Auba-Doppelpack bei BVB-Sieg über Milan
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Der BVB präsentiert sich in guter Frühform und schlägt Milan zum ICC-Auftakt verdient. Ein Youngster überflügelt Doppelpacker Aubameyang. Die Analyse.

Borussia Dortmund hat sich am Dienstag zum Auftakt des International Champions Cup (ICC) mit 3:1 (2:1) gegen den AC Mailand durchgesetzt.

Im Guangzhou Higher Education Mega Center Central Stadium brachten Nuri Sahin (16.) und Pierre-Emerick Aubameyang (20./FE) den BVB früh in Führung. Carlos Bacca erzielte nach einer Einzelleistung den Ausgleich (24.). Aubameyang machte mit seinem zweiten Treffer den Sack zu (62.). 

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Während der Partie wurde bekannt, dass der Torschützenkönig der Bundesliga-Saison 2016/17 in Dortmund bleiben wird. Vor allem Gegner Milan galt zuletzt als großer Interessent.

Der Spielfilm:

AC Mailand: Storari – Abate (63. Gomez), Paletta (46. Musacchio), Zapata, Rodriguez (63. Antonelli) - Kessie, Mauri, Bonaventura (63. Sosa) - Borini, Bacca (63. Cutrone), Niang (46. Calhanoglu)

Borussia Dortmund: Weidenfeller (46. Reimann) – Piszczek (46. Passlack), Sokratis, Bartra (73. Subotic), Zagadou (64. Durm) – Rode (64. Götze), Sahin, Castro – Dembele (64. Mor), Aubameyang (74. Isak), Pulisic (74. Schürrle)

Vor dem Anpfiff: 

Peter Bosz muss auf Bürki (Fußprobleme), Toprak (Visa-Probleme) und Schmelzer (Verdacht auf Verletzung des Außenbands im rechten Sprunggelenk) verzichten.

Sein Gegenüber Vincenzo Montella kann noch nicht auf seine Neuzugänge Conti, Bonucci, Biglia und Silva zurückgreifen. 

4.: Erste gute Chance für den BVB: Kessie spielt einen Fehlpass im Mittelfeld, der BVB schaltet blitzschnell um. Dembele kommt halbrechts vor dem Sechzehner an den Ball und versucht es mit einem Schlenzer, der Ball springt nur knapp am linken Pfosten vorbei ins Aus.

13.: Mauri schlägt Bartra mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Schiedsrichter Lei gibt Freistoß, hätte Mauri allerdings auch vom Platz schicken müssen. 

16., 1:0, Sahin: Aubameyang legt rechts am Strafraumreck auf Rode ab, der schlägt den hohen Seitenwechsel auf Pulisic. Der Youngster nimmt den Ball gekonnt an und legt ab auf den freistehenden Sahin. Der trifft aus gut 20 Meter mit einem flachen Linksschuss ins kurze Eck, Storari sieht nicht gut aus.

20., 2:0, Aubameyang (FE): Pulisic wird im Sechzehner von Paletta gelegt. Den fälligen Elfmeter verwandelt Aubameyang halbhoch ins linke Eck. 

24., 2:1, Bacca: Zagadou spielt einen Fehlpass in die Füße von Bacca. Der Stürmer tankt sich an Sokratis vorbei und trifft mit dem rechten Außenrist aus etwa 23 Metern flach ins Eck. Sein Schuss ist nicht besonders stark, dafür aber sehr platziert. Weidenfeller sieht nicht ganz glücklich aus.

33.: Bartra stoppt an der Außenlinie Borini, tunnelt ihn, wird anschließend von ihm festgehalten und kommt zu Fall. Dann steigt Borini dem am Boden liegenden Bartra auf die Wade. Auch das hätte man durchaus als Tätlichkeit werten und mit der Roten Karte ahnden können. Der Schiedsrichter belässt es bei einer Ermahnung.

40.: Aubameyang on fire: Der Gabuner vernascht rechts im Strafraum Paletta und legt den Ball zurück in den Rückraum auf Castro. Der trifft den Ball allerdings nicht richtig und vergibt die gute Möglichkeit. 

62., 3:1, Aubameyang: Nach einem Mailänder Eckball geht es ganz schnell. Reimann rollt den Ball auf Castro, der marschiert über den halben Platz und bedient Pulisic auf der linken Außenbahn. Der US-Amerikaner wiederum legt mustergültig flach in die Mitte zu Aubameyang, der den Ball grätschend ins Tor bugsiert.

Fazit: Verdienter Sieg der Schwarz-Gelben. Dortmund war in Summe klar überlegen und vorne stets gefährlich.

Der Star des Spiels: Christian Pulisic. Starke Leistung des Youngsters auf der linken Außenbahn. Bereitete die Treffer von Sahin und Aubameyang vor, holte zudem den Elfmeter heraus und spielte seine Gegenspieler ein ums andere Mal mit hohem Tempo und großem Spielwitz schwindelig. 

Der Flop des Spiels: Gabriel Paletta. Verursachte den Elfmeter und ließ sich mehrfach zu einfach von Aubameyang und Co. ausspielen.

Der Schiedsrichter: Zhang Lei aus China. Pfiff zunächst penibel, konnte diese Linie aber nicht halten. Lag mitunter gänzlich daneben wie beim Zweikampf zwischen Bacca und Sokratis (26.). Übersah zudem die Tätlichkeiten von Mauri und Borini.

Das fiel auf:

  • Der BVB begann drückend und temporeich, allein Dembele kam in den ersten sechs Minuten dreimal zum Abschluss. Überhaupt stellten insbesondere die schnellen Außen Dembele (rechts) und Pulisic (links) sowie Aubameyang Milans Defensive vor Probleme. 
  • Die Italiener dagegen wurden nur phasenweise und meist nach Einzel- oder Standardsituation gefährlich wie kurz nach dem 0:2 und kurz vor der Halbzeit.
  • Der BVB agierte im 4-3-3 mit Sahin als alleinigem Sechser sowie Rode und Castro auf der Acht. Offensiv spielten die Schwarzgelben variabel und ansehnlich. Klar erkennbar dabei die Handschrift des neuen Trainers Bosz mit Fokus auf ein schnelles Umschaltspiel und feine Kurzpass-Kombinationen auf engstem Raum. 
  • Defensiv allerdings präsentierte sich der BVB teilweise wackelig wie beim Gegentor durch Bacca. Milan wurde derweil spielerisch mit der Hereinnahme des früheren Leverkuseners Calhanoglu besser. Der Türke war gleich Dreh- und Angelpunkt, bediente seine Kollegen mehrfach stark. 
  • Aufgrund der sich mehrenden Wechsel entwickelte sich das anfangs durchaus ansehnliche und packende Duell im letzten Drittel zu einem wenig unterhaltsamen Ballgeschiebe. 

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