Tottenham-Coach Redknapp erfreut: Modric geblieben, Scott Parker gekommen

Der Übungsleiter der Tottenham Hotspur zeigt sich hochzufrieden mit der Transferpolitik des Klubs, die ihm Emmanuel Adebayor und Scott Parker bescherte und bei Modric hart blieb.
London. Harry Redknapp wird wohl erst einmal tief aufgeatmet haben, als das Transferfenster in England um 23 Uhr schloss, schließlich stand in diesem Moment endgültig fest, dass sein Spielmacher Luka Modric - hartnäckig vom FC Chelsea umworben - weiterhin nur als Gast an der Stamford Bridge auflaufen und in Emmanuel Adebayor und Scott Parker noch zwei überaus talentierte Kollegen hinzubekommen wird.

„Scott ist genau das, was wir brauchen.“


Der offiziellen Homepage des Vereins sagte ein sichtlich erfreuter Redknapp zunächst über den von West Ham United gekommenen Scott Parker: „Scott ist genau das, was wir brauchen. Er ist ein großartiger Charakter und ein toller Profi mit einer tollen Einstellung. Er wird fantastisch für uns sein, auf und abseits des Feldes.“ Außerdem freute sich der Coach, nun die zwei letztjährigen Fußballer des Jahre in England in seiner Mannschaft zu haben: „Es ist großartig, beide letztjährigen Fußballer des Jahres mit Gareth Bale, der PFA Spieler des Jahres wurde, und nun Scott Parker in Tottenham zu haben.“

„Ich hoffe, dass Modric eine hervorragende Saison spielen wird.“

Über Luka Modrics Verbleib - er war lange und sehr intensiv von Chelsea umworben worden - äußerte sich Redknapp ebenfalls:  „Ich bin erleichtert, dass Luka Modric noch hier ist. Die Vorsitzenden sind hart geblieben und ich hoffe nun, dass er eine hervorragende Saison für uns spielen wird. Wir sind nun sehr stark im Mittelfeld: Scott Parker ist da, Sandro wird gerade fit und wir haben auch noch Tom Huddlestone und Jake Livermore.“ Hört sich gut an…

Redknapp über Adebayor: „Er kann jedem Abwehrspieler Probleme machen.“

Natürlich ging der seit 2008 in Tottenham agierende Coach auch auf seinen neuen Stürmer ein: „Wir sind hoch erfreut, Emmanuel Adebayor bei uns begrüßen zu dürfen, mit ihm haben wir viele Optionen im Angriff“, so Redkanpp. Desweiteren zeigte er sich begeistert von den Leistungen des Togolesen in diesem Frühjahr im Champions-League-Viertelfinale. Damals spielte Adebayor allerdings für Real Madrid und gegen die „Spurs“: „Er war herausragend als wir gegen Real Madrid in der Champions-League  gespielt haben, letzte Saison. Er hat fantastische Fähigkeiten und wenn er diese hier abrufen kann, dann wird er zu einer echten Waffe für uns werden.“

Und weil Lob vom Gegner einfach gut tut, zitierte er gleich auch noch ManU-Verteidiger Rio Ferdinand: „Er hat mir gesagt, dass er (Adebayor, A.d.R.) für ihn und Vidic immer der härteste Gegenspieler war. Wenn er diesen zwei Probleme macht, kann er jedem Abwehrspieler welche machen.“

Der allgemeine Lobgesang sollte dann auch an Neu-Keeper Brad Friedel nicht spurlos vorübergehen, den Redknapp einen „fantastischen Profi und tollen Torwart nannte.“

Redknapp optimistisch

Natürlich wünschte der Trainer auch allen Abgängern, darunter auch Stars wie Peter Crouch und Wilson Palacios, die im Doppelpack zu Stoke City wechselten, artig alles Gute für die Zukunft: „Wir mussten die Zahl der Spieler reduzieren, um unseren 25-Mann-Kader aufstellen zu können. Das war hart und wir wünschen allen, die gehen, alles Gute.“

Die nach den zwei Niederlagen gegen Manchester United (0:3) und City (1-5) so graue „Spurs“-Welt scheint nun wieder ein wenig rosiger zu sein: „Wir freuen uns nun auf den Rest der Saison. Wir haben ein gutes Team und es wird spannend.“ 

Man darf gespannt sein, wie sich die Londoner gegen die „großen“ Gegner aus der eigenen Stadt, sowie gegen Liverpool und die Klubs aus Manchester schlagen werden.

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