Mainz entführt einen Punkt in Gladbach
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Mainz 05 kommt in Mönchengladbach zu einem Remis. Die Rheinhessen gehen zunächst in Führung, müssen dann aber den Ausgleich schlucken. Die Analyse.

Borussia Mönchengladbach hat mit einer ordentlichen Portion Glück noch einen Punkt gegen FSV Mainz 05 geholt und tritt in der Bundesliga auf der Stelle. In einer umkämpften Partie sind die Fohlen mit dem 1:1 (0:1) im heimischen Borussia Park unterm Strich gut bedient.

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Gladbach begann das Spiel nervös und leistete sich im Spielaufbau besonders in den ersten Minuten fatale Abspielfehler. Das lag auch daran, dass die Rheinhessen früh in der Hälfte der Borussia Druck aufbauten und in einem offensiven 4-3-3 hoch pressten. In der Folge übernahm Mainz immer mehr die Spielkontrolle und prüfte ein ums andere Mal Keeper Yann Sommer aus der Distanz.

Allerdings musste ein Standard her, um die 05er in Führung zu bringen. Abdou Diallo nutzte das zögerliche Agieren von Sommer nach einem Eckball und nickte zum 1:0 ein (19.). Mit zunehmender Spielzeit kämpften sich die Gladbacher mehr und mehr in die Partie, kamen besser in die Zweikämpfe und hatten auch mehr Ballbesitz. Die Gäste blieben allerdings die gefährlichere Mannschaft: Öztunali traf sehenswert zum vermeintlichen 2:0, allerdings korrigierte Schiedsrichter Jablonski die Entscheidung nach einem Foulspiel an Ginter (38.).

Dieter Hecking reagierte in der Pause und brachte Christoph Kramer für den schwachen Tony Jantschke. Für echte Stabilität sorgte das aber nicht, allerdings brachte Kramer zumindest Struktur ins Aufbauspiel. Die Mainzer überließen den Hausherren im zweiten Durchgang weite Spielanteile und lauerten auf Konter. Die Borussia agierte besser gegen den Ball, ließ aber bei den sich bietenden Gelegenheiten von Hazard (61.) und Raffael (65.) die letzte Entschlossenheit vermissen.

Das änderte Jannik Vestergaard, als er eine Hazard-Ecke per Kopf in den Mainzer Kasten zum Ausgleich wuchtete (67.). Die Rheinhessen verlegten sich nach dem Ausgleich darauf, das Remis zu halten und auch die Fohlen brachten kaum mehr etwas Zwingendes zustande. Kurz vor Schluss traf Brosinski mit einem traumhaften Freistoß noch einmal die Latte, den Nachschuss setzte Fischer über das Gehäuse. Ein Sieg der Rheinhessen wäre nicht unverdient gewesen.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Giallo (19.), 1:1 Vestergaard (67.)

  • Gladbach blieb sich seiner Linie in Heimspielen gegen den FSV Mainz 05 treu: In neun aufeinanderfolgenden Spielen im Borussia Park traf Gladbach gegen die Rheinhessen.
  • Mit 7 Treffern ist Jannik Vestergaard der torgefährlichste Verteidiger im Kalenderjahr 2017. Dabei war der Däne in drei der letzten vier Spiele erfolgreich.
  • Das 1:0 zur Pause im Borussia Park war die erste Halbzeitführung des FSV Mainz 05 in dieser Saison.

Der Star des Spiels: Jannik Vestergaard

War mit einer Passquote von über 90 Prozent gemeinsam mit Zakaria noch der Stärkste im Gladbacher Kollektiv und sorgte zudem höchstpersönlich für den Ausgleich. Im Vergleich zu Zakaria entschied Vestergaard zudem die Mehrzahl seiner Zweikämpfe für und hatte fünf klärende Aktionen sowie vier Ballsicherungen.

Der Flop des Spiels: Tony Jantschke

Läuft seit Wochen seiner Form hinterher und ist ein konstanter Unsicherheitsfaktor in Gladbachs Viererkette. Sah gegen De Blasis ein ums andere Mal schlecht aus und immer dann, wenn es über seine rechte Seite ging, wurde es gefährlich. Brachte zudem nur knapp 58 Prozent seiner Anspiele an den Mann. Dieter Hecking reagierte in der Pause und brachte Kramer für Jantschke.

Der Schiedsrichter: Sven Jablonski

Stand bereits in den ersten 20 Minuten gleich zwei Mal im Fokus des Geschehens. Entschied zu Unrecht bei Gbamins Großchance nicht auf Elfmeter, als Stindl den Mainzer beim Torabschluss regelwidrig störte. Allerdings war dies eine klare Fehlentscheidung und fraglich ist, warum sich der Videoschiedsrichter nicht eingeschaltet hat. Jablonski bewies dann allerdings beim Mainzer Führungstreffer Fingerspitzengefühl und entschied auf Tor, obwohl das Duell Diallo gegen Sommer im Fünfer stattfand. Nachvollziehbar auch die Entscheidung, als er das vermeintliche 2:0 der Mainzer nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten aberkannte.

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