Adam Johnson verzückt Manchester City

Manchester City setzte am Abend mit einem deutlichen Erfolg gegen Liverpool ein erstes Ausrufezeichen. Genau das tat auch Flügelflitzer Adam Johnson, der sich nachhaltig um einen Stammplatz im Starensemble der „Citizens“ bewarb.
(fab) Manchester. Manchester City schoss am Abend den FC Liverpool ab. Der mit Stars gespickte, reichste Klub der Welt trat dabei als geschlossene Einheit auf, stark in Abwehr und Angriff. Aus einem hervorragenden Kollektiv ragte Flügelspieler Adam Johnson heraus. Der englische Jung-Nationalspieler war Wegbereiter zu zwei Toren und bereitete seinem Gegenspieler Daniel Agger über 90 Minuten riesige Probleme.

Erst knapp vorbei, dann Zuckerpass


In Roberto Mancinis 4-3-3-Formation bildete der 23-jährige gemeinsam mit James Milner und Carlos Tevez die Angriffsreihe. Über die rechte Seite kommen, zeigte er seine Stärken: Dynamik, Durchsetzungsvermögen und eine klasse Ballbehandlung. Johnson sorgte nach neun Minuten für das erste Highlight der Begegnung, als er aus 20 Metern mit seinem starken linken Fuß nur knapp am langen Pfosten vorbei schlenzte. Drei Minuten später spielte er einen klugen Steilpass auf James Milner, der Liverpools Abwehr entblößte und in der Mitte konnte Gareth Barry unbedrängt zum 1:0 einschieben.

Bewerbung für einen Stammplatz


Johnson spielte auch nach dem Seitenwechsel gut. Er holte den Eckstoß heraus, der zum 2:0 durch Tevez führte (52.) und war auch bei beim dritten Tor der „Citizens“ der entscheidende Mann. Mit dem Ball am Fuß drang er in den Sechzehner ein, vernaschte Daniel Agger und konnte von Martin Skrtel nur per Foulspiel gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß versenkte erneut Tevez (67.). Bei City fehlte Neuzugang Mario Balotelli und auf der Bank saßen weitere Hochkaräter für die Offensive (Emmanuel Adebayor, David Silva, Shaun Wright-Phillips). Sie dürften es schwer haben einen Johnson in dieser Form zu verdrängen.



England-Debüt im Mai


Der Mann mit der Nummer elf kam im Februar 2010 für acht Millionen Euro von seinem Heimatklub FC Middlesbrough in die „Eastlands“. Im Mai wurde er von Fabio Capello in den vorläufigen Kader für die Weltmeisterschaft berufen und feierte beim 3:1 im Test gegen Mexiko sein Debüt. Er durfte aber nicht mit nach Südafrika. Mit Leistungen wie der von heute wird Capello nicht allzu lange an ihm vorbei kommen.