Skandal-Schiedsrichter Kinhöfer pfeift Köln aus dem Pokal

Schiedsrichter leiten keine Spiele, sie entscheiden sie. Die kämpferische und fußballerische Leistung vom FC Augsburg soll nicht geschmälert werden, aber ein lodernde Aufholjagd des 1. FC Köln wurde bereits im Keim erstickt.
Augsburg. Das Problem bei der Leistung von Thorsten Kinhöfer beim heutigen Viertelfinale ist, dass der Referee in den letzten Wochen gute Noten attestiert bekam. Der FIFA-Referee beherrscht sein Handwerk – für gewöhnlich. Unvermögen lässt sich also ausschließen. Doch was war das dann, was der Mann in orange heute zusammenpfiff?

Keine Tätlichkeit von Chihi

Wenn man die Fernsehbilder sieht, wird offensichtlich, dass im Viertelfinale mit zweierlei Maß gemessen wurde. Adil Chihis „Aktion“ ist ganz klar ein Schubser und keine Tätlichkeit. Laut Regelwerk wird diese ausschließlich mit Gelb geahndet. Ellbogen, Schlag, davon konnte keine Rede sein. Doch der vierte Schiedsrichter, der das Geschehen direkt vor Augen hatte, riet Kinhöfer sogar noch zu dieser Entscheidung, Kölns bis dahin besten Mann des Feldes zu verweisen. „Das hätte nicht passieren dürfen“, kritisierte Zvonimir Soldo nach dem Spiel in den Katakomben.

Schlechte Karten für Köln

Köln hatte schlechte Karten. Nach einer halben Stunde in Unterzahl? Von dieser Schwächung konnte der FC sich zunächst nicht erholen. Während Kinhöfer Sinkala weiter foulen ließ, das wegfausten vom gelbgefährdeten Rudelbilder Thurk bei Podolskis Freistoß übersah, mehrere Zweikämpfe rätselhaft als Foul bewertete, brannten bei den „Geißböcken“ die Sicherung durch. Sicher war ein Teil des Frust auch die eigene Leistung, doch die Groteske begann erst richtig, als Podolski die Schiedsrichter-Leistung sarkastisch mit einem Daumen nach oben bewertete, kurz nachdem er Gelb sah. Kinhöfer fühlte sich ertappt und schickte den Nationalspieler nach achteinhalb-minütigem Einsatz duschen. Auch wenn der gekränkte Referee statt Dialog und Fingerspitzengefühl die harte Hand walten ließ, war dies immerhin laut Regelwerk nachvollziehbar den Stürmer vom Platz zu stellen, der in seiner kurzen Einsatzzeit neue Impulse setzen konnte und zwei Torschüsse abfeuerte.

Alle guten Dinge sind drei

Alle guten Dinge waren drei, als Petit wegen Armhebens auch noch vor die rote Ampel gestellt wurde. Immerhin hatte der Referee Mitleid und pfiff das Skandalspiel nach nicht einmal einer Minute ab – bei sechs Auswechslungen und zwei Platzverweisen in Durchgang zwei...

Was sagt ihr zu Kienhöfers Leistung?