Julian Draxler will „Zehner-Rolle“ bei Schalke 04

Der Youngster aus Gelsenkirchen könnte in dieser Saison noch mehr Vertrauen bekommen und auf seiner Wunschposition den Durchbruch schaffen.
Gelsenkirchen. Hat Schalke 04 die Suche nach der neuen Nummer 10 bereits in den eigenen Reihen gefunden? Julian Draxler spricht im Interview mit DerWesten über seine Bereitschaft, diese Bürde zu übernehmen sowie über seine persönlichen Karriereziele und jene bei den „Knappen“.

Nicht zufrieden mit Einstiegssaison

Draxler hat mit nur 18 Jahren seine erste Bundesliga-Saison bestritten und kam dabei oft genug zum Einsatz.

„Zu 100 Prozent zufrieden war ich mit mir noch nicht - so hätte ich mir zum Beispiel gewünscht, mehr als zwei Tore in der Bundesliga zu erzielen“, gab sich der Deutsche, der zumeist auf der ungewohnten linken Seite zum Einsatz kam, dennoch kritisch, sah aber immerhin Fortschritte - vor allem im körperlichen Bereich. „Wenn ich heute Bilder von mir von damals sehe, dann bin ich sicher weitergekommen.“

Bald als Nummer 10?

Durch den Weggang von Raul könnte sich für Draxler nun sogar die Möglichkeit ergeben, im offensiven Mittelfeld spielen zu dürfen - zumindest wurde er in Testspielen dort eingesetzt.

„Wenn ich in der Bundesliga auf der Zehn eingesetzt werden sollte, wird man sehen, ob es schon meine Position ist oder ob ich noch ein bisschen Entwicklungszeit brauche. Aber Fakt ist, dass ich mich auf dieser Position immer am wohlsten gefühlt habe und dass ich auch glaube, der Mannschaft so am meisten helfen zu können. Sagen wir, es wäre meine Wunschposition“, protzte das Eigengewächs.

Ein Vergleich mit dem großen Raul schätzt er als unrealistisch ein: „Für mich ist es natürlich schwer, schon den Level von Raul zu erreichen - er hat über Jahre Weltklasse-Leistungen gezeigt, und ich bin beim Bundesliga-Start gerade knapp 19.“

Große Wünsche

Was natürlich nicht heißt, dass Draxler keine Ziele mit „Königsblau“ hat: „Fast jeder, der rund um Gelsenkirchen aufwächst, hat doch diesen Traum, mit Schalke einmal Deutscher Meister zu werden. Auch ich werde alles dafür geben.“

Noch befinde sich die Mannschaft jedoch in der „Entwicklungsphase“, deshalb sei es noch zu früh, um konkret von einem Meisterschafts-Wunsch zu sprechen.

Spanien das Ziel

Zudem verriet er noch, dass er eines Tages gerne in der Primera Division in Spanien spielen würde. Während dem Aufenthalt mit der Nationalmannschaft, für welche er kurz vor der EM sein erstes Länderspiel bestreiten durfte, erklärte er dem Magazin DerWesten, dass er Real Madrid-Spieler Mesut Özil praktisch „ausfragte“: „Mein Traum ist es auch, später irgendwann einmal in Spanien zu spielen.“

Löw baut auf Draxler

Und auch mit der deutschen Nationalmannschaft hat er in seiner Karriere noch so einiges vor - das Vertrauen von Bundestrainer Joachim Löw hat er allem Anschein nach schon jetzt.

„Er hat mir gesagt, dass ich mich sehr gut präsentiert hätte und er mir in meiner weiteren Entwicklung helfen will. Und er hat mir auch in Aussicht gestellt, in nächster Zeit wieder eingeladen zu werden“, verriet Draxler.

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