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Raphael Varane stellt Cristiano Ronaldo und Lionel Messi in den Schatten

Nach „El Clasico I“ ist in der Copa del Rey weiterhin alles offen! Raphael Varane sorgte mit einer herausragenden Vorstellung dafür, dass Real weiter vom Pokalfinale träumen darf.

KOMMENTAR
Von Kris Voakes

Nach dem ersten „El Clasico“ im Halbfinale der Copa del Rey bleibt alles offen! Real Madrid erkämpfte sich nach Rückstand ein 1:1 gegen den FC Barcelona. Herausragend war der 19-jährige Verteidiger Raphael Varane. Er stellte die Superstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi in den Schatten.

Es war ein Spiel von hoher Qualität, in dem einige der größten Offensivgeister der Gegenwart ihrer Berufung nachgingen. Aber das Halbfinale der Copa del Rey wird vor allem auch wegen Raphael Varanes herrausragender Darbietung in Erinnerung bleiben. Sie hielt die Blancos nicht nur im Spiel, sondern wies ihn auch als einen Verteidiger der höchsten Klasse aus.

Bisher kam der Franzose bei Clasicos nie über einen Bankplatz hinaus, jetzt nutzte er die Gelegenheit, um zu zeigen wozu er im Hexenkessel eines der monumentalsten und prestigeträchtigsten Duelle im Fussball fähig ist. In einer Zeit, in welcher die Defensive geradezu nach einem neuen Exponenten ihrer Künste schreit, hat Varane in 90 Minuten so ziemlich alles gezeigt und eine perfekte Performance hingelegt. Und als ob es damit nicht genug wäre, erzielte er auch noch den so wichtigen Ausgleich, der sein Team in vier Wochen im Camp Nou zumindest mit einem Gleichstand starten lässt.

Mit Antizipation und Speed bügelte der 19-Jährige einen Fehler seines erfahrenen Nebenmannes Ricardo Carvalho aus und klärte Xavis Schuss auf der Linie als man den Ball schon im Netz zappeln sah. Dann war da noch das hervorragende Last-Minute-Tackle gegen Torschütze Cesc Fabregas - das 2:0 schien in diesem Moment bereits Gewissheit.

Real Madrid 1:1 FC Barcelona

SCHÜSSE
TORSCHÜSSE
BALLBESITZ
ECKEN

GELBE KARTEN
MADRID
8
2
33%
7
3
BARCELONA
10
4
67%
3
3

Auch der weltbeste Spieler sah an diesem Abend gegen ihn kein Land. Wann immer Lionel Messi in den Strafraum eindrang, schien Madrids schlecht gerüstete Verteidigung unfähig, den Flo zu stoppen. Ein weiteres exzellentes Tackle Varanes entriss dem Argentinier das Spielgerät. Doch damit nicht genug. 

Als noch neun Minuten zu spielen waren vollendete er sein Clasico-Debüt mit dem unbezahlbaren Ausgleich. Nach Mesut Özils Freistoß überstieg der Mann aus Lille Fabregas und Barcas Verteidiger und köpfte an Jose Pinto vorbei ein. Es war nur angemessen, dass der Schlussakkord ihm gehörte.

So eine Vorstellung sollte nicht unbelohnt bleiben. Momentan hat Mourinho aufgrund der fehlenden Spieler bei der Aufstellung seiner Defensive keine kniffligen Entscheidungen zu treffen. Aber sobald Pepe und Sergio Ramos zurückkehren, wird es schwer.

Während seiner Zeit in Madrid hat Varane schon bewiesen, dass er hoch veranlagt ist. Mittwoch Nacht wurde einmal mehr ersichtlich, dass er eine feine Alternative zu seinen berühmteren Kollegen ist. Wenn Mourinho die Defensive der Blancos weiterhin zu einer soliden Einheit formen will, müsste der vermehrte Rückgriff auf Varane auf seiner Agenda stehen. Sergio Ramos kann spielend als Rechtsverteidiger eingesetzt werden, aber für Pepe wird es angesichts der Form von Varane ein harter Kampf werden.

In einer Zeit, in der junge Verteidiger selten und dünn gesät sind, ist Varane so ziemlich der einzige leuchtende Stern. Und im Bernabeu hat er nun bewiesen, dass er auch gegen die Besten liefern kann. Eine lange Wartezeit bei den Königlichen ist das Letzte, was er nach dem besten Clasico-Debüt seit Jahren verdient.

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