Europa League: Bayer Leverkusen gewinnt dank Doppelpacker Alario gegen AEK Larnaka
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Lange tat sich Bayer Leverkusen schwer gegen AEK Larnaka. Letztlich drehte die Werkself das Europa-League-Spiel dank Kai Havertz und Lucas Alario.

Bayer Leverkusen hinkt in dieser Saison den eigenen Ansprüchen weiter meilenweit hinterher. Nur mit Ach und Krach gewann die Werkself ihr zweites Gruppenspiel in der Europa League gegen Außenseiter AEK Larnaka 4:2 (1:1), blieb aber trotz der erfolgreich verteidigten Tabellenführung einmal mehr den Beweis ihrer Klasse schuldig.

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Unter dem Bayer-Kreuz wird nach dieser über weite Strecken leblosen Vorstellung gegen Zyperns Pokalsieger die Luft für Trainer Heiko Herrlich immer dünner. Sollte der 46-Jährige am Sonntag (13.30 Uhr) mit dem selbsternannten Champions-League-Aspiranten in der Liga beim SC Freiburg leer ausgehen, droht dem Ex-Profi in der Länderspielpause der Rausschmiss. In Ralph Hasenhüttl (zuletzt RB Leipzig) steht angeblich schon ein Nachfolger in den Startlöchern.

Leverkusen erntet Pfiffe

AEK-Kapitän Ivan Trickovski brachte den Underdog in der 25. Minute überraschend in Führung. Doch Kai Havertz (44.) mit seinem dritten Saisontreffer im laufenden Wettbewerb, Lucas Alario mit einem Doppelpack (49. und 88.) und Julian Brandt (90.+2) bewahrten Bayer anschließend trotz des zweiten Gästetreffers durch Dimitris Raspas (90.+1) vor einer Blamage. Fünf Tage nach dem 2:4 in der Meisterschaft gegen Borussia Dortmund musste sich Bayer aber vor der Pause erneut Pfiffe seiner eigenen Anhänger gefallen lassen, denn gegen den krassen Außenseiter offenbarten die Hausherren erneut viele Mängel.   

"Wir wollen in der Gruppenphase möglichst schnell für klare Verhältnisse sorgen", hatte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler vor dem Spiel gesagt und damit klar die Marschrichtung für Herrlich und dessen Team vorgegeben. Die Bayer-Profis wirkten aber in vielen Szenen verkrampft und verunsichert.

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Wilde Schlussphase in Leverkusen

Gegen den Underdog hatte Herrlich seine Startelf gegenüber dem Duell mit dem BVB auf drei Positionen verändert. Für die Nationalspieler Jonathan Tah und Brandt sowie Alario rückten Aleksandar Dragovic, Leon Bailey und der in der Liga gesperrte Karim Bellarabi ins Team. 

Vor 23.354 Zuschauern in der bei weitem nicht ausverkauften BayArena hatte Lars Bender bereits in der fünften Minute die Führung auf dem Fuß, neun Minuten später hatte der Kapitän Pech bei einem Pfostenschuss. Danach hielten die Gäste jedoch gut mit und nutzen einen groben Fehler in der Bayer-Defensive zur Führung durch ihren Topstar Trickovski. Nachdem Bayer wenig später nach einem klaren Foul an Havertz im AEK-Strafraum ein Strafstoß verwehrt worden war, gelang doch noch vor der Pause der erlösende Ausgleich. Shootingstar Havertz, der beim 3:2 zum Europa-League-Auftakt in Bulgarien bei Ludogorets Razgrad bereits zweimal getroffen hatte, nutzte dabei eine Vorarbeit von Bellarabi.

Alario schnürt den Doppelpack

Nach der Pause übernahm Bayer das Kommando und kam schon früh durch den kurz zuvor eingewechselten Alario zur 2:1-Führung. Die Zyprioten hielten aber weiter ordentlich mit und hatten durchaus Möglichkeiten zum Ausgleich. Auf der anderen Seite hätte Havertz in der 64. Minute alles klar machen können. Alarios zweiter Treffer aber beseitigte in der Schlussphase die letzten Zweifel am Leverkusener Sieg, ehe Raspas und Brandt weitere Treffer gelangen.

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