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Düsseldorf zieht Elfmeterpunkt-Klage doch nicht zurück

Düsseldorf. Beim Relegationsspiel gegen Hertha BSC, als sich Fortuna Düsseldorf den Aufstieg in die 1. Bundesliga sicherte, sorgte ein Fan für besonderes Aufsehen: Während mehrere Zuschauer das Spielfeld stürmten, grub er einen Elfmeterpunkt aus und nahm ihn mit nach Hause. Der Verein beschloss, den Mann zu verklagen. Tom Koster, Sprecher der Fortuna, sagte heute gegenüber dpa, dass dieses Vorhaben nicht mehr aktuell sei. Finanzvorstand Paul Jäger widersprach später am Tag vehement.

„Auf erzieherische Weise zur Einsicht bringen“

Finanzvorstand Paul Jäger erklärte laut Welt auf der Jahreshauptversammlung der Fortuna: „Beim Elfmeterpunktdieb haben wir erst gedacht, er sei ein armer Wicht. Dann hat er sich aber in den Medien feiern lassen, nun hat er eine Klage an der Bux.“

Schon einen Tag später gab es den vorübergehenden Rückzieher: „Es geht nicht darum, ihn mit einer Schadenersatzklage finanziell zu ruinieren“, stellte Vereinssprecher Tom Koster in der Welt klar. Vielmehr solle der Fan „auf erzieherische Weise als per Anwalt zu der Einsicht gebracht werden, dass so etwas nicht geht.“

Jäger widerspricht Koster

Auf Nachfrage der WZ bestätigte Paul Jäger am Nachmittag noch einmal, dass der Fan weiterhin haftbar gemacht werden solle. Damit widerspricht er dem Sprecher des Bundesligisten, Tom Koster.

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