Özil weiter für die Türkei spielberechtigt

Mesut Özil könnte trotz seines Einsatzes in der A-Nationalmannschaft Deutschlands weiterhin für die Türkei auflaufen. Das regelt ein entsprechender FIFA-Artikel. Zittern muss der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aber wohl dennoch nicht.

(dw) Bremen/Frankfurt. Viele hatte gegen Norwegen die 78. Spielminute wohlwollend miterlebt. Mesut Özil wurde für die deutsche Nationalmannschaft eingewechselt und ist nun sicher Nationalspieler dieses Landes. Falsch! Denn der junge Mann vom SV Werder Bremen könnte weiterhin für die Türkei auflaufen. Laut einem Zusatz im Artikel 18 der FIFA-Statuten muss ein Spieler „in einem A-Länderspiel in einem offiziellen Wettbewerb“ eingesetzt werden, um sein Wechselrecht zu verwirken. Die Partie gegen Norwegen war aber nur ein Freundschaftsspiel. Özil müsste nun während der WM-Qualifikation zum Einsatz kommen. Erst dann würde er nicht mehr den Verband wechseln dürfen.

Anfeindungen gegen den Bremer

Nachdem sich der Mittelfeldmann gegen die türkische Nationalmannschaft und für den DFB entschieden hatte, gab es harsche Anfeindungen gegen den jungen Mann. Dennoch stelle Özil zuletzt klar, dass er nur für eine Nation je spielen wollte. Deshalb sei ihm die Entschiedung leicht gefallen, wenngleich „das keine Entscheidung gegen die Türkei als meine Heimat“ war.

Eure Meinung: Freut Ihr Euch über die Entscheidung Özils?