RB-Leipzig-Chef Ulrich Wolter: Man sollte unseren Weg respektieren

Der Geschäftsführer wehrt sich gegen die Kritik am finanziellen Modell des Vereins. Das Engagement von Red Bull sei nicht mit den Investitionen ausländischer Scheichs vergleichbar.
Leipzig. RB-Leipzig-Chef Ulrich Wolter stellt klar, dass der Verein trotz der finanziellen Unterstützung durch Red Bull gegen keinerlei Statuten verstoße. Mit den Geldern wolle man den Verein zu einer festen Größe im Fußball machen und junge Talente in den Osten locken.

Weil sich der Regionalligist RB Leipzig mithilfe millionenschwerer Unterstützung von Red Bull nach oben arbeitet, wird von vielen Seiten Kritik am Finanzmodell des Klubs laut. RB-Geschäftsführer Ulrich Wolter wehrt sich dagegen allerdings mit aller Kraft. "Unseren Weg sollte man zumindest akzeptieren und ein Stück weit auch respektieren", fordert er stattdessen in der Sport Bild.

Wolter: RB kein Spielzeug des Invertors

"Herr Mateschitz ist kein russischer Oligarch oder arabischer Scheich, der sich als Spielzeug einen Klub kauft", rechtfertigt Wolter das Engagement des Red-Bull-Besitzers. Es sei nicht das Ziel, durch Spekulationen den größtmöglichen Gewinn zu machen. Stattdessen wolle sich Dietrich Mateschitz, "langfristig, nachhaltig und in erheblichem Umfang in den Profi- und Nachwuchsbereich einbringen, um so Erfolg zu generieren".

2009 wurde der Verein gegründet, der erste große sportliche Erfolg steht kurz bevor: RB darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstieg in die 3. Liga machen. Nach intensiver Prüfung erhielt der Leipziger Klub hierfür bereits die Lizenz. "Der DFB akzeptiert unsere Satzung und die Vereinsstruktur ohne Veränderungen", bestätigt der Geschäftsführer. Auch die DFL habe bereits grünes Licht gegeben.

Wolters Ziel: "Möglichst schnell einen Leuchtturm aufbauen"

Der Aufstieg ist in der Planung aber nur der erste Schritt. Langfristig soll der Verein zu einer festen Größe im Fußballgeschäft werden, um auch den Osten Deutschlands sportlich wieder attraktiver zu machen.

"Das ist unser Ziel, dass wir möglichst schnell einen Leuchtturm aufbauen", erklärt Wolter. So sollen Nachwuchsspieler zukünftig nicht immer zu den westlichen Vereinen abwandern müssen, "weil sie sehen, dass die Bedingungen bei uns besonders gut sind".

In der Regionalliga Nordost steht RB Leipzig mit 18 Punkten Abstand auf den Zweitplatzierten bereits jetzt als Meister fest. Die drei endgültigen Aufsteiger in die 3. Liga werden nun in Relegationsspielen ermittelt. Neben dem RB werden dort auch die vier anderen Regionalliga-Meister und der Zweite der Regionalliga Südwest antreten.

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