Thomas Müller kritisiert übertriebenes Medieninteresse

Der Bayern-Star befürchtet, dass der Fußball in den nächsten Jahren noch mehr in die Unterhaltungsecke abdriften könnte.

München. Nach Ansicht von Bayern Münchens Stürmerstar Thomas Müller hat das Medieninteresse im Fußball in den letzten Jahren eine ungesunde Entwicklung genommen. Der 23-Jährige warnt davor, den Sport zu sehr mit der Unterhaltung zu vermischen.

"Ich hoffe, dass es zu meiner Zeit nicht mehr so weit kommen wird, dass der Kameramann in der Halbzeit in der Kabine drinsteht", sagte Müller in einem Interview mit dem Playboy.

Der Nationalspieler befürchtet, dass die Grenze zur Show verschwimmen könnte, wenn die Berichterstattung sich wie zuletzt weiterentwickeln sollte: "Wenn es nur noch Theater ist, dann können wir auch Wrestling machen."

Ärger nach Pokalfinale

Noch in frischer Erinnerung ist Müller die Episode, als er sich nach dem DFB-Pokalsieg im Juni den Zorn eines Reportes zuzog, weil er nach Spielschluss drei Minuten später in die Mixed Zone gekommen war als vorgesehen. "Das regt mich auf, auch wenn ich indirekt natürlich davon profitiere", gestand Müller.

Müller spielt seit der Jugend für den FC Bayern. Seit der Saison 2009/10 gehört der WM-Torschützenkönig von 2010 fix zum Profikader der Münchner, für die er in 205 Pflichtspielen bislang 73 Tore erzielte und 72 Treffer vorbereitete.

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