Bayern-Krise: Keine Rückkehr von Bastian Schweinsteiger in Sicht

Der Nationalspieler bleibt zum zuschauen verdammt und kann seinem Verein in der Krise nicht helfen. Sein Fehlen in der Elf wird jetzt vielen deutlich vor Augen geführt.

München. Die schlechte Nachricht für alle Anhänger des FC Bayern München zuerst: Eine Rückkehr von Bastian Schweinsteiger ist noch nicht in Sicht. Der Nationalspieler hat zwar schon wieder mit dem Lauftraining begonnen, wird seinem Verein aber noch bis auf unbestimmte Zeit fehlen.

„Wenn er nicht dabei ist, sieht man erst, wie wichtig er ist“

Die Reha nach dessen Schlüsselbeinbruch läuft nach Plan, trotzdem ist kein genaues Datum für eine Rückkehr ins Mannschaftstraining genannt worden. Und der Ausfall des Mittelfeldlenkers schmerzt den Rekordmeister, ganz besonders angesichts des kleinen Abwärtstrendes in der Liga. Ehrenpräsident Franz Beckenbauer legt den Finger in die klaffende Wunde der Bayern. „Wenn er spielt, dann kommt oft auch Kritik, weil es heißt, er spielt zu oft quer, immer nur zur Seite. Und wenn er nicht dabei ist, dann sieht man erst, wie wichtig er für den FC Bayern ist“, so der Kaiser, „gegen Mainz hat man deutlich gesehen, dass er fehlt.“

„Schweinsteiger ist die spielbestimmende Person“

Auch Trainer Jupp Heynckes hält große Stücke auf seinen Regisseur im defensiven Mittelfeld und hält mit seiner Meinung nicht gerade hinterm Berg. „Es ist kein Geheimnis, dass Bastian Schweinsteiger in den letzten Wochen die spielbestimmende Person im Mittelfeld war, dass er strategische Fähigkeiten besitzt, dass er weiß, wann er das Spiel beruhigen muss, schneller machen oder es verlagern muss“, so der Coach zur Rolle des 27-Jährigen.

Junge Garde glaubt an Stärke der Mannschaft – ohne Schweinsteiger

Doch die junge Garde im Kader des Meisterschaftsfavoriten will davon nichts hören und glaubt an ihre Stärken, auch ohne den Co-Kapitän. „Natürlich ist Basti wichtig für uns. Aber für die Spiele in der Bundesliga haben wir immer noch die beste Mannschaft. Das kann keine Ausrede sein“, so der 21-jährige Toni Kroos zur derzeitigen Mini-Krise. Am Wochenende geht es im eigenen Stadion gegen Verfolger Werder Bremen – ohne Ausreden.

Eure Meinung: Ist das Fehlen von Bastian Schweinsteiger einer der Gründe für die Mini-Krise der Bayern?