Uli Hoeneß tritt gegen Jürgen Klinsmann nach und lobt Jürgen Klopp und Jupp Heynckes

Bayern-Boss Uli Hoeneß hat nochmals gegen Ex-Coach Jürgen Klinsmann nachgekartet. Viel Lob ernteten dagegen Jupp Heynckes und Dortmunds Trainer Jürgen Klopp.
München. Das erfolglose Intermezzo von Jürgen Klinsmann beim FC Bayern München in der Saison 2008/09 beschäftigt Uli Hoeneß noch immer. Der Präsident des Rekordmeisters trat in einem Interview mit dem Donaukurier gegen den aktuellen Nationaltrainer der USA nach. Gleichzeitig lobte er Jupp Heynckes und feuerte auch Spekulationen an, dessen Nachfolger könne einmal Jürgen Klopp von Borussia Dortmund werden.

„Klinsmann war ein Fehler“

Mit Blick auf Bayern-Trainer der letzten Jahre sagte Hoeneß: „Mit Magath haben wir zwei Mal das Double geholt. Das war kein Missgriff. Mit van Gaal haben wir das Double geholt und standen im Champions-League-Finale. Dass der menschlich eine Katastrophe war, steht auf einem anderen Blatt. Fachlich war er top. Deswegen war er auch kein Fehler. Klinsmann schon. Und das kreiden wir uns alle an.“

„Jupp Heynckes ist ein super Trainer“

„Da haben wir für zigtausend Euro Computer gekauft. Da hat er den Profis in epischer Breite gezeigt, wie wir spielen wollen. Wohlgemerkt wollen“, echauffierte sich der langjährige Manager des FCB weiter. Jupp Heynckes benötige dagegen „einen Flipchart und fünf Eddingstifte. Da kostet einer 2,50 Euro. Und da malt er auf die Tafel die Aufstellung des Gegners und sagt ein paar Takte dazu. Mit Heynckes gewinnen wir Spiele für 12,50 Euro, und bei Klinsmann haben wir viel Geld ausgegeben und wenig Erfolg gehabt. Will heißen: Entscheidend ist nicht jung oder alt, sondern gut oder schlecht. Und Klinsmann ist ein guter Trainer und Jupp Heynckes ein super Trainer.“



Lob für Klopp

Heynckes steht an der Säbener Straße noch bis 2013 unter Vertrag. Weil es sportlich derzeit absolut rund läuft, wird schon darüber spekuliert, ob der 66-Jährige darüber hinaus bleibt. Uli Hoeneß hält auch viel von Dortmunds Meistermacher Jürgen Klopp. Er meinte vielsagend: „Er hat in Dortmund einen Vertrag bis 2014 und macht einen guten Job. In unserer heutigen Zeit geht alles so schnell. Vor drei Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, dass Jupp Heynckes noch einmal als Trainer arbeitet.“

„Wir haben totale Ruhe im Verein“

Die Bayern haben in dieser Saison nur ein Pflichtspiel verloren, stehen in Bundesliga und Champions League jeweils an der Spitze und sind auch im DFB-Pokal noch dabei. Den Hauptgrund dafür sieht Hoeneß darin, dass der Klub sich aktuell auf das Wesentliche konzentriere. Man sei „sehr gut aufgestellt, weil wir totale Ruhe im Verein haben. Wenn du keine Ruhe hast und den Gegner nicht vorne attackieren kannst, sondern intern ständig Ärger hast, dann kannst du keine Leistung bringen. Der FC Bayern ruht derzeit in sich selbst.“

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