Ron-Robert Zieler: „Damals hatte der FC Köln kein Interesse“

Als 16-Jährigen zog es ihn auf die Insel, immerhin lockte Manchester United. Vor dem Wiedersehen mit dem FC blickt er in die Vergangenheit - und wagt den Vergleich mit Neuer.
Hannover. Ron-Robert Zieler ist in Köln geboren. Wenn Hannover 96 am Sonntag in der Domstadt antritt, kehrt der junge Nationaltorwart also in seine Heimat zurück. Vom 1. FC Köln wechselte er einst zu Manchester United und reifte dort zum Klasse-Torwart. Vor der Reise an den Rhein äußerte sich der Keeper zu seinem Verhältnis zu seinem Ex-Klub und die den Anforderungen an einen modernen Torwart.

Hannover war eine „super Wahl“


Im Interview mit dem Express erinnert sich Zieler an seine Zeit in Köln, stellt aber klar, dass er jetzt ganz 96er ist. „Ich habe sechs Jahre in der Jugend gespielt, das verbindet. Aber das Thema FC ist für mich erst mal abgehakt. Ich bin jetzt in Hannover sehr glücklich“, erklärte der 22-Jährige. Als Jugendlicher habe er sich eine Zukunft in Köln durchaus vorstellen können. „Damals war es eben einfach so, dass vom FC nichts kam, als die Möglichkeit da war. Da hatte der FC kein Interesse. Aber das ist im Profi-Fußball nun mal so und deshalb für mich in Ordnung. In Hannover habe ich meine Chance bekommen. Dafür bin ich dankbar. Es war eine super Wahl für mich“, ist er sich sicher.

Parallelen zu Manuel Neuer

Zieler scheut den Vergleich zur aktuellen Nummer eins der Nationalelf, Manuel Neuer, nicht. „Von seinem Spiel und seiner Erfahrung ist er mir drei, vier Jahre voraus. Das merkt man in allen Abläufen. Er ist sehr selbstbewusst und abgezockt. Aber ich denke, dass auch ich zu genau seiner Generation dazugehöre“, stellt er selbstbewusst fest. Für ihn ist es kein Zufall, dass viele Nachwuchs-Keeper den Sprung in die Bundesliga schaffen: „Wichtig war, dass die Bereitschaft der Vereine und Trainer da war, junge Leute ins kalte Wasser zu werfen. So konnten wir uns beweisen und haben unsere Chance genutzt, so dass wir im Kasten geblieben sind.“

Modernes Training in England

Wie Zieler über die Anforderungen an heutige Torhüter spricht, zeigt, dass er sich Gedanken über seinen Job macht. Am meisten hat er in England gelernt. „Ein moderner Torwart ist jemand, der nicht so spektakulär, aber effektiv agiert. Der mit der Viererkette zusammenspielt und technisch stark ist. In Manchester haben wir das Zusammenspiel Torwart – Viererkette dauernd trainiert“, beschreibt er das Training auf der Insel. Das zahlt sich aus, Zieler gilt als einer der besten Fußballer unter den Bundesliga-Keepern.

Eure Meinung: Hätte sich Zieler auch in Köln zum Top-Torwart entwickelt, oder hat ihn die Zeit in England geprägt?



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