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Warum der gallische Hahn bei Frankreichs Nationalteam mit dabei ist

Seit mehr als hundert Jahren trägt die französische Nationalmannschaft ein Trikot, auf dem der gallische Hahn abgebildet ist. Zum ersten Mal tauchte das Tier auf dem berühmten blauen Trikot im Jahr 1909 auf, als das Team mit 2:5 in Belgien verlor. Seitdem ist der Hahn allgegenwärtig - und schmückte natürlich auch den Dress der Bleus, als sie 1998 den WM-Titel holten.

Natürlich hat sich das Aussehen des Hahn-Wappens im Laufe der Zeit drastisch verändert. Auf dem aktuellen Trikot gibt es eine eher traditionelle Darstellung, während es zuvor eher eine moderne Interpretation des Symbols war, das schon seit Jahrhunderten inoffiziell für den französischen Staat steht. Im ganzen Land kann man den gallischen Hahn als Verzierung für viele öffentliche Gebäude finden.

Der Hahn erinnert dabei an die gallischen Wurzeln der Nation. Er wurde nach Meinung der Sprachwissenschaftler wegen eines Wortspiels gewählt, denn das lateinische Wort für den Hahn und die Gallier ist dasselbe. Frankreichs Feinde machten sich damit über die angebliche Starrköpfigkeit und den Stolz der Leute lustig. Die Franzosen nahmen dem Spott allerdings an Schärfe, indem sie einfach den Vogel in ihr Herz schlossen und zu ihrem Wappentier machten.

Trotz seiner seltsamen Geschichte hat der Hahn großen symbolischen Wert, denn er steht für Vertrauen und Licht. Das Krähen des Hahnes im Morgengrauen zeigt den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit - und damit den Triumph des Guten über das Böse.

Für die französischen Sportlerinnen und Sportler war der Hahn immer eine echte Inspiration und deshalb taucht er nicht nur beim Fußball auf. Das Rugby-Team hat ihn ebenfalls in seinem Wappen. Und als das Nationale Olympische Komitee Franfkreichs das Tier im Jahr 1997 aus seinem Logo entfernte, gab es einen Aufschrei im ganzen Land. Bekannte Persönlichkeiten wie der Langstreckenläufer Alain Mimoum erklärten, dass diese Veränderung die Werte des ganzen Landes angreifen würde.

Federvieh | Ein Hahn in den französischen Nationalfarben

'Le Coq' ist aber weiterhin ein Symbol für die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps bei der WM in Brasilien. Und auch der ganz oben im Bild gezeigte französische Superfan Clement D'Antibes nimmt seinen Hahn mit Namen Balthazar immer mit zu den Spielen.

Bei Rugby-Länderspielen Frankreichs kommt es gar nicht so selten vor, dass auf einmal ein Hahn aufs Spielfeld läuft. Beim Fußball passiert das nicht besonders oft.

Auch bei der WM 1998 war der Hahn als Symbol allgegenwärtig: Das Maskottchen des Teams war Footix, ein riesiger Hahn, der in den Nationalfarben Blau, Weiß und Rot gefärbt war.

Falls Frankreich in Brasilien erfolgreich spielt, kann man sicher sein, dass wieder Bilder des gallischen Hahns in den Stadien auftauchen werden. Und Les Bleus hoffen, dass sie im Turnier erst Mitte Juli ausgekräht haben.

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