Weinzierl: "Die bessere Mannschaft hat heute verloren"

Die Werkself konnte das Überzahlspiel nicht nutzen und sah sich gegen starke Gelsenkirchener teils überfordert. Erst spät brachten sie den Ball im Tor unter. Die Stimmen.

Am 14. Spieltag der Bundesliga konnte Bayer Leverkusen mit einem späten Tor noch drei Punkte gegen Schalke 04 retten. Der FC Bayern München konnte nach dem klaren 5:0-Erfolg über den VfL Wolfsburg wieder die Tabellenspitze übernehmen. RB Leipzig verlor 1:0 gegen den FC Ingolstadt und kassierte somit die erste Niederlage der Saison. Hier die Stimmen zu den Spielen.

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Schalke 04 - Bayer Leverkusen 0:1

Markus Weinzierl (Trainer Schalke 04): "Die bessere Mannschaft hat heute verloren. Wir haben 96 Minuten in Unterzahl gespielt, gut verteidigt, gut umgeschaltet, aber zu viele Chancen liegen gelassen. Ein Freistoß, der kein Freistoß war, hat uns heute um den Lohn gebracht. Das war eine sehr gute Leistung, leider mit dem falschen Ergebnis."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Das war ein sehr spezielles Spiel nach dem frühen Platzverweis. Wir sind nicht gut mit der Situation umgegangen, haben unheimlich viele einfache Fehler gemacht. Die Verunsicherung ist in das Team reingekrochen. Wir wissen, dass der Sieg sehr glücklich war. Aber wir hatten in dieser Saison schon so viel Pech, dass wir ihn gerne mitnehmen."

Borussia Mönchengladbach - FSV Mainz 05 1:0

Andre Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir hatten in letzter Zeit einige Heimspiele, in denen wir den Sieg mehr verdient hatten als heute. Wir haben es heute erzwungen und hatten am Ende auch das notwendige Quäntchen Glück. Es ging heute nicht darum, ein schönes Spiel zu machen."

Martin Schmidt (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben gut angefangen und waren über weite Strecken gefährlicher als Gladbach. Es war insgesamt viel Nervosität im Spiel. Es ist schade, dass wir jetzt wieder über andere Dinge als über Fußball reden müssen. Die ganze Woche wird nur über Schiedsrichter-Entscheidungen gesprochen."

Bayern München - VfL Wolfsburg 5:0

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München):  "Unsere Performance war gut. Wir hatten nach dem 1:0 eine gute Kontrolle. Wir können beide Systeme spielen, aber die Spieler fühlen sich mit dem 4-2-3-1 am wohlsten. Ich bin sehr glücklich für Thomas (Müller, d. Red.). Das Tor ist gut für ihn. Er macht immer einen sehr guten Job und arbeitet hart für die Mannschaft."

Valerien Ismael (VfL Wolfsburg):  "Es war ein verdienter Sieg für die Bayern. Wenn man nach München fährt, braucht man Selbstvertrauen. Der FC Bayern hat seine Überlegenheit deutlich gezeigt. Das ist nicht unsere Messlatte. Wir müssen uns konzentrieren auf die nächsten Spiele und schnellstmöglich als Sieger vom Platz gehen."

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Hertha BSC - Werder Bremen 0:1

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Die Niederlage war verdient. Ich habe eine erste Halbzeit gesehen, in der wir keine Ordnung hatten. Wir hatten keine gute Tagesform. Ich schaue nicht auf die Statistik. Wir müssen die Niederlage akzeptieren und weitermachen."  

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Wir haben sehr diszipliniert gespielt, jeder hat seinen Job sehr gut erledigt. Wir hatten viele sehr gute Umschaltmomente. Wir mussten uns allerdings früher mit dem zweiten Tor belohnen."

1. FC Köln - Borussia Dortmund 1:1

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind ein wenig traurig, dass der Schiri nicht zwei, drei Minuten vorher abgepfiffen hat. Sonst ist alles gut. Ich bin natürlich sehr, sehr zufrieden, wie die Jungs aufgetreten sind. Dass wir so ein Spiel abliefern, bestätigt mich darin, warum ich so gerne mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Es war unabhängig vom Ergebnis wichtig, dass wir nach dem 0:4 in Hoffenheim gezeigt haben, dass wir bereit sind für die Spiele bis Weihnachten."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Heute ist das Kompliment viel größer als der erhobene Zeigefinger. Der Rückstand hat die Aufgabe sehr verkompliziert. Aber wir haben uns reingebissen und sind spät belohnt worden. Du musst auch mal konstatieren: Okay, dann ist es an diesem Tag eben ein Punkt, du nimmst ihn und fährst nach Hause."

Hamburger SV - FC Augsburg 1:0

Markus Gisdol (Trainer Hamburger SV): "Wir wollten heute nachlegen, aber die Balance nicht verlieren. Es war plötzlich ganz schwierig mit einer Roten Karte in die Pause zu gehen. Doch dann ein super Gefühl, eine super Stimmung, die zeigt, dass wir da sind. Die Mannschaft hat ihr Herz komplett offengelegt und alles reingelegt was sie hat. "

Dirk Schuster (Trainer FC Augsburg): "Offensiv haben wir zu wenig zu Stande gebracht. In der Halbzeit haben wir darauf hingewiesen, dass wir einen kühlen Kopf brauchen. Das ganze Ding haben wir uns mit der Gelb-Roten Karte selbst ein bisschen kaputt gemacht. Der Killerinstinkt ist vor dem Tor nicht wirklich ausgeprägt, wir schießen zu wenig Tore."

FC Ingolstadt - RB Leipzig 1:0

Maik Walpurgis (Trainer FC Ingolstadt): "Die Mannschaft hat sich mit ganz viel Engagement, Leidenschaft, aber auch taktisch gutem Zuschieben der Räume den Sieg erarbeitet. Für uns war es sehr wichtig, ein Befreiungsschlag und der erste Heimsieg. Das freut mich riesig für unsere Zuschauer, die uns super unterstützt haben, es war ein richtiger Hexenkessel."

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Niederlagen tun immer weh, ganz egal gegen wen. Der Gegner hat uns sein Spiel aufgezwungen, es gab wenig Spielfluss, wir haben ein bisschen wenig Mut gezeigt. In der zweiten Halbzeit war es besser, leider haben wir da unsere drei Hundertprozentigen nicht gemacht. Das Ding wollte nicht rein."

SC Freiburg - Darmstadt 98 1:0

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir waren nicht überrascht von Darmstadt. Es war ein sehr schwieriges Spiel. Wir müssen gewiss nicht gewinnen. Wir waren die Glücklicheren."

Ramon Berndroth (Interimscoach Darmstadt 98): "Ich war sehr zufrieden über weite Strecken. Ich war zufrieden mit der Offensive, mit der Defensive, und mit dem Wir-Gefühl. Wir haben gezeigt, dass es noch eine interessante Saison werden kann."

Eintracht Frankfurt - 1899 Hoffenheim 0:0

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "In der ersten Halbzeit hatten wir nicht den Ballbesitz, den ich mir vorgestellt habe. Wir hatten im ersten Abschnitt schon zwei, drei sehr gute Chancen und haben nichts zugelassen. Dann haben wir den Druck in der zweiten Halbzeit erhöht. Das Ergebnis geht unter dem Strich in Ordnung. Emotionen gehören zum Fußball dazu."

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und müssen früh in Führung gehen, fußballerisch waren wir da deutlich besser. Leider waren sehr viele Emotionen im Spiel, der Schiedsrichter hat völlig den Zugriff verloren. Es gab sehr viele komische Situationen, die auf dem Fußballfeld nichts zu suchen haben."

Alexander Meier (Eintracht Frankfurt): "Wir hatten die besseren Chancen, Hoffenheim war in der ersten Halbzeit etwas überlegen. Insgesamt ist das Ergebnis wahrscheinlich in Ordnung so."