Bayern München kommt bei Union Berlin nicht über Remis hinaus
Bayern München Union
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Bayern München hat gegen ein starkes Union Berlin einige Probleme und kommt in der Hauptstadt am Ende nicht über ein Unentschieden hinaus.

Dank Weltfußballer-Kandidat Robert Lewandowski hat Rekordmeister Bayern München eine böse Überraschung im vorweihnachtlichen Bundesliga-Endspurt verhindert. Beim leidenschaftlich kämpfenden Underdog Union Berlin holte der Triple-Sieger nach einem 0:1-Rückstand noch ein 1:1 (0:1). Trotz des dritten Unentschiedens aus den vergangenen vier Ligaspielen bleiben die Münchner vorerst Spitzenreiter vor dem punktgleichen Tabellenzweiten RB Leipzig (beide 24 Zähler).

Star-Stürmer Lewandowski (67.) sicherte dem haushohen Favoriten in der Hauptstadt mit seinem 13. Saisontreffer einen Punkt. Vorher hatte Union-Mittelfeldspieler Grischa Prömel (4.) den Bayern den schon 17. Gegentreffer in der elften Bundesliga-Partie eingeschenkt.

Bei den letzten beiden Aufgaben vor Weihnachten in der kommenden Woche dürfte eine derartige Leistung der Mannschaft von Trainer Hansi Flick kaum reichen. Am Mittwoch (20.30 Uhr) bekommen es die Bayern daheim mit dem VfL Wolfsburg und am darauffolgenden Samstag (18.30 Uhr) auswärts mit Bayer Leverkusen, das am Sonntag durch einen Sieg gegen die TSG Hoffenheim die Tabellenführung übernehmen kann, zu tun. Dazwischen will sich Lewandowski am Donnerstag bei der Wahl zum besten Fußballer des Planeten gegen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi durchsetzen.

Awoyini scheitert frei vor Neuer

Gegen Union hatten die Bayern im Stadion An der Alten Försterei gleich zu Beginn Glück. Nach schneller Balleroberung in der Abwehr überspielten die Gastgeber noch in der Anfangsminute die bayerischen Linien, Stoßstürmer Taiwo Awoyini war frei durch und scheiterte nur am glänzend parierenden Manuel Neuer. Nur Minuten später köpfte Prömel eine Eckball von Union-Kapitän Christopher Trimmel am langen Pfosten vorbei ins Tor.

Direkt nach dem Rückstand war der Champions-League-Sieger um Spielkontrolle und produktives Kombinationsspiel bemüht, für gefährliche Angriffe reichte das aber zu selten. Im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Lokomotive Moskau unter der Woche in der Königsklasse änderte Flick sein Team auf sechs Positionen, unter anderem saß Sorgenkind Leroy Sane zu Beginn erst einmal draußen. 

Von Kingsley Coman, Thomas Müller und Serge Gnabry in der Offensive hinter Lewandowski kam allerdings zunächst zu wenig, Union räumte an den entscheidenden Schnittstellen robust ab - und setzte Nadelstiche. Fast deckungsgleich zum Spielbeginn tankte sich Awoyini (22.) durch die Bayern-Verteidigung und zielte im Duell mit Neuer diesmal am rechten Aluminium vorbei. 

Die bis dato besten Münchner Chancen waren Weitschüsse von David Alaba (33.) und Gnabry (43.): Einer ging am Tor vorbei, den anderen wehrte Union-Torwart Andreas Luthe gut ab. Etwas zwingender wurden die Gäste nach der Halbzeitpause, als die Bayern immer wieder versuchten, in den Rücken der Berliner Abwehr zu gelangen. Oft fehlte jedoch die Genauigkeit im Passspiel. 

Um mehr Schwung in den Angriff zu bekommen, brachte Flick in der 63. Minute den zuletzt kritisierten Sane für den 17-Jährigen Jamal Musiala. Den Ausgleich markierte schließlich Lewandowski nach einem überragenden Solo von Coman durch die Berliner Reihen und einem überlegten Zuspiel auf den Polen, der nur noch einschieben musste. In der Folge drängte der Meister vehement auf den späten Siegtreffer.

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