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EM im Geburtsland? Roman Neustädter will für die Ukraine spielen

Mönchengladbach. Roman Neustädter von Borussia Mönchengladbach bestritt zwar drei Länderspiele in den deutschen Jugend-Nationalteams, gedenkt jedoch zukünftig für die Ukraine aufzulaufen.

„Ich habe vor drei Wochen einen Anruf vom ukrainischen Teammanager bekommen und er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen kann, für die Ukraine zu spielen. Ich habe ihm gesagt, dass ich gerne kommen würde, wenn eine Einladung kommt“, so Neustädter bei fohlen-hautnah.

Herzensangelegenheit

Der lang aufgeschossene Mittelfeldspieler, der in dieser Saison alle bisherigen sieben Bundesliga-Partien für Gladbach über die volle Distanz absolvierte nannte folgenden Beweggrund: „Ich bin in der Ukraine geboren und habe dort vier Jahre gelebt. Mein verstorbener Opa wollte immer, dass ich für mein Land spiele. Mein Geburtsland liegt mir am Herzen.“

Noch nicht in Besitz des ukrainischen Passes

In Besitz des ukrainischen Passes ist Neustädter jedoch noch nicht: „Ich habe einen deutschen und müsste zusätzlich den ukrainischen Pass beantragen, aber ich weiß nicht, ob man die doppelte Staatsbürgerschaft annimmt. Ich habe mich darum aber noch nicht genau bemüht, weil ich bisher nicht weiß, ob man mich fest haben möchte oder nicht. Da muss man jetzt mal abwarten“, sind noch diverse Fragezeichen zu lösen.

Für die beiden Testspiele gegen Bulgarien (7. Oktober) und vier Tage später gegen Estland wurde der in Dnipropetrowsk geborene 23-Jährige von Nationalcoach Oleg Blochin jedenfalls (noch) nicht nominiert.

Die Ukraine richtet im kommenden Jahr gemeinsam mit Polen die Europameisterschaft aus.

Eure Meinung: Richtig von Neustädter, sich für die Ukraine zu entscheiden?

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