Japan feiert vierten Sieg beim Asian Cup

Zum vierten Mal in der Geschichte des Asian Cup hat das Land der aufgehenden Sonne den Titel geholt. Im Finale von Doha schlugen die Samurai das Team aus Australien mit 1:0 nach Verlängerung. Das entscheidende Tor fiel in der 109. Minute durch einen Knaller von Tadanari Lee.
(nim) Doha. Am Samstag fand in Doha das Finale des Asian Cup statt. Japan konnte sich dabei in der Verlängerung mit 1:0 gegen die Australier durchsetzen und zum vierten Mal den Pokal gewinnen.

Wer die Chancen nicht nutzt...

Sie taten es spät, aber sie taten es - und vervollständigten damit ihr Asian Cup-Märchen. Sie mussten bangen, sie mussten warten, auf den Einwechsler Tadanari Lee. Dessen Volley in der Verlängerung verlieh dem Land der aufgehenden Sonne zum vierten Male die Krone des asiatischen Fußballs.

Ganz Japan bedankt sich auch bei Torhüter Eiji Kawashima für seine Serie an Paraden, die Japan im Spiel hielten, während Australiens Harry Kewell nach einer Vielzahl vergebener Chancen von einem Fluch sprechen wird. Die Australier begannen im Vergleich zum Halbfinale gegen Usbekistan unverändert, während die Japaner Fujimoto für den verletzten Kagawa brachten.

Die Socceroos legten wie entfesselt los und hatten gleich zu Beginn eine Großchance durch Matt McKay, welcher viel Zeit und Platz hatte, aber aus kurzer Entfernung verfehlte. Symptomatisch für das gesamte Spiel, wie sich herausstellen sollte. Die Japaner hatten kurze Zeit später einen Elfmeter-Schrei auf den Lippen, als Carl Valeri im Strafraum Keisuke Honda zu Fall bringen wollte und Mark Schwarzer zu einer Parade zwang, doch Schiedsrichter Ravshan Irmatov ließ laufen und verwarnte Valeri jedoch später für ein Foul.

In der zaghaften Anfangsphase waren die Australier spielbestimmend und waren im Spiel nach vorne zwingender. David Carney spielte mehrere sehr gute Bälle in die Spitzen zu Tim Cahill und Harry Kewell. Das Duo kombinierte sehr stark in der ersten Halbzeit und zwang Kawashima zu einer überragenden Parade nach Kewells Kopfball aus kurzer Distanz nach einem Cahill-Lupfer. Später scheiterte Kewell erneut nach Vorarbeit vom Everton-Mann mit einem Volley.

Traumtor zum Titel-Gewinn

Die Japaner kamen in der ersten Halbzeit nur zu einer Halbchance durch Maeda, während die Australier ihre bärenstarke Abwehr demonstrierten, die bislang nur ein einziges Tor zugelassen hatte. In der zweiten Halbzeit drückten die Socceroos weiter und versuchten ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Erst nach einer Stunde kamen die Japaner wieder zurück ins Spiel und bei aller Dominanz der Australier war es Japan, die sich eine der besten Chancen des Spiels herausarbeiten konnten. Okazaki traf mit seinem Kopfball den Pfosten.

In der Verlängerung sah es danach aus, als würde Australien sich durchsetzen, denn sie beherrschten das Geschehen und die Japaner, die ein gewaltiges Laufpensum absolviert hatten, wirkten stehend K.O. Doch dann passierte es: Nach einer Vorlage von Nagatomo hämmerte Tadanari Lee einen fulminanten Volleyknaller in die Maschen und sorgte damit für den 1:0 Endstand. Sein erstes Tor auf internationaler Ebene.

Eure Meinung: Hätte es Australien verdient gehabt?