Süper Lig: Fenerbahce-Zwangsabstieg weiter möglich

Der türkische Fußball-Verband hat heute eine Grundsatz-Entscheidung bei Manipulationsfällen getroffen. Der Zwangsabstieg bleibt somit weiterhin möglich.
Ankara. Bei der Generalversammlung des türkischen Fußball-Verbandes (TFF) nahmen alle Personen mit Rang und Namen teil. Von den Klubchefs über die Trainer der Süper-Lig-Teams bis hin zum UEFA-Vize-Präsidenten Senes Erzik waren alle im Sheraton Hotel in Ankara anwesend. Bei den verschiedenen Reden aller Parteien gab es harsche Kritik, vor allem auch von Seiten Fenerbahces gegen den TFF-Präsidenten Mehmet Ali Aydinlar. Die Sondersitzung zum Manipulationsskandal fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt, bei der die großen Differenzen zwischen den Klubs untereinander und dem TFF auf großer Bühne öffentlich wurden.

Aggressive Wortgefechte

Bei der erstaunlich offenen Konferenz, in der von allen Seiten deutliche und ehrliche Worte gewählt wurden, kam es zwischen Klubpräsidenten von Orduspor und Manisaspor zu einem heftigen Dialog. Durch das Eingreifen der anderen Mitglieder konnte eine Eskalation verhindert werden.

Fenerbahce vs. TFF?

Dass die Beziehung zwischen Fenerbahce und dem Verband tief erschüttert ist, ist keine Neuheit. Fenerbahces Vize-Präsident Ali Koc betonte das fehlende Vertrauensverhältnis, der Ausschluss aus der Champions League setzt dem Verein sichtbar zu. Unterstützende Worte erhielt Fenerbahce ausgerechnet vom Präsidenten des Erzrivalen Besiktas, Yildirim Demirören, der beklagte, dass nur Fenerbahce im Zuge des Betrugsskandals genannt werde, als ob niemand anderes involviert wäre.

Zwangsabstieg bleibt möglich

Bei einer Abstimmung der Delegierten stimmte die Mehrheit gegen eine Änderung der Statuten, die einen Zwangsabstieg der Klubs im Betrugsfall ermöglicht hätte. Mit dieser Entscheidung besteht die Möglichkeit, dass neben Fenerbahce die anderen verdächtigen Klubs wie Sivasspor den Gang in die zweite Liga antreten müssten, falls diesbezüglich ein rechtskräftiges Urteil ausgesprochen wird.

Aydinlar wünscht Unterstützung

In dieser schwierigen Zeit des türkischen Fußballs sei es wichtig, sich gegenseitig zu unterstützen, so Aydinlar. Im Zweifelsfall bestehe er nicht auf seinen Sitz im Vorstand.

Eure Meinung: Haltet Ihr die Entscheidung für richtig?

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