„Die allerheiligste Hand Gottes“ - Torschütze Luis Fabiano rechtfertig sich

Der Brasilianer nahm bei seinem zweiten Treffer sichtbar die Hand zur Hilfe. Glück für Brasilien, dass es das Schiedsrichtergespann übersah. Gewissensbisse? Fehlanzeige.

(chv) Johannesburg. Luis Fabiano stand vor dem Spiel gegen die Elfenbeinküste im Kreuzfeuer der Kritik, doch mit seinen beiden Toren ließ er seine Kritiker verstummen. Doch sein zweiter Treffer war zwar schön anzuschauen, aber leider nicht astrein: Der Brasilianer nahm die Hand zur Hilfe, kam aber davon.

Tore den Töchtern gewidmet

Nach Schlusspfiff war der Angreifer jedenfalls erleichtert, dass der Knoten bei ihm bei dieser WM geplatzt ist: „Dieses Spiel war für mich sehr wichtig, weil ich nicht getroffen hatte. Und alles war großartig! Das wichtigste ist aber trotzdem der Sieg und der Platz in der nächsten Runde.“ Den Doppelpack erzielte er für zwei besondere Menschen: „Ich habe beim Jubel vom ersten Tor sechs Finger in die Luft gehalten wegen des sechsten Geburtstages meiner Tochter. Das andere Tor widme ich meiner anderen Tochter.“

Tor hatte Hand und Fuß

Allerdings sorgte sein zweites Tor für Zündstoff, denn bei der Lupferstafette war die Schulter im Spiel. Für Luis Fabiano aber ein korrektes Tor: „Der Ball hat im ersten Moment meine Hand berührt und dann nah an der Schulter. Ich glaube aber, dass das Tor regulär war, denn es war keine Absicht. Das war eines der schönsten Tore, die ich in meiner Karriere geschossen habe und ich bin glücklich, dass es in einer WM passierte.“ Vergleich zu einem anderen großen WM-Moment bleiben da nicht aus, wie auch Luis Fabiano selbst etwas verlegen zugab: „Vielleicht war es die allerheiligste Hand Gottes, aber was soll ich machen,“ fragte er in die Kamera der ARD. Für Diskussionen wird auch sorgen, dass er sich auf Nachfrage des Schiedsrichters auf dem Platz keiner Schuld bewusst war. Ihn selbst wird das überhaupt nicht stören.

Eure Meinung: Hätte Luis Fabiano das Handspiel zugeben sollen? Oder hättet ihr genauso gehandelt?