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In Sevilla und Valladolid hofft man auf deutsche Rückkehrer: Während Trochowskis einjährige Leidenszeit zu Ende geht, haben Marin und Ebert kleinere Blessuren ausgestanden.

Kolumne
Von Martin Ernst

Für Piotr Trochowski schließt sich am Samstagabend wohl ein Kreis: Am 29. September 2012, dem sechsten Spieltag der zurückliegenden Saison, hatte sich der frühere Hamburger im Spiel des FC Sevilla gegen Barcelona verletzt. Nun, „nach 11 schweren Monaten“ und einem Knorpelschaden im Knie, ist ein Ende der Leidenszeit in Sicht. Trochowski wird wohl bald wieder auf dem Platz stehen – vielleicht schon am Samstag gegen Barcelona.

Im Freundschaftsspiel gegen Cordoba konnte Trochowski vergangene Woche bereits 60 Minuten bestreiten. „Das Knie hält“, so der 29-Jährige anschließend. Auch wenn ein Einsatz gegen Barca wohl zu früh kommt, sind das gute Nachrichten für die Andalusier, die im Sommer die Abgänge der Offensivkräfte Kondogbia, Navas und Negredo verkraften mussten. Da gleicht der Rückkehrer einem Neuzugang.

Trainer Unai Emery jedenfalls rechnet für die kommende Saison fest mit Trochowski: „Er plant mit mir im Mittelfeld. Dort spiele ich gerne, aber ich brauche noch ein paar Spiele. Gegen Barcelona wollte ich gerne schon zurückkehren, nachdem ich fast genau ein Jahr lang verletzt war. Aber für mehrere Minuten fehlt noch die Kraft“, erzählte der gebürtige Pole nach seinem Comeback in der Marca.

Marin-Trochowski: Bald die andalusische Achse?

Marko Marin wurde als neuer Hoffnungsträger zuletzt ebenfalls schmerzlich vermisst, wenn auch wesentlich kürzer. Eine Muskelverletzung hatte den Ex-Gladbacher vor der Partie gegen Malaga kurzfristig aus dem Spiel genommen. Nach der Länderspielpause wird die Chelsea-Leihgabe gegen Barca aber wohl wieder zur Verfügung stehen.

„Marko Marin kann den Unterschied ausmachen“, sagte Trainer Unai Emery der Tageszeitung El diario de Sevilla erwartungsvoll. Nach bisher schwachen Liga-Auftritten und erst zwei Punkten sucht Sevillas Coach noch nach der richtigen Formation im neu zusammengestellten Team. Marin wird dabei eine zentrale Rolle im Mittelfeld zukommen, von wo er die Stürmer Bacca und Gameiro mit Vorlagen füttern soll.

In Kastilien hofft man auf Ebert

Auch im tiefsten Kastilien bei Real Valladolid wartet man auf einen deutschen Rückkehrer: Patrick Ebert fiel nach seinem Ligastart inklusive erstem Treffer gegen Bilbao aus. Eine Muskelverletzung ließ die Sorgenfalten bei den Weiß-Violetten schnell größer werden: Der gebürtige Potsdamer hatte schon Teile der vergangenen Saison wegen ähnlicher Probleme verpasst. In dieser Saison sind es bereits zwei Spiele, doch gegen Elche soll Ebert zumindest wieder eine Option sein.    

„Wir haben bald drei Spiele in sechs Tagen“, gab sich der Mittelfeldmann in der Marca zuversichtlich, in den kommenden Begegnungen wieder zum Einsatz zu kommen. Auch bei der Pucela hofft man darauf, gehörte Ebert im letzten Jahr doch zu den Leistungsträgern. Spanien hat sich für Ebert bisher als voller Erfolg erwiesen: Der frühere Herthaner hat in seinen 24 Spielen in La Liga bisher so oft getroffen wie in 109 Bundesligaspielen für die 'Alte Dame': sieben Mal.  

EURE MEINUNG: Wie schlägt sich Sevilla am Samstag gegen Barca?

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