonders Kempe und Marvin Mehlem.

Dynamo Dresden - Jahn Regensburg (So., 13.30 Uhr)

Holstein Kiel - Greuther Fürth (So., 13.30 Uhr)

Arminia Bielefeld - 1. FC Magdeburg (So., 13.30 Uhr)

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