Gimenez und Godin treffen: Atletico schockt Juventus
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Juve hat auf dem Weg zum anvisierten Titel in der Königsklasse nun eine ganz hohe Hürde vor der Brust: Bei Atleti setzte es im Hinspiel eine Pleite.
Juventus Turin hat die plötzliche Herzoperation seines deutschen Ex-Weltmeisters Sami Khedira offenbar nicht so gut verkraftet. Die Alte Dame musste sich wenige Stunden nach Bekanntgabe des Eingriffes bei dem 31-Jährigen im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Europa-League-Gewinner Atletico Madrid 0:2 (0:0) geschlagen geben. Im Rückspiel am 12. März (Dienstag) im eigenen Stadion steht das Team von Superstar Cristiano Ronaldo nach den Treffern von Jose Gimenez (78.) und Diego Godin (83.) unter Druck.

Beide Trainer bauten ihre Teams im Vergleich zu den erfolgreichen Generalproben am vergangenen Wochenende um. Atletico-Coach Diego Simeone setzte beim Austausch eines Quartetts auch den früheren Juve-Star Alvaro Morata zunächst auf die Bank. Dafür erhielt beim Vorrunden-Gegner von Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund Diego Costa eine Bewährungschance. Turins Trainer Massimiliano Allegri musste einerseits Khedira ersetzen und verzichtete außerdem auch auf Nationalspieler Emre Can. Der französische Weltmeister Blaise Matuidi rückte ins Gäste-Team.

VAR-Entscheidung: Kein Strafstoß nach Foul an Diego Costa

Nach der von ersten harmloseren Vorstößen auf beiden Seiten geprägten Anfangsphase hielten die 60.0000 Zuschauer erstmals den Atem an: Einen scharf geschossenen Freistoß von Ronaldo, der in seinen 31 vorherigen Spielen gegen Atletico 22 Treffer erzielte, konnte Madrids Keeper Jan Oblak mit Mühe über die Latte lenken. 

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In der Folgezeit wich Turin im Mittelfeld den immer wieder hoch anlaufenden Platzherren geschickt aus. Allerdings nutzten die Italiener ihren Raum nicht effektiv. Gegen Juves zunächst stabile Defensive versuchte in dieser Phase lediglich einmal Thomas mit einem Distanzschuss vergeblich sein Glück (16.).

Diego Godin Atletico Madrid 2018-19

Turbulent wurde es in der 27. Minute. Nach einem Foul an Costa an der Strafraumgrenze pfiff der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer zunächst auf Strafstoß, allerdings korrigierte der Berliner in seinem 13. Champions-League-Spiel nach Beratung mit dem Video-Assistenten seine Entscheidung auf Freistoß außerhalb des 16-Meter-Raumes. Den gefährlichen Schuss von Atleticos Weltmeister Antoine Griezmann parierte Juves Torhüter Wojciech Szczesny. 

Danach bekam Turin zusehends Probleme in der Rückwärtsbewegung. Die Gastgeber hingegen schirmten ihre Gefahrenzone immer besser ab, zumal Juventus weder Ronaldo noch Atleticos Ex-Stürmer Mario Mandzukic und Paulo Dybala in Szene setzen konnte.

Moratas Treffer zählt wegen eines Schubsers nicht

Der zweite Durchgang begann mit zwei großen Chancen für Madrid. Nach einem Traumpass von Griezmann gewann Costa zunächst das Laufduell mit Leonardo Bonucci, lupfte den Ball alleine vor Szczesny aber mehrere Meter am Tor vorbei. Kurz darauf lenkte Szczesny einen Griezmann-Heber mit größer Mühe noch an die Latte.

Anschließend wuchs zwar die Hektik auf dem Platz. Chancen allerdings gerieten auf beiden Seiten zunächst immer mehr zu Mangelware. In der 70. Minute jedoch hatte Juve noch einmal Glück: Zwayer erkannte einen Treffer des eingewechselten Morata nach Videobeweis wegen Foulspiels nicht an. 

Atletico muss in Turin in jedem Fall wieder umstellen: Costa und Thomas sind im Piemont nach ihrer jeweils dritten Gelben Karte gesperrt.

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