Kantersieg! BVB deklassiert Schlusslicht Köln
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Der 1. FC Köln bleibt auch im vierten Bundesliga-Spiel punktlos. Gegen den BVB müssen die Geißböcke eine deftige Klatsche einstecken.

Borussia Dortmund hat die Tabellenführung in der Bundesliga zurückerobert. Der BVB gewann am 4. Spieltag mit der Hilfe von zwei Videobeweis-Entscheidungen zu Hause gegen den 1. FC Köln mit 5:0 (2:0).

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Mit der frühen Führung im Rücken (Maximilian Philipp traf bereits nach 1:53 Minuten) war der BVB von Beginn an dominant und spielbestimmend. In der folgenden Spielphase tat sich Dortmund dennoch schwer, Lücken zu finden und sich Torchancen zu erarbeiten, weil Köln tief stand und das zentrale Mittelfeld geschickt verdichtete. Einzig Yarmolenko sorgte durch Rhythmuswechsel auf dem Flügel für Überraschungsmomente. Weil der FC trotz des Rückstandes jedoch nicht aufrückte und kaum offensive Anstalten machte, war die Führung nie wirklich in Gefahr.

Das umstrittene Tor zum 2:0 mit dem Pausenpfiff war ein Wirkungstreffer. Nach dem Seitenwechsel wirkten die Gäste nicht mehr frei im Kopf. Spätestens mit der zweiten Videobeweis-Entscheidung, die das 3:0 für den BVB zur Folge hatte, zerfiel Köln völlig in seine Einzelteile. Fortan spielte sich Dortmund in einen Rausch und hätte letztendlich sogar noch höher gewinnen können.

Die Daten zum Spiel

Tore: 1:0 Philipp (2.), 2:0 Sokratis (45.+1), 3:0 Aubameyang (59./Handelfmeter), 4:0 Aubameyang (60.), 5:0 Philipp (69.)

  • Mit 0 Punkten und -11 Toren ist der Start des 1. FC Köln der zweitschwächste der Bundesliga-Historie. Nur der Karlsruher SC war 1963/64 mit -13 noch schlechter.
  • Mit fünf Toren Unterschied verlor der FC in der Bundesliga zuletzt beim 1:6 gegen Dortmund im März 2012. Unter Peter Stöger war es gar die erste Niederlage gegen den BVB.

Der Star des Spiels: Sokratis

Defensiv überragend und unüberwindbar, unter anderem mit einer perfekt getimeten Grätsche gegen Cordoba (40.). Erste Station im Spielaufbau und erneut mit den deutlich meisten Ballaktionen. Schmiss sich hochmotiviert in alle Zweikämpfe und führte die meisten. Dazu mit dem vorentscheidenden Treffer kurz vor dem Pausenpfiff zum 2:0 - ebenfalls ein Ergebnis des unbändigen Einsatzes.

Der Flop des Spiels: Jannes Horn

Kein glücklicher Auftritt. Zwar hatte der Linksverteidiger die meisten Ballaktionen und spielte die meisten Pässe bei den Gästen. Defensiv war der Youngster gegen Andriy Yarmolenko jedoch heillos überfordert. Vor dem frühen Gegentreffer deutlich zu passiv gegen den Ukrainer, spekulierte er auch in der 22. Minute, dass sich Yarmolenko den Ball auf den linken Fuß legen würde und wurde erneut zu einfach ausgetanzt. Auch das vierte Gegentor fiel über seine Seite. Entsprechend bitter liest sich die Zweikampfbilanz von 25 Prozent.

Der Schiedsrichter: Patrick Ittrich

Hatte einen sehr schwierigen Nachmittag und gab dabei nicht die beste Figur ab. Lag in der ersten Halbzeit bei der Bewertung einiger Zweikämpfe daneben, übersah beispielsweise ein Foul von Jorge Mere an Pierre-Emerick Aubameyang direkt an der Strafraumgrenze. Knifflig wurde es dann ab der 45. Minute: Beim vermeintlichen Foul von Sokratis gegen Dominique Heintz, den er in den Kölner Keeper Timo Horn schubste, pfiff er zunächst zu Unrecht ab. Der Video-Assistent griff ein, sodass das Tor zählte. Das Problem: Weil Ittrich bereits abgepfiffen hatte, hätte der VAR gar nicht eingreifen dürfen. Ein Beispiel für die Probleme der Anwendung des Videobeweis. Das zweite Eingreifen des Video-Assistenten beim Handspiel von Lukas Klünter war korrekt.

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