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KOLUMNE - Steht auf Schalke die Null und ist alles roger im Revier? Hassans Corner sagt es Euch! Die königsblaue Kolumne auf Goal.com.

Glück Auf!

Es ist und bleibt das zentrale Thema der Rückrunde. Die Frage um Jens Keller beschäftigt nicht nur die Medien, sondern auch den geneigten Fan und Beobachter.

Jens Keller, der Kämpfer

Dass der 42-Jährige Trainer im Boulevard bereits niedergeschrieben wurde, als er noch kein einziges Bundesligaspiel als Chefcoach der Blauen bestritten hat, das wisst Ihr. Dazu brauchen wir uns auch nicht großartig zu unterhalten.

Für Jens Keller ist die Aufgabe ganz simpel und einfach zu erklären: Do or die! Ein gewaltiger Druck lastete und lastet immer noch auf den Jung-Trainer, doch wie Keller damit umgeht, ist bewundernswert. Er hat den gesamten Verein mit seiner Akribie aus der Lethargie herausgeholt, und das, obwohl er mit dieser schweren Last umgehen musste. Chapeau, das verdient Anerkennung und Respekt. Schalke 04 befindet sich vor dem so wichtigen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen in einer guten Verfassung, trotz zahlreicher verletzter Spieler und einem daraus folgenden dezimierten Kader.

Jens Keller ist Chance und Risiko

Es stellt sich trotz der jüngeren Erfolge aber weiterhin die Frage: Ist Jens Keller der Trainer der Zukunft für Schalke 04? Für mich persönlich eine schwierig zu beantwortende Frage. Im Kern würde ich antworten: „Nur unter gewissen Voraussetzungen!“ Man liest sich durch diese Woche, der Spieltag rückt immer näher, und gefühlt fast jeder Protagonist darf verkünden, dass er gerne mit Jens Keller zusammenarbeiten möchte. Das sind solche Fragen, die eigentlich einen Wert Null aufweisen, dennoch scheint mir das recht glaubhaft zu sein, da die Mannschaft beim Training einen ausgelassenen, zwar konzentrierten, aber auch positiven Eindruck macht.

Wenn sich der Verein, insbesondere Horst Heldt an vorderster Front, für Jens Keller entscheidet, dann muss dies mit aller Konsequenz getan werden. Das bedeutet für mich auch, dass man mit ihm durchs Feuer gehen muss. Seit Wochen zerbreche ich mir den Kopf, was diese T-Frage angeht. Beispiele geistern durch meinen Schädel und es kristallisiert sich ein Schema heraus: Versemmelt Jens Keller den Saisonstart der neuen Spielzeit, wird Schalke 04 ihn dann entlassen? Sicher, das ist alles Zukunftsmusik, jedoch muss auch dieser Fall berücksichtigt werden. Warum? Weil Schalke 04 eine langfristige Lösung für die Trainerbank sucht. Da darf man nicht gleich beim ersten aufkommenden Gegenwind, aus welchem Lager auch immer, umfallen. Darum geht es mir, wenn Keller – dann voll und ganz.

Sollte man sich für den gebürtigen Stuttgarter entscheiden, dann muss man ihm die Möglichkeit geben, den Kader und das Spiel nach seinen Vorstellungen zu formen. Das kann er in dieser Rückrunde nur bedingt. Deshalb muss man ihm Zeit geben. Nicht falsch verstehen: Ein wirkliches Urteil über Jens Keller kann ich mir persönlich noch nicht ganz bilden, damit lasse ich mir Zeit. Dennoch muss man loben, weil er den S04 aus dem Sumpf rausgeholt halt. Es obliegt den oberen Herren zu entscheiden. Bei Misserfolg im kommenden September einen (dann wieder mal) neuen Trainer zu verpflichten, das traue ich dem FC Schalke 04 zu. Es kommt darauf an, dass man zu dieser schwierig zu fällenden Personalentscheidung um Jens Keller auch noch einige Monate später steht, egal ob man mit ihm oder einem anderen Trainer in die neue Spielzeit geht. Das nervöse Umfeld muss und braucht Geduld.

Gruß aus GE,

Euer Hassan

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