Vertragsverlängerung abgelehnt: Sebastian Boenisch verlässt Werder Bremen

Werder und Sebastian Boenisch sind sich nicht einig geworden: Der Defensivspieler verlässt Bremen ablösefrei. Sein Ziel ist noch offen.
Bremen. Nach fünf Jahren an der Weser wird Sebastian Boenisch in diesem Sommer seine Zelte in der Hansestadt abbrechen. Der Außenverteidiger hat eine Offerte von Werder Bremen zur Verlängerung seines auslaufenden Vertrags abgelehnt. Werder wird das Angebot nicht nachbessern und so trennen sich die Weg nach der Europameisterschaft. Dies schreibt die Kreiszeitung Syke.

Boenisch pokert

Werders Manager Klaus Allofs hatte Boenisch einen stark leistungsbezogenen Kontrakt vorgelegt. Schließlich war der 25-Jährige in den vergangenen zwei Jahren nahezu ausschließlich verletzt. Doch Boenisch spekuliert darauf, eine gute EM mit der polnischen Nationalelf zu spielen und sich so für andere Klubs attraktiv zu machen und bessere Offerten zu erhalten.

EM-Teilnehmer mit Polen

Boenisch, der 2009 mit der deutschen U21 den Europameister-Titel gewann, wurde am Dienstag von Polens Nationaltrainer Franciszek Smuda für den endgültigen Kader der EM-Gastgeber nominiert. Der beidfüßige Abwehrspieler (vier A-Länderspiele für Polen) kann sowohl auf der rechten, als auch auf der linken Außenbahn eingesetzt werden.

Schwere Blessuren behinderten die Entwicklung

Im Sommer 2007 war Boenisch von Schalke 04 zu Werder gewechselt, die Ablöse betrug damals etwa 3,5 Millionen Euro. In Bremen konnte er die hohen Erwartungen nur selten erfüllen. Sein Spiel war stets riskant, die Leistungsschwankungen waren teilweise enorm. Dabei wurde er immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen. Unter anderem litt er in der jüngeren Vergangenheit unter Rückenproblemen, einem Meniskusschaden, einem Knorpelschaden im Knie und einem Bänderanriss im Sprunggelenk.

Bremen hat Alternativen

Werder ist allerdings auch ohne Boenisch auf den defensiven Außenpositionen personell gut aufgestellt. Kapitän Clemens Fritz, Lukas Schmitz, Florian Hartherz, Aleksandar Ignjovski und Nachwuchsmann Cimo Röcker können dort spielen und auch der griechische EM-Teilnehmer Sokratis ist auf der rechten Seite einsetzbar. Zudem ist es nicht ausgeschlossen, dass Klaus Allofs noch einen Spieler für diese beiden Positionen verpflichtet.