2. Bundesliga: Köln schlägt Magdeburg und bleibt am HSV dran
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Mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen Magdeburg bleibt der 1. FC Köln im Kampf um Platz eins am HSV dran. Terodde erzielt sein 21. Saisontor.

Am 17. Spieltag der 2. Bundesliga ist der 1. FC Köln am Spitzenreiter Hamburger SV drangeblieben. Während der HSV einen Sieg in Duisburg vorlegte, zog Köln mit einem ungefährdeten 3:0-Heimsieg gegen Magdeburg nach.

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Darmstadt innerhalb von zwei Minuten die Führung von Erzgebirge Aue egalisiert und am Ende ein 2:2 mitgenommen. Für den FC Ingolstadt sah gegen Heidenheim zunächst alles nach einem Befreiungsschlag im Abstiegskampf aus, doch schließlich reichte es nur für ein 1:1. Gegen Jahn Regensburg musste der SV Sandhausen einen Last-Minute-Ausgleich hinnehmen.

1. FC Köln - 1. FC Magdeburg 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Cordoba (33.), 2:0 Drexler (48.), 3:0 Terodde (90.+2)

Aufstiegsfavorit 1. FC Köln hat die Hinrunde der 2. Bundesliga mit dem fünften Sieg in Serie abgeschlossen und bleibt Tabellenführer Hamburger SV dicht auf den Fersen. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang schlug den wehrhaften Aufsteiger 1. FC Magdeburg mit 3:0 (1:0) und liegt als Zweiter weiterhin nur einen Punkt hinter dem HSV.

Jhon Cordoba (33.) brachte den FC mit seinem siebten Saisontor in Führung, Dominick Drexler (48.) legte früh in der zweiten Hälfte nach, bevor Torjäger Simon Terodde mit seinem 21. Saisontreffer den Schlusspunkt setzte (90.+1). Magdeburg kam indes auch im vierten Spiel unter Trainer Michael Oenning nicht vom Fleck, nach neun Spielen ohne Sieg ist der frühere Europapokalsieger Vorletzter.

Vor 49.500 Zuschauern, darunter der "ewige" Kölner Lukas Podolski, suchte der FC früh das Erfolgserlebnis. 18 Tore hatte Anfangs Mannschaft in den vorangegangenen vier Spielen erzielt, der nächste Treffer schien zunächst nur eine Frage der Zeit. Cordoba (2.) und Drexler (4.) scheiterten kurz nach dem Anpfiff an Torwart Alexander Brunst.

In der Folge machte Magdeburg es den Kölnern mit frühem Pressing und guter Aufteilung aber deutlich schwerer - und schaltete selbstbewusst um. So vergab Felix Lohkemper (10.) die bis dahin beste Chance des Spiels frei vor dem Kölner Tor.

Der Favorit musste nun härter arbeiten, wurde vor der Pause aber doch noch belohnt. Drexler und Top-Torjäger Simon Terodde scheiterten zunächst, Cordoba verwertete aus kurzer Distanz zur Führung. Magdeburg blieb zwar ein unangenehmer Gegner, Drexlers Kopfballtreffer nur kurz nach dem Seitenwechsel wirkte dann allerdings doch vorentscheidend - Köln spielte jetzt routiniert nach vorne.

Nationalspieler Jonas Hector, nach rund dreiwöchiger Verletzungspause wieder in der Startelf, vergab völlig frei vor Brunst (51.), der Keeper entschärfte auch noch Cordobas Gewaltschuss von der Strafraumgrenze (65.). Terodde, am Montagabend über weite Strecken unsichtbar, scheiterte auf der Jagd nach seinem 21. Saisontor an der Latte (77.), bevor er dann doch noch zuschlug.

Erzgebirge Aue - Darmstadt 98 2:2 (0:0)

Tore : 1:0 Testroet (50.), 2:0 Testroet (64.), 2:1 Höhn (76.), 2:2 Mehlem (78.)

Erzgebirge Aue und Darmstadt 98 haben in der 2. Bundesliga einen wichtigen Dreier verpasst. Im direkten Duell kamen beide Mannschaften am Sonntag nur zu einem 2:2 (0:0). Die Sachsen liegen mit 19 Zählern punktgleich einen Rang vor den Lilien auf Platz zwölf. Sieben Punkte trennen die Teams derzeit von Relegationsrang 16.

Pascal Testroet (50./64.) hatte Aue per Doppelpack in Führung gebracht, ehe Immanuel Höhn (76.) und Marvin Mehlem (78.) Darmstadt wieder ins Spiel brachten. Während die Auer nur eins der vergangenen fünf Spiele gewannen, warten die Hessen gar seit fünf Partien auf einen Dreier.

Die erste Halbzeit ließ sich recht ausgeglichen an, beide Mannschaften agierten vor 7400 Besuchern äußerst körperbetont. Gefährlich wurde es erstmals, als Darmstadts Serdar Dursun (11.) knapp am Tor vorbei köpfte. In einer in dieser Phase hart geführten Partie legte Aue anschließend zu. Vor der Pause musste Gäste-Torwart Daniel Heuer Fernandes gegen Jan Hochscheidt (29.), Clemens Fandrich (45.) und Pascal Testroet (45.) in höchster Not klären.

Auch nach der Pause machten die Hausherren das Spiel. Paradoxerweise hatte Dursun Sekunden vor der Führung der Auer die Riesenchance zum 1:0. Dursun (50.) traf jedoch nur den Pfosten. Die Gäste investierten nach dem Rückstand etwas mehr, ehe erneut Testroet erfolgreich war. Doch die Gäste schlugen eindrucksvoll zurück.

FC Ingolstadt - 1. FC Heidenheim 1:1 (1:0)

Tore : 1:0 Lezcano (24.), 1:1 Thomalla (77.)

Der FC Ingolstadt kann auch unter Jens Keller nicht gewinnen. Das Schlusslicht der 2. Liga verspielte im zweiten Spiel mit Trainer Keller beim 1:1 (1:0) gegen Lieblingsgegner 1. FC Heidenheim erneut eine Führung und ist jetzt seit 13 Begegnungen ohne Sieg.

Dario Lezcano (24.) brachte den FCI in Führung, allerdings hatte sein Teamkollege Paulo Otavio zuvor einen Befreiungsschlag von Marnon Busch mit den Händen regelwidrig geblockt. Denis Thomalla (76.) gelang mit gütiger Unterstützung von Schanzerkeeper Fabijan Buntic der verdiente Ausgleich. Es war im siebten Pflichtspiel gegen Ingolstadt der erste Heidenheimer Punktgewinn.

Ingolstadts Kapitän Almog Cohen hatte Glück, dass er nach einem harten Foul von hinten gegen Niklas Dorsch (31.) mit Gelb davonkam. "Das Einsteigen war deutlich zu hart", sagte Heidenheims verletzter Spielführer Marc Schnatterer bei Sky . Als Cohen gegen Sebastian Griesbeck erneut zulangte (38.), beließ es Schiedsrichter Lasse Koslowski bei einer Verwarnung. Keller nahm Cohen zur Pause raus.

Heidenheim hatte sich bis dahin gegen mutige Ingolstädter zu viele Aufbaufehler geleistet und war nach vorne zu zögerlich. Das änderte sich in Hälfte zwei, als Ingolstadt immer stärker in Bedrängnis geriet. Thomalla (57.) hatte schon früher das 1:1 auf dem Fuß.

SV Sandhausen - Jahn Regensburg 2:2 (2:1)

Tore : 0:1 Adamyan (16.), 1:1 Wooten (20.), 2:1 Förster (45.), 2:2 Adamyan (90.+4)

Jahn Regensburg bewies in der 2. Bundesliga wieder einmal Moral: Sargis Adamyan (90.+4) rettete den Oberpfälzern das 2:2 (1:2) beim SV Sandhausen. Sandhausen blieb auch im achten Spiel in Folge ohne Sieg, der SVS ist Tabellen-Sechzehnter. Die Regensburger, auf Position neun notiert, blieben indes im vierten Spiel in Folge ohne Sieg.

Andrew Wooten (20.) und Philipp Förster (45.) trafen für Sandhausen. Adamyan hatte die Gäste in der 16. Minute auch in Führung gebracht und sorgte dann auch für den Schlusspunkt.

Vor 4437 Zuschauern ließen sich die Gastgeber auch von dem frühen Rückstand durch eine feine Einzelaktion von Adamyan nicht aus der Bahn werfen. Wooten und Förster belohnten die Hausherren bis zur Pause für einen couragierten Auftritt.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Sandhausen gegen die auswärtsstarken Gäste tonangebend. Vor allem der gefährliche Wooten stellte die Jahn-Abwehr immer wieder vor große Probleme. Aber auch Förster und Fabian Schleusener vergaben noch erstklassige Möglichkeiten. Regensburg steckte aber nicht auf und kam in der Nachspielzeit noch zum nicht unverdienten Ausgleich.

Union Berlin - VfL Bochum 2:0 (0:0)

Tore : 1:0 Polter (59., Elfmeter), 2:0 Zulj (87.)

Union Berlin hat das Verfolgerduell gewonnen und damit auch den Relegationsrang erfolgreich verteidigt. Die Eisernen setzten sich am 17. Spieltag gegen den VfL Bochum mit 2:0 (0:0) durch und beendeten die Hinrunde als einziges Team ungeschlagen. Union liegt mit nun 31 Zählern auf Rang drei hinter dem Hamburger SV (37) und dem 1. FC Köln (33).

Stürmer Sebastian Polter (60.) traf per Foulelfmeter für die bis dahin wenig überzeugenden Berliner zum 1:0. Robert Zulj (87.) sorgte für den Endstand. Bochum präsentierte sich gut, steht nach der Niederlage aber weiterhin bei 24 Zählern und verliert den Relegationsrang vorerst aus den Augen.

Vor 20.728 Zuschauern an der Alten Försterei bestimmten die Gäste den ersten Abschnitt, betrieben aggressives Pressing und zwangen Union zu einigen Ballverlusten. Die beste Chance vor der Pause gehörte dann auch den Bochumern, Lukas Hinterseer traf den Pfosten (18.). Erst der durchaus strittige Elfmeter nach einem vermeintlichen Foul von Routinier Tim Hoogland an Polter brachte Union richtig ins Spiel.

FC St. Pauli - Greuther Fürth 2:0 (1:0)

Tore : 1:0 Carstens (21.), 2:0 Miyaichi (69.)

Der FC St. Pauli zeigt sich im Aufstiegsrennen weiter in starker Form und behält zum Hinrundenabschluss den Relegationsrang im Visier. Die Hamburger gewannen am 17. Spieltag gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 2:0 (1:0) und sind nun schon seit sechs Spielen ungeschlagen. Als Vierter (31 Punkte) ist St. Pauli punktgleich mit dem drittplatzierten Rivalen Union Berlin.

Verteidiger Florian Carstens (21.) sorgte nach einer Ecke per Kopf für die Führung der Gastgeber, Ryo Miyaichi (69.) legte in der zweiten Hälfte nach. Fürth enttäuschte offensiv über weite Strecken und findet sich nach der fünften Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen im Tabellenmittelfeld (23 Punkte) wieder.

St. Pauli ging vor 29.546 Zuschauern mit dem Rückenwind des 3:1-Erfolges beim VfL Bochum ins Spiel und hatte mit einem Lattentreffer von Miyaichi (2.) gleich die erste Großchance. Es folgten allerdings nur wenige weitere Höhepunkte in einem niveauarmen Spiel.

SC Paderborn - Dynamo Dresden 3:0 (0:0)

Tore : 1:0 Zolinski (54.), 2:0 Michel (77.), 3:0 Klement (90.+3)

Der SC Paderborn hat den Heim-Unentschieden-Fluch beendet. Die Ostwestfalen kamen gegen Dynamo Dresden zu einem 3:0 (0:0) und holten nach vier Remis vor heimischer Kulisse in Folge wieder einen Dreier.

Vor 9335 Zuschauern erzielte Ben Zolinski (54.) das Führungstor für die Hausherren und schloss einen herrlichen Konter erfolgreich ab. Sven Michel (77.) und Philipp Klement (90.+3) trafen zudem für Paderborn. Die Paderborner bleiben damit im vorderen Mittelfeld der Tabelle. Die Sachsen warten mittlerweile seit fünf Auftritten auf einen Auswärtssieg und verbuchten dabei drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Dresden rangiert jetzt drei Punkte hinter dem SCP.

Die Paderborner begannen stark und hatten durch Michel (3.) die erste gute Gelegenheit. Dresdens Torwart Markus Schubert parierte glänzend. Michel (21.) hatte eine weitere gute Chance. Er ließ im Strafraum zwei Gegenspieler stehen, verzog aber den Ball beim Abschluss.

Erst nach einer halben Stunden wurden die Gäste aktiver. Dresdens Aias Aosman (32.) vergab aber freistehend ziemlich kläglich. Für Paderborn sorgte Bernard Tekpetey (45.) mit einem Schuss ans Außennetz nochmals für Aufregung. Nach dem Führungstor war der SCP weiter am Drücker und gewann verdient.

Holstein Kiel - Arminia Bielefeld 1:2 (0:1)

Tore:  0:1 Klos (34.), 1:1 Serra (73.), 1:2 Börner (81.)

Arminia Bielefeld hat gleich im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Uwe Neuhaus die Sieglos-Serie gestoppt. Die Ostwestfalen gewannen am Freitag zum Hinrundenabschluss in der 2. Bundesliga 2:1 (1:0) bei Holstein Kiel. Für Bielefeld war es nach zehn Pflichtspielen ohne Sieg das erste Erfolgserlebnis. Neuhaus hatte erst am Montag das Traineramt vom entlassenen Luxemburger Jeff Saibene übernommen.

Fabian Klos (34.) und Julian Börner (81.) trafen zum vierten Saisonsieg der Arminia, die den Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 vorerst auf sieben Zähler ausbaute. Den letzten Sieg hatte Bielefeld Ende September in Darmstadt (2:1) gefeiert. Für die Gastgeber traf U21-Nationalspieler Janni Serra (73.). Kiel verpasste durch die erste Niederlage nach sieben Spielen den Sprung auf Rang drei.

Andreas Voglsammer (45.) scheiterte kurz vor der Pause freistehend am Kieler Torwart Kenneth Kronholm. In einem sehenswerten zweiten Durchgang drückte Kiel, vergab aber durch Johannes van den Bergh (47.) mit einem Pfostenschuss und Lee Jae-Sung (53.) gute Chancen. Auf der Gegenseite verpassten Keanu Staude (55.) und Klos (58.) die mögliche Vorentscheidung für die Arminia.

MSV Duisburg - Hamburger SV 1:2 (1:2)

Tore:  0:1 Narey (12.), 1:1 Nauber (14.), 1:2 Hunt (19.)

Gelb-Rote Karte: Albutat (Duisburg) wegen wiederholten Foulspiels (90.+3)

Der Hamburger SV hat sich in der 2. Bundesliga die Herbstmeisterschaft gesichert. Zum Auftakt des 17. Spieltags gewann der Traditionsklub am Freitag beim Kellerkind MSV Duisburg 2:1 (2:1). Damit schließt der Absteiger die Hinrunde als Spitzenreiter ab und kann nicht mehr vom ärgsten Verfolger 1. FC Köln eingeholt werden, der am Montag gegen den 1. FC Magdeburg spielt.

Khaled Narey (12.) sorgte für die Führung der Gäste, zwei Minuten später glich Gerrit Nauber für den MSV aus. HSV-Kapitän Aaron Hunt (19.) erzielte per Freistoß den verdienten Siegtreffer. Duisburgs Tim Albutat (90.+3) sah die Gelb-Rote Karte.

Während der HSV den sechsten Sieg aus den letzten sieben Partien feierte, verpasste Duisburg die Chance, Abstand zu den Abstiegsplätzen zu gewinnen. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht kassierte die dritte Niederlage in Folge.

Vor 26.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Duisburg belohnten sich die dominant aufspielenden Hamburger mit der ersten gefährlichen Szene. Hee-Chan Hwang nutzte einen missglückten Spielaufbau der Zebras, um in den Strafraum einzudringen und auf den völlig freien Narey aufzulegen, der den Ball nur noch einschieben musste.

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Nach dem Gegentor folgte ein Aufbäumen der Gastgeber. Richard Sukuta-Pasu versuchte sich im direkten Gegenangriff (13.) aus der Distanz, HSV-Torhüter Julian Pollersbeck klärte zur Ecke. Aus dem Standard folgte der Anschlusstreffer: Innenverteidiger Nauber traf freistehend aus knapp zehn Metern, Pollersbeck war chancenlos.

Beide Mannschaften lieferten sich in einer teilweise zerfahrenen ersten Hälfte auf holprigem Rasen einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Hamburger aber effizienter waren. Während Hunt seinen Freistoß aus 20 Metern verwandelte, ließen Moritz Stoppelkamp (29.) und Sukuta-Pasu (32.) für Duisburg Großchancen liegen.

Nach dem Wiederanpfiff erhöhte die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet den Druck, blieb zunächst aber im Hamburger Strafraum zu harmlos. Der HSV verpasste unterdessen durch Hwang (61.) die Chance, seine Führung auszubauen. Der Südkoreaner hatte MSV-Torhüter Daniel Mesenhöler nach einem Steilpass von Hunt schon ausgespielt, doch Nauber rettete noch auf der Linie.

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