Müller: Klinsmann wollte mich an Hoffenheim verkaufen

Triple-Gewinner Thomas Müller zeigte sich glücklich darüber, dass Hermann Gerland einst seinen Verkauf an Hoffenheim verhindern konnte.

München. Nationalspieler Thomas Müller vom FC Bayern München hat sich in einer Kolumne zu seinem Verhältnis zum scheidenden Trainer Jupp Heynckes geäußert. Zudem dankte er Assistenztrainer Hermann Gerland, einst seinen Verkauf an die TSG 1899 Hoffenheim verhindert zu haben.

Klinsmann hätte Müller an 1899 verkauft

"Ich spürte von Beginn dieser Runde mehr Vertrauen von ihm", schrieb Müller im Kicker in Bezug auf Heynckes. "Vorige Saison vertraute er mir in den großen Spielen gegen Real und im Pokalfinale gegen Dortmund nicht. Das hat mir natürlich nicht gepasst. Deshalb machte ich mir damals Gedanken über meinen Stellenwert. Denn ich will auf dem Topniveau ein wichtiger Mann sein", so der 23-Jährige weiter.

"In dieser Spielzeit gab es daran keinen Zweifel mehr. Der Trainer hat gesehen, dass ich von Anfang an im Training voll da war", erklärte Müller die Entwicklung nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2012 gegen den FC Chelsea: "Mein Verhältnis zu ihm hat sich in dieser Saison verändert, es wurde enger und besser."

In der abgelaufenen Spielzeit gewann Müller zum zweiten Mal die Meisterschaft und den DFB-Pokal und errang im dritten Finale in den vergangenen vier Jahren erstmals die Champions-League-Trophäe.

Dabei hätte er diese Erfolge beinahe nicht im FCB-Trikot miterlebt: In der Saison 2008/2009 stand Offensivspieler kurz vor einem Wechsel zur TSG 1899 Hoffenheim. "Der damalige Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann war einverstanden, er sagte, für mich sei in der Mannschaft sowieso kein Platz", erinnerte sich der Triple-Gewinner.

"Tiger (Hermann, Anm. d. Red.) Gerland stemmte sich dagegen, zudem hatten die Hoffenheimer wohl zu wenig geboten und dann war die Transferzeit vorbei. Ich bin geblieben, zum Glück. Heute weiß ich, dass es die beste Entscheidung war", sagte Müller.

Müllers härtester Gegenspieler: Thiago Motta

Müller ließ auch seine schönsten Momente und härtesten Gegenspieler seiner Karriere im Kicker Revue passieren. Dabei erinnerte er sich vor allem an Thiago Motta, der dem Nationalspieler im Trikot von Inter Mailand gegenüberstand: "Er bewegt sich am Rande der Sportlichkeit - um es diplomatisch zu formulieren. Er macht absichtlich Fouls, provoziert permanent."

Als sein bestes Spiel nannte der 23-Jährige zudem das 4:0 im Halbfinal-Hinspiel der abgelaufenen Champions-League-Saison gegen den FC Barcelona: "Wenn man gegen diesen besonderen Gegner zwei Tore erzielt und auch sonst voll im Spiel ist, ist das schon ein Highlight."

EURE MEINUNG:  Wird Müller irgendwann seine Auslandserfahrung machen oder geht er beim FCB in Rente?

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