Angespannte Nerven in Gladbach: Karim Matmour verklagt Blogschreiber

Der Algerier fühlte sich von einigen Textpassagen des Fanblogs persönlich und als Spieler angegriffen und erkannte ungerechtfertigte Kritik in den Äußerungen des Autors. Dieser musste nun eine Richtigstellung veröffentlichen.

(chv) Mönchengladbach. Bei den Fans und Verantwortlichen bei Borussia Mönchengladbach herrscht derzeit angesichts der angespannten Tabellensituation verständlicherweise alles andere als eine Gute-Laune-Stimmung. Bei einigen scheinen die Nerven jedoch sehr gereizt zu sein. So ließ Karim Matmour mittels seines Anwalts dem Schreiber eines Blogs aus der Fanszene eine Unterlassungsklage zukommen. Der Algier war mit der Kritik des Autors alles andere als einverstanden.

Kritik stößt auf Kritik

Autor Björn Brodermanns musste gegensteuern, nachdem sein Text nach der Niederlage gegen Stuttgart bei Matmour auf überhaupt keine Zustimmung stieß. In diesem betitelte er den 25-jährigen mit der Begründung von sieben Scorerpunkten in 69 Spielen als „uneffektivster Bundesligaspieler“ und „unterirdisch schlecht“. Diese und andere Passagen musste der Autor nach einem Eingreifen des Anwalts revidieren und richtigstellen.

Grenzen überschritten

„Der Spieler Karim Matmour fühlt sich von dem Autor des Artikels, von mir, in seinen Rechten verletzt und hat mir über seinen Anwalt eine Unterlassungsklage zukommen lassen,“ heißt es in einem Statement Brodermanns auf seinem Blog Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Seine Behauptungen überschritten nach Ansicht Matmours und seines Anwalts die „Grenzen zur 'Schmähkritik'“.

David gegen Goliath

Der Autor gelobte am Ende seiner Richtigstellung Besserung, obgleich das Verhalten des Bundesligaspielers, einen Anwalt auf den Verfasser eines privaten Blogs loszulassen, durchaus dünnhäutig erscheint. In den Kommentaren zum Blogeintrag findet Matmour jedenfalls wenig bis kaum Verständnis für sein Verhalten. Weiterhin hat die Unterlassungsklage wohl das Gegenteil bewirkt, sodass nun noch mehr Menschen auf den Eintrag aufmerksam werden. Ein Gespräch unter vier Augen hätte es wohl auch getan.

Eure Meinung: War das Einschreiten von Matmour richtig oder fielen die kritischen Passagen unter die Meinungsfreiheit?