Jens Lehmann über den geplatzten Wechsel zu Schalke 04: „Rangnick konnte sich nicht entscheiden“

Das Interesse der Schalker sei da gewesen, der Bundesligist wollte ihn „unbedingt“. Letztlich sei Rangnick gegen den Transfer gewesen. Schalke habe sich „nicht seriös“ verhalten
Berlin. Jens Lehmann kann sich in Zukunft eine Trainerkarriere in Deutschland oder England vorstellen. Seine aktive Karriere sei nun endgültig beendet, fast wäre es jedoch noch zu einem Wechsel zum FC Schalke 04 in die Bundesliga gekommen. Dass es nicht geklappt habe, liege, so Lehmann, an den Königsblauen.

„Schalke wollte mich unbedingt“

Der ehemalige deutsche Nationaltorhüter sagte gegenüber der Sport-Bild, dass nicht viel zu einem Engagement bei Schalke gefehlt hätte, die Gelsenkirchener seien jedenfalls ernsthaft interessiert gewesen: „Schalke kam auf einmal und wollte mich unbedingt haben. Meine erste Reaktion war nur: Meinen die das ernst? Aber die Antwort war: Ja, unbedingt.“

Lehmann enttäuscht: „Konnte mich nicht wehren“

Die Initiative für einen Wechsel sei, so Lehmann weiter, von Manager Horst Heldt ausgegangen: „Die Schalker wollten meinen Anwalt sprechen, haben Zahlen ausgetauscht. Aber auf einmal, und da konnte ich mich nicht wehren, haben sie es dann durch die Medien getrieben. Das war für mich als Betroffener sehr unangenehm und nicht seriös. Das hätte der Verein besser handhaben können.“

Lehmann moniert, die Königsblauen hätten sich anders verhalten können: „Weil am Ende niemand wusste, wer dort die Entscheidungen trifft und man immer schlecht in der Öffentlichkeit wegkommt, wenn der Verein auf einmal anfängt, öffentlich über Geld zu reden.“

Rangnick gegen Lehmann-Transfer

Ob er tatsächlich noch einmal in die Bundesliga zurückgekehrt wäre, um für S04  das Tor zu hüten, lässt Lehmann offen. Ein mögliches Engagement sei demnach letztlich am Veto des damaligen Schalke-Cheftrainers Ralf Rangnick gescheitert: „Ich hatte eigentlich aufgehört und abgeschlossen nach meinem Aufenthalt bei Arsenal. Am Ende war es dann so, dass sich der Trainer nicht entscheiden konnte und sonntags in den Medien kundtat, dass man mir Mittwoch absagen würde. Das war der Höhepunkt.“ Damit sei die aktive Karriere endgültig beendet: „Im Sommer war Schluss.“

Zukunft als Trainer?

Was er in Zukunft machen wolle, wisse der 42-Jährige noch nicht so genau, wahrscheinlich wolle er aber als Trainer arbeiten, auf jeden Fall könne er sich gut vorstellen, für einen Klub in Deutschland oder England verantwortlich zu sein. Aber, erklärt Lehmann, „kurzfristig kommt das für mich noch nicht infrage. Ich möchte als Nächstes auf jeden Fall den Trainerschein machen, um auch auf dem Gebiet richtig ausgebildet zu sein.“

Eure Meinung: Jens Lehmann und Schalke – hätte das gepasst? Wie bewertet Ihr die Aussagen von Lehmann?

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